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Jahreschronik 1999 Drucken E-Mail

Chronik des Jahres 1999

31. 1. 99 - Erster unmusikalischer Höhepunkt im Vereinsjahr ist unser Vereinsschirennen
In Sibratsgfäll, erwartet uns eine bestens präparierte 'Streif' und natürlich Hoppichler Huber Werner mit einem Schnaps und den Startnummern.
Eva-Anna Schwentner zerstörte ihre Siegeschanchen schon vor dem Rennen, denn durch zu rasantes Einfahren, ging ihr Schi kaputt. Norbert erwies sich als edler Ritter, schulterte Eva kurzerhand und ab ging's talwärts. Die beiden wurden dann beobachtet, wie sie sich hinlegten, anscheinend um die Schneetemperatur zu messen.
Die Siegerehrung fand wie gewohnt anschließend im Nußbaumer statt. Aus dem riesigen Starterfeld, es waren 58 Teilnehmer der Jahrgänge 1993 bis 1941, also aus einem halben Jahrhundert, gingen Fitz Günti und Bösch Denise als Vereinsmeister hervor.

 

9. 2. 99 - Ständchen 90 Jahre Frau Luger, Gänslestraße
Da es 50 cm Neuschnee hat, findet das Ständchen aus Platzgründen vor dem Vereinsheim statt. Die Gäste stehen unterm Dach und wir werden im Scheinwerferlicht von riesigen Schneeflocken fast erschlagen - ein wirklich romantischer Anblick - nur eben saukalt!
Einige der fast erfrorenen Musikanten können auf der anschließenden Probe wenigstens ihre Gemüter damit erwärmen, daß Frau Luger anscheinend Schnitzel im Tavern zahlen wollte, irgend jemand ihr aber eingeredet hatte, Leberkäs im Musiheim sei genau so gut und außerdem viel günstiger. Leberkäs wird nicht umsonst 'Armeleutschnitzel' genannt.

16. 2. 99 - Faschingsdienstag
Kein Faschigsscherz war es, daß eifrige Bauernkapeller auch an diesem Tag eine Probe hatten.

19. 2. 99 - Frau Maira Luger zahlt ...
... als Dank für's Ständchen den versprochenen Leberkäse mit Kartoffelsalat und zum Nachtisch selbstgebackene Kuchen.
Diese gute Tat hätte sie jedoch fast mit dem Leben bezahlt.
Die Luft in unserer verrauchten Bude war ihr eindeutig zu dick. Kurz nach Mitternacht ereilte sie ein Asthma-Anfall. Die gerufene Rettung kam prompt, der Notarzt ca. eine Minute später.
Nun hatten auch wir unseren Blauen Platz, allerdings vom Blaulicht der Rettungsautos.
Ende gut alles gut, Frau Luger wurde ins Spital gebracht und die Rotkreuzler aßen den übrigen Kuchen.
Frau Luger bedankte sich nach einer Woche für den Gratisurlaub, den wir ihr verschafft hatten, denn sie hatte eine wunderbare Zeit im Spital erlebt und es ging ihr wieder bestens.

27. 2. 99 - 100 Jahre Krankenpflegeverein
Wir umrahmen den Festakt im Reichshofsaal und bringen dabei das Stück 'Licht in unsere Welt' von Ernst David zur Uraufführung. Außer der 40-minütigen Festrede von Altbürgermeister Dieter Alge, war dies der Höhepunkt dieses Abends.
Als dann der Musikverein mit einem weiteren Marsch angesagt wurde, merkte im Publikum wahrscheinlich niemand, daß Ivo nur deshalb so lange nicht auf die Bühne kam, weil er noch den Schopen anziehen und zuknöpfen mußte.

30.3. 99 - Beerdigung EM Kurt Hämmerle (Küpferers Kurt) - Erlöserkirche
Wir geleiten unser Ehrenmitglied zu seiner letzten Ruhestätte. Da die Reden in der Kirche stattfinden sollen, lassen wir auf Anweisung unseres Vorstands die Mäntel und Mützen zu Hause - Die Verabschiedung findet jedoch auf dem Friedhof statt und da es dort sehr kalt ist, nehmen wir fast die Körpertemperatur unseres eingesargten Ehrenmitglieds an.

5.4. 99 - Mit einem riesigen Showprogramm warten wir beim diesjährigen Oster-frühschoppenkonzert auf.
Nach der Jugendkapelle spielt eine Bauernkapelle standesgemäß in Lederhose oder Dirndl zümpftige Oberkrainer
Die Umbaupause überbrücken wir mit Alphornweisen. Anschließend präsentiert sich unsere Bigband, festlich gekleidet, den Kopf mit schwarzen Mascherln am Hals befestigt.
Mit Gesangsstar Reini von Carini überbrücken wir die dritte Umbaupause. Er wurde von einem A-Kappella Chor unter Leitung von Gaby mit Sandra, Denise und Dachi-Freundin Carmen begleitet. Hochgeistiger Begleittext : Tsumaritatatira, und das ca. 100 mal.
Daß auch das ganze Orchester einiges drauf hat, bewiesen wir ganz zum Schluß.
Natürlich mußten wir noch einige Traditionsmärsche drauflegen, wobei es nicht wahr ist, daß die dritte und letzte Zugabe erst auf Intervention unseres, auf die Bühne stolpernden EhrenRoberts gespielt wurde, hatten wir sie doch schon vorher vorbereitet.
Besonders hervorzuheben wäre da noch unser Thomas Grabher, der mit seinem Flügelhornsolo in den Children of Sanches wahrlich glänzte. Jedoch nicht nur musikalisch wußte er zu überzeugen, nein auch menschliche Züge legte er an den Tag, denn er vergaß absichtlich seinen Schoki-Osterhasen in der Garderobe, damit das von ihm so sehr geschätzte Saal-Technik-Team Helmut und Lothar ihn finden sollte - ob sie ihn wirklich fanden sei dahingestellt.
Appropos Osterhase: wieso Martina extra vor den Vorhang auf die Bühne ging, um dem Publikum den Osterhasen zu zeigen, den sie dem Sänger Reini anschließend in der Garderobe überreichte, ist noch nicht ganz geklär
Daß im Alter einiges nachläßt bewies auch unser Hämmerle Werner. Abgesehen von Potenz und Haaren verliert er zusehends auch sein Modebewußtsein, denn seine roten Socken paßten zwar wunderbar zu den Lederhosen, aber nicht zu seiner dunkelblauen Uniform.

11. 4. 99 - Weißer Sonntag (Peter und Paul):
Wir treffen uns wie üblich beim Kreisverkehr. Zum Erstaunen aller fährt Thomas Grabher, der auswärts beigeschlafen und deshalb wahrscheinlich verschlafen hatte, in Zivil vorbei. Sehr zum Leidwesen einiger Bierfaßwetter schafft er es jedoch in Rekordzeit sich umzuziehen, im Musiheim das Instrument zu holen und trotzdem noch annähernd pünktlich zu sein.
Wir marschieren dann wie gewohnt Richtung Volksschule Kirchdorf, um dort die Erstkommunikanten abzuholen. Wir nützen diese Gelegenheit, um Salzingers Florian, der zu dieser Zeit noch tief schläft, mit frischer Marschmusik zu wecken.
Gemütlicher Ausklang, an dem dieses Jahr auch der fast komplette Störtrupp teilnimmt, ist wie gewohnt im Cafe Diana.

14. 4. - Überraschungsständchen 70 Jahre EM Anni Amman - Gasthaus Linde in Höchst.
Sie ist wirklich sehr überrascht und läßt es sich nicht nehmen uns auf einen Drink ins Lokal zu bitten, was wir dankend annehmen.
Ivo sucht dann verzweifelt seinen Schlüssel, und findet ihn schließlich außen an seiner Autotüre - Sandra hatte ihn einfach dort stecken lassen, als sie ihren Mantel, und ihre Schulterklappen suchte, die sie zu Hause vergessen hatte.

29. 4. 99 - 80. Geburtstag von EM Vladimir Danek:
Wir treffen uns beim Stickereizentrum und bringen zuerst unserem Mitglied Walter Grabher ein Genesungsständchen.
Über die Schmiedgasse marschieren wir dann mit klingendem Spiel zum Hause des Jubilars, wo wir von einer munteren Gästeschar bereits erwartet werden. Nach einigen Gratulationsmärschen lassen wir uns mit belegten Brötchen und Getränken verwöhnen.

Zum Nachtisch Robert in die Mitte steht,
sich versucht als Dichter und Poet.
Er, den man kennt vom große Reden schwingen,
zeigt, er kann auch Verse zum Vortrage bringen.
Daneks Leben hat er zum Gedicht gemacht,
dafür viele Zeilen sich ausgedacht.
Die letzten Worte tun sich immer reimen,
manchmal allerdings nur im geheimen.
Gekonnt, charmant und auch diskret,
er spricht sehr schön, damit jeder ihn versteht.
Und dabei hat er dann auch noch gemeint,
ein Gedicht ist, wenn es sich reimt.
Verdienten Applaus erntet er zum Schluß,
und als Dank von Daneks Gitti einen Kuß.

Als plötzlich riesige Tropfen hernieder prasseln, wird der Festplatz fluchtartig geräumt, wobei sich einige in die berühmt, berüchtigte Danek'sche Kellerbar zurückziehen und die Jungen und Junggebliebenen sich im Pub wiederfinden.

1. 5. 99 - Maiweckruf:
Es war noch dunkel, als sich die ersten Musikanten im Musiheim trafen, wo Emi und Sofi bereits mit frischem Kaffee und allem was so zu einem Frühstück dazugehört, warteten.
Zu dieser Zeit jedoch waren die Wiasarounar Musikanten bereits im Dienst. Damit auch die Bewohner dieses abgelegenen Weilers von Lustenau in den Genuß unseres Weckrufes gelangten, wurde hier dem Schäfer Sandi-Freund Reini ein Geburtstagsständchen gebracht. Gut, daß er bereits Tags zuvor Geburtstag gehabt hatte, denn sonst hätte er sich über diese Mißtöne auch noch freuen müssen.
Günti Fitz an der Trompete, der gerade seine BigBand-Erfolge auskurierte, schaffte es nämlich, den wackeren Haufen so drauszubringen, daß das Ständchen ein jähes Ende fand. Per Drahtesel ging's dann Richtung Gänsle. Da Sandra und Gaby ohne Licht unterwegs waren, merkten sie wahrscheinlich gar nicht, daß sie unterwegs von einem Gendarmenauto angesprochen wurden.
Nachdem alle Musikanten ihre Hüte mit Emis Blumen geschmückt hatten und Eva-Anna Schwendner ihr Instrument geputzt hatte, konnte es dann endlich losgehen.
Über die Gänslestraße und Jahnstaße gings zum Blauen Platz, wo wir von Mäcki Grabher freudestrahlend empfangen wurden. Da wir in der letzten Reihe gerade noch ein Loch freihatten, durfte er sich einordnen und auch mitmarschieren.
Unser Weg führte uns weiter durch Rathausstraße und Holzstraße in die Brändlestaße zu Druckereibesitzer Rudi Hagen. Martinas Eltern kredenzten uns hier ein zweites Sektfrühstück. Hier stieß auch Milicevic Magdalena zu uns, so daß wir endlich komplett waren.
Was ein schlauer Fux ist, bewies uns dann unser Reserve-Chronist Erich, denn damit man hier etwas länger sitzen konnte, hatte er extra den Film für den neuen Vereinsfotoapparat im Heim liegengelassen und erst als dieser herbeigeschafft war, konnte es weitergehen.
In der Teilenstaße erwartete uns dann schon Frühstückspender Elmar Hämmerle und servierte selbstgebrannte Päulölarschnäpse.
Am Ende der Holzmühlestraße warte Spieß Franz und das Küblerduo Kurt und Mandi mit ihren Gehilfen. Hier konnten wir die erste feste Nahrung zu uns nehmen. Es gab allerlei gegrillte Würste und natürlich auch für den Durst war ausreichend gesorgt. Feinschmecker konnten sich anschließend noch einen der diversen Kuchen gönnen. Auch Vogelfrau Marianne kam vorbei, wie wir glaubten, um eine Wurst zu essen, doch kaum hatte sie den letzen Bissen hinuntergewürgt verschwand sie und nahm zu unserem Entsetzen auch ihren Vogelmann mit. Wie sollten wir nun ohne ihn die bereits 30-minütige Verspätung wieder aufholen?.
Nach der Weiherstraße kommt das Mühlefeld und dort gab es traditionsgemäß frische Kekse bei Kecks. Damit man die trockenen Dinger runterspülen konnte, hatte Karl seine Hausbar geplündert und die erlesensten Flaschen bereitgestellt. Wir lassen uns nicht zweimal bitten.
Einige hundert Meter weiter, im Feldkreuz, werden wir bei Steffi Jäger von einem kalten Buffet erwartet. Als alle gegessen haben und wir uns nach einer Stunde mit einigen Auswendigen und einem Abschiedsmarsch wieder verabschieden, sieht man den Wurstplatten nicht an, daß jemand davon gegessen hatte, so üppig war aufgetischt gewesen.
Der nächste Schnaps ließ nicht lange auf sich warten. In der Vorachstraße hatte Richi Grabher ein Faß klare Kräuter bereitgestellt. Dies belebte zwar nicht die Sinne, aber einigen vollgefressenen Körpern tat es gut.
Dies könnte auch der Grund dafür gewesen sein, daß Ivo einschlagen ließ, ohne vorher einen Marsch anzusagen. Auf jeden Fall war unser Kapellmeister mittlerweile froh, daß er das halbe Gemeindeblatt, in dem unsere Route abgedruckt war, mit hatte, denn so konnte er den richtigen Weg immer wieder nachlesen.
Dem war es auch zu verdanken, daß er uns bereits in der Brändlestraße zu einer neuerlichen Labstation führte. Elektro Fessler Roland wartete mit Lebenskäse und kühlen Pfiff.
Ohne gröbere Zwischenfälle kamen wir dann voran: Gutenbergstraße, Holzstraße, Elisabethstraße, Raiffeisenstraße, Sonnenstaße. Hier nützte Fähnrich Norbert die Gelegenheit einige der tiefhängen Lindenblüten mit seiner Fahnenstange herunterzuholen. Ob der daraus gewonnene Tee auch gut für seine Quetschungen war, die er sich bei diesem Versuch zwischen seinen beiden großen Zehen zuzog, ist noch offen.
Da wir mittlerweile fünf Straßen ohne eine Labstation durchquert hatten, kamen wir in dieser sonnigen Straße gleich zweimal zu diesem Vergnügen.
Ex-Bänker Hämmerle Oski servierte schon traditionsgemäß Rote und Klare.
Um die Ecke wartete dann auch schon Dachi Ernst mit einer Auswahl seiner erlesenen Brände - wir wollen nie unhöflich sein und greifen dankend zu.
Nach dem Ivo einen Marsch abgerissen hatte, um den Schlagwerkern eine zweite Chance zu geben, ging's wohlgestärkt über die Tavernhofstaße dem Ende zu.
Gegen 12.30, mit ca. 90-minütiger Verspätung treffen wir dann endlich in der Gänslestraße, beim neuen Haus unseres Bürgermeisters Hans-Dieter ein. Gattin Melli bewacht den Feuerwehrschlauch, hinter dem sich alle Bewohner des Gänsles versammelt haben und uns mit tosendem Beifall empfangen.
Mit Weißwürsten und frischem 'Schwizar-Brot', Weißbier und vielen anderen köstlichen Getränken und natürlich Kaffee und Kuchen zum Nachtisch werden wir hier für unsere Strapazen entlohnt. Wir danken es mit unserem guten Appetit und einigen Auswendigen.
Eine Kostprobe von seiner Schlauheit gab uns dann nochmals unser Fux, denn um dem Verein die teuren Foto-Entwicklungskosten zu sparen, hatte er nur 12er Filme gekauft und als diese voll waren, bat er Toyota-Ewald, für ihn weiter zu fotografieren und ihm dann die fertigen Fotos zu schicken.
Den sehr diszipliniert und ohne Exzesse verlaufenen Maiweckruf lassen wir hier ausklingen. Ausklingen heißt für einige, bleiben bis zum bitteren Ende und so kam es, daß die Jasser auch nur schon um 19.00 aufhörten, weil Eike abklemmte, da er noch einen 'Pipi-Langstrumpf-Film' anschauen wollte.
Nochmals ein aufrichtiger Dank an alle Spender aber auch an alle Musikanten für deren Disziplin, nicht mehr zu trinken als mit Gewalt hinunterging.

22. 5. 99 - Festakt - 100 Jahre Musikverein Concordia Lustenau
Da der Sternaufmarsch im wahrsten Sinne ins Wasser fiel, spielten wir gemeinsam mit dem MV Höchst und dem MV Sirnach einige Märsche unter dem Sutterlüti-Dach.
Anschließend ließen wir den Festakt im Reichshofsaal über uns ergehen. Die vielen Reden vergingen einigen unserer Mitglieder, wie Eberle Anita, Hollenstein Sandra und Ritter Norbert im wahrsten Sinne des Wortes, wie im Schlaf.
Als dann die Gäste über das kalte Büfett herfielen, durften wir auf der Bühne Unterhaltungsmusik spielen.
Zu unserer großen Freude und Überraschung war dann auch nach unserem Spiel eigens für uns nochmals aufgetischt worden. Wie üppig, bewies der Spruch von Claus Karitnig, der meinte : "Wieso soll ma is Pab gau, wänn ma do gschänkt suufö kann."

29. 5. 99 - Landeswertungsspiele Feldkirch:
Mit dem Pflichtstück 'Kreuz und Quer' und dem Freiwahlstück 'The Wizzard of Ozz'
erreichen wir im Montforthaus in Feldkirch 91,7 Punkte und erreichen damit einen ersten Rang mit Auszeichnung.
Ausgezeichnet war dabei auch die Leistung unserer Schlagwerker, denn sie nahmen die Titel unserer Stücke so wörtlich, daß sie anfangen zu zaubern wollten und deshalb vorher kreuz und quer über die Bühne laufen mußten.
In weiser Vorahnung hatte Ivo den Kühlschrank im Heim vorher gefüllt und lud anschließend auf kühle Drinks ins Musiheim, wo dieser Erfolg auf dem Vorplatz ausgiebig gefeiert wurde.

4. 6. 99 - Platzkonzert auf dem 'Blauen Platz' :
Gemeinsam mit der Trachtengruppe Lustenau gestalten wir einen Abend für die Bevölkerung auf dem Platz. Die Trachtengruppe tanzt im alten Häß und wir füllen deren Tanzpausen mit Märschen.
Der Handorgler der Volkshoppler spielt dabei so schlecht, daß es den Tänzerinnen die Schuhe auszieht.

5. 6. 99 - Vereinsschießen :
Sportlich läuft diese Veranstaltung fast wie im letzten Jahr ab. Unter dem Motto Familie Fux räumt ab, gewinnt Erich Scheffknecht vor Angelika Wölk und Thomas Grabher. In der Gästeklasse Cornelia Scheffknecht vor Karin Heidegger und Peter Schelling.
Der Spruch des Tages kommt von Anton Vogelmann, der auf die Scheibe schießt und sich dann sehr wundert, daß überhaupt kein Loch drinnen ist.
Anschließend lassen wir uns von der Schützengilde mit allerlei Grillspezialitäten und leckeren Torten, aber auch mit Getränken aus Kühlschrank und Keller verwöhnen und lassen den Abend gemütlich ausklingen.

19. 6. 99 - Ortsvereine-Fußballturnier des SC 2000:
Nach etlichen absolvierten Trainingseinheiten nehmen wir, in der Meinung gut vorbereitet zu sein, mit zwei Mannschaften an diesem Turnier teil. Unsere Mädchen, begleitet von unseren Trommlern Markus und Mathias unterstützen uns lautstark als Cheerleader. Mit dem Feitstanz, den sie ihren kurzen Röcken und ihren geilen (gelben) Ex-Jugendmusik-T-Shirts aufführten, versuchten sie unsere Gegner psychologisch fertig zu machen.
Leider waren wir nur zahlenmäßig der stärkste Verein, denn bis auf dreizehn untreue Mitglieder, waren alle in irgendeiner Form am Platz erschienen. Sportlich zählten wir eher nicht zu den stärksten, denn mit einem Gesamttorverhältnis von 14:1 erreichten die 'Alten' den 20. und die 'Jungen' den 22. Platz von 24 teilnehmenden Mannschaften.
Das Ehrentor schoß Eike Grabher. Jedoch Vereinstorschützenkönig wurde Martin Fetz mit zwei geschossenen Toren, allerdings schoß er diese ins eigene Tor.
Angelika Wölk, die zu den besten Mädchen am Spielfeld gehörte und dort wirklich ihren Mann stellte, muß über die miserable Leistung ihrer Mannschaft derart enttäuscht gewesen sein, daß sie die Fußballschuhe an den Nagel hing und im Krankenhaus Hohenems gegen einen Gipsfuß eintauschte.

19. 6. 99 - Ständchen Altersheim Hasenfeld:
Aus Anlaß der 30-Jahr-Feierlichkeiten des Altersheims Hasenfeld bringen wir dort ein kurzes Ständchen, das noch kürzer wird als es anfängt zu regnen.
Erich und Eike prässieren, um rechtzeitig mit einem kleinen Grüppchen von Musikanten um 19.30 wieder im FC-Stadion zur Siegerehrung zu sein. Das hätten sie sich jedoch sparen können, denn zum einen war die Siegerehrung bereits eine halbe Stunde vorher gewesen und zum anderen erhielten ohnehin nur die ersten acht einen Preis.

27. 6. 99 - Pfarre Peter und Paul:
Schon traditionsgemäß gestalten wir den Frühschoppen in Pfarrers Hoschtat. Der Heilige Petrus, als Wetterverantwortlicher und als einer der beiden Gönner dieses Festes, zeigte Einsehen und stoppte den Regen kurz vor Festbeginn.
Kein Einsehen muß dieser Heilige aber mit unserem Kassier Franz Winter gehabt haben, denn als er diesen so sitzen sah, ließ er aus heiterem Himmel, oder eigentlich aus der Abdeckplane unserer Bühne, einen kräftigen Wasserschwall auf unseren Finanzchef hernieder prasseln.
Franz, der als erfahrener Bundesbeamter ruhiges, bewegungsloses Sitzen gewohnt war, harrte solange ruhig auf seinem Stuhl aus, bis auch der letzte Tropfen, der geschätzten 10 Liter Wasser sein Ziel erreicht hatte, erst dann blickte er erwartungsvoll nach oben, ob die Dusche endlich abgestellt wurde.
Die Moral von der Geschicht: die einen werden naß vom schwitzen, Beamte schon vom ruhig sitzen.

3. 7. 99 - Sander-Fest:
Bei total untypischem Sander-Fest-Wetter gestalten wir den ersten Teil dieses Festabends. Bei hochsommerlichen Temperaturen werden wir von der Concordia regelrecht mit Getränken und Bons überschüttet und dies danken wir mit guter Stimmung auf der Bühne, aber auch mit guter Festmusik, die bei den unzähligen Besuchern wirklich gut ankommt.
Wir müssen deshalb auch nicht wie ausgemacht nur bis 22.00 spielen, sondern werden gebeten, so lange wie möglich unser Unterhaltungsprogramm darzubieten. Sehr zur Freude unseres Holzer Mätti, der anschließend noch auf sein HTL-Fest sollte, halten wir es bis fast 23.30 auf der Bühne aus.
Unsere Hornissen Stefan Hämmerle und Peter Naier liefern den Beweis, daß sie nicht gerade die Hellsten sind, denn sie werden auch nach 22.00 noch vom Rest der Kapelle so geblendet, daß sie ihre Sonnenbrillen aufbehalten müssen.
Als etwas unverschämt in der Preisgestaltung erwies sich auch unser Ivo. Denn als ein unmusikalischer Gast höflich und ernsthaft anfragte, was es denn kosten würde, wenn wir endlich mal eine kurze Pause machen würden, verlangte Ivo 20.000.- was diesem Gast eindeutig zuviel war. Lieber Ivo, für etwas weniger hätten wir die ohnehin fällige Pause auch gemacht.

15. 7. 99 - Beerdigung EM Hermann Hofer (Höchsters Hermann) - Erlöserkirche
Wir geleiten unser Ehrenmitglied zu seiner letzten Ruhestätte.

16. - 18. 7. 99 - Sommerfest im Hasenfeld
Nach einer Woche Aufbauzeit, in der von der Aufbaumannschaft nur 18 Bier, dafür unzählige Limos und natürlich etliche kalte Schüblinge und Landjäger vertilgt wurden, starten wir unser 10. Sommerfest.
Pünktlich um 19.00 stoppen auch die letzten Regentropfen und wir erwischen die schönsten drei Tage dieses Sommers.
Am Freitag spielt zuerst die BigBand der Musikschule und anschließend 'Tschabberwacki'. Bis auf einige Alte sind die zahlreich erschienenen Jungen hell begeistert. Unser Ex-Mitglied Bruno Schlitzohr zählte sich jedenfalls auch zu den Alten und verließ mit seiner Alten bereits um 23.00 den Festplatz. Leider konnte er die Bar deshalb nicht besuchen, sonst hätte er dort anstatt gewöhnlicher Füße, die wahrscheinlich längsten Beine der Welt unter Sandras hochgeschlitztem Kleid gesehen. Aber auch die anderen Barmädchen waren trotz des Barmottos 'Chicago 1930' noch gut erhalten.
Am Samstag spielt die Bürgermusik Höchst und anschließend die Lederhosen. Bereits um 21.00 werden sämtliche restlichen Garnituren aufgestellt, und als um 22.00 die restlichen Austriafans, wie bei einer Prozession über die Alpstraße daher pilgerten, war der Platz bis auf den letzen Stehplatz gefüllt.
Eine Riesenfreude konnte Bierchef Günti Fitz dann noch unserem Ex-Mitglied und Dauerstänkerer Rudi von Kutz machen, indem er ihm ein kühles Blondes in ein lauwarmes Glas einschenkte, was Rudi nützen konnte um sich wahnsinnig darüber aufzuregen.
Wahnsinnig aufgeregt hat sich auch Kaffestand-Fensterguckerin Marianne, und zwar über jenen, Gott sei Dank Unbekannten, der das Hubwägeli so saublöd hingestellt hatte, daß sie in ihrer hektischen Art beim Rückwärtsgehen darüber stolperte. Ihren Todesschrei und die anschließenden Schimpfwörter konnte jedoch niemand hören, denn sie wurden von dem Mohren-Bank, den sie getragen hatte, regelrecht zugedeckt.
Viel ruhiger, dafür sparsam, und stets auf geringen Eigenverbrauch bedacht, ist da hingegen Konsum Gerda. Deshalb packte sie auch einen, vom Personal bereits angebissenen Hamburger in ein Löobli und verkaufte diesen.
Am Sonntag gestaltete die Jugendmusik die heilige Messe und anschließend noch ein Stück des Frühschoppens, ehe der Musikverein Gaißau aufspielte.
Als Nachmittagsunterhaltung wurde endlich auch mal was fürs Auge geboten. Dieser Programmpunkt wurde ganz alleine von Ute Weiß übernommen. In ihrem wahrlich 'arschknappen' Kleid, einem Wunderwerk der Verhüllungskunst unter dem Motto Weniger zeigt Mehr, ließ sie die Männerherzen höher schlagen.
Nachdem eine kleine Besetzung am späteren Nachmittag, für die wenigen Besucher bei brütender Hitze aufspielte, ließen wir das Fest langsam ausklingen.

31. 7. - 1. 8. 99 - Laubenfest Wehr - BRD :
Unser Ausflug beginnt am Samstagvormittag und führt uns zuerst mit dem Bus durch die anscheinend malerische Landschaft des Schweizer Bodenseeufers zu den Rheinfällen nach Schaffhausen. Hier machen wir die erste Pause, nicht zuletzt um die qualmenden Bremsen unseres Busses auskühlen zu lassen. Wir besichtigen die tosenden Wassermassen und warten dann, bis der Bus weiterfährt.
In Wehr angekommen beziehen wir unser Quartier, eine Turnhalle direkt neben dem Festplatz. Abgesehen von unseren älteren Mitgliedern Toni, Franz und Hellar werden alle dort hausen. Nicht zu vergessen jedoch unser Neo-Liebespaar Thomas und Claudi, die ein Flitterquartier mit Swimmingpool bekommen.
Nicht so gut wie diese beiden erwischen es Ivo und Gaby, sie haben zwar ein Separee in der Turnhalle, jedoch führt der Weg zum Klo genau durch ihr Schlafzimmer.
Die Zeit bis zum Abendessen nützen wir mit dem Besuch der nahegelegenen Eisdiele. Dachi Daniel hat sich schön und gut schmeckig gemacht. Angeregt durch das Studium einschlägiger Illustrierter im Bus, will er mit Adriana, der heißblütigen, italienischen Bedienung anbandeln. Mehr als einen kalten Eiskaffee gibt's aber nicht.
Von 20.00 bis 22.00 spielen wir dann auf der Bühne vor einem begeisterten und sehr zahlreich erschienenem Publikum. Dementsprechend ist auch die Stimmung unter uns Musikanten sehr gut.
Nach unserer Rasenshow spielen wir zum krönenden Abschluß 'Aller Ehren ist Östereich voll', hier wohl besser bekannt als 'Deutschland, Deutschland über alles'.
Mätti Holzer will uns dabei noch beweisen wie unendlich lange eine Halbe Pause sein kann, wenn man den Soloschlag vergißt.
Nach unserem Spiel fragen sich einige Musikanten zu recht, weshalb wir eigentlich unseren Gaststar und Oberhandorgler Moosbrugger Josef mitgenommen hätten. Er hatte sich in den zwei Stunden so zugeschüttet, daß man ihn eigentlich fragen hätte sollen, weshalb er denn seine Handorgel mitgenommen habe. Umsonst, denn spielen konnte er nicht mehr.
Punkt null Uhr können wir dann mit unserer Anna-Eva Schwentner auf deren 18. Geburtstag anstoßen. Als Geschenk wird ihr ein Harder Posaunist überreicht, den sie liebend gerne annimmt.
Apropos Harder. Wir werden künftig unsere Aushilfen von einem anderen Ort beziehen, denn diese Harder Musikanten sind so unverschämt, daß sie jedesmal eines unserer Mädchen mitnehmen. Zuerst Sandra, dann Judith und jetzt auch noch Eva.
Bei bester Stimmung verbringen wir den Rest des Abends und genießen das reichhaltige Angebot an Getränken in vollen Zügen.
Daß Salzinger Florian und Hämmerle Frank um 2.00 vom Heimleiter nach Hause geschickt wurden, fanden sie im wahrsten Sinne des Wortes zum Kotzen und zwar im Schlafsack vor der Turnhalle. Daß Alkohol die geheimsten Wünsche zu Tage bringt beweisen Anita Eberle und Mirjam Hagen. Beide rufen immer wieder lautstark und voll Stolz: "Dach ischt minna!" Dabei merken sie aber nicht, daß sie nur einen Mätti zwischen sich haben.
Gegen Morgen rücken dann auch die letzten Musikanten ins Quartier ein. Hier konnten und können einige natürlich keine Ruhe geben, was besonders Claus Karitnig nicht schlafen läßt.
Dachi, ob seiner verschmähten Liebe frustriert, aber immer noch heißblütig, will zu Irene Walser schleichen. Dabei stolpert er aber über einen Fleischberg namens Winter Manfred und zieht sich deshalb ernüchtert wieder auf seine Matratze zurück.
Irene, die gerade ihren zweiten Frühling durchlebt, kann dies nicht fassen und schreit lautstark: "Weönni, komm du, Dachi kann nömma!", aber dieser schläft auch schon tief und fest.
Als Heimleiter Erich versucht Autorität zu beweisen und extra aus seinem Schlafsack kriecht, um einige Störenfriede zurechtzuweisen, fällt der Spruch: "Leg wänigstens a Hos a, wänd mit mr schnourascht!"
Der Sonntag verläuft dann entsprechend müde und zäh. Nach dem gemeinsamen Frühstück nehmen wir das gemeinsame Mittagessen zu uns. Wir spielen dann noch 2 Stunden vor einem fast leeren Platz und bereiten uns dann auf die Heimfahrt vor.
Da wir die wunderbare Landschaft auf der Herfahrt schon gesehen haben, nehmen wir diesmal den schnelleren Weg über die Autobahn.
Einige der nächtlichen Störenfriede wären jetzt endlich müde und würden sich gerne ein Nickerchen gönnen, doch Claus Karitnig ist sehr darauf bedacht, daß diese jetzt auch nicht zur Ruhe kommen - hätten sie in der Nacht geschlafen.
So beenden wir alle zufrieden und sehr unausgeschlafen diese Konzertreise.

Die nun beginnende Sommerpause möchte ich dazu nützen, um einige Anekdoten aus dem Vereinsleben zu erzählen die nirgends dazu passen, aber im Laufe des Jahres einfach so passiert sind:

Da waren z.B. Daniel Steinhofer und Johannes Fitz, die beobachtet wurden, wie sie die Maisammlung mit dem Auto durchführten und so von Haus zu Haus fuhren.

Als fleißige Maisammlerin entpuppte sich auch Claudia Vetter. Sie geht nach der Samstag-Probe sammeln, weil sie, nach einer Woche Hausarrest, am Vortag erst um 5.30 morgens heimkam und sich deshalb noch nicht nach Hause traut.

Einsatzbereitschaft beim Sammeln zeigten auch Dackel Daniel und Fux Erich. Sie opfern einen ganzen Abend und einen halben Morgen für eine Station. Nachdem sie sich Tags zuvor telefonisch angemeldet haben, radeln die beiden um 19.00 zu Mario Geuslers Haus im Binsenfeld. Nach dem Aperitif und der Vorspeise werden riesige Steaks in die Pfanne geworfen und nach dem Nachtisch werden die edelsten Zigarren geraucht. Der Qualm wird mit etlichen Bieren, Cognac und Whiskey hinuntergespült und als Draufgabe gibt's noch eine kräftige Spende für den Verein. Als die beiden Sammler gegen 3.00 morgens nach Hause radeln und dabei an den nächsten Morgen denken sind sich beide einig - Sammeln ist kein Vergnügen, aber man soll das Beste daraus machen.

Spät heimkommen immer auch die Jasser. Jedoch Daniel Hämmerle klemmt meistens früher ab. So sagt er z.B. um halb fünf am Morgen, daß er auf's Klo muß, statt dessen haut er, ohne sich zu verabschieden, einfach ab.
Dafür war er wieder dabei, als eine Probe ausfällt und die Jasser aus Macht der Gewohnheit dafür eine Partieprobe in der Regina abhalten. Auch Ehrenrobert gesellt sich nach einigen Irrfahrten zwischen Regina und Musiheim schlußendlich auch noch dazu.

Apropos Irrfahrt: Unsere Eva suchte nach der Probe einen Chauffeur, der sie an den Wiesenrain kutschieren sollte. Thomas bot sich freundlicherweise an und Eva freute sich, endlich mal in einem großen Auto mitfahren zu können. Um so blöder schaute sie, als Thomas seinen Drahtesel bestieg und davon radelte, weil er gar nicht mit dem Auto da war...

Und genau dieser Thomas war es, der Anfang Jahr Sprüche machte, er werde null Fehlproben haben. Ob dieser waghalsigen Ankündigung erklären sich spontan einige Vereinsmitglieder bereit, in diesem Falle ohne Gegenleistung ein Faß Bier zu zahlen. Es waren dies Eike Grabher, Notenspender Grabher Kurt, Claus Karitnig, Gaby König, Daniel Hämmerle (2x), Erich Scheffknecht, Anton Vogelmann, Ivo Warenitsch, und Irene Walser, was 10 Faß Bier bedeuten würde. Im Gegenzug wird Thomas einen Briand zahlen.
Um es vorwegzunehmen, er schaffte das fast unmöglich scheinende wirklich, jedoch nicht ohne Schwierigkeiten. Da war z.B. eine Sonntagprobe vor dem Osterkonzert, wo er extra mit dem Schidoo von einer Damülser Alphütte fahren mußte und bei der anschließenden Fahrt zum Musiheim auch noch eine saftige Radarstrafe ausfaßte.
Am Weißen Sonntag wäre er wie bereits erwähnt, fast einer Fehlprobe erlegen. Auch war er pünktlich um 20.30 auf einer Partieprobe, obwohl er um 19.00 noch in Innsbruck war.
Auch wenn einige Bierfaßwetter tief in die Tasche greifen mußten, gratulieren wir alle recht herzlich zu dieser Leistung und sagen nur: "Thomas, mach weiter so !"

Merkwürdig war es auch, daß ausgerechnet unser Ivo auf einer Probe meinte, daß es 'haarsträubend' sei. Daß niemand lachte, war sicher nicht auf seinen schütteren Haarwuchs zurückzuführen.
Pflichtbewußt, ordnungsliebend und immer bemüht auf dem aktuellsten Stand zu sein, wie unsere Schlagwerker nun mal sind, meldet Andi Vetter, der beim Schönfeldmarsch die kleine Trommel spielt, er hätte noch eine alte Ausgabe der Noten. Mätti stellt jedoch fest, daß es sich um Noten für die große Trommel handelt.

Diese Schlagwerker schaffen es dann auch zwei Monate lang nicht, einen neuen Trommelschlegel zu besorgen, bis es Thomas Grabher zu blöd wird und er Ihnen einen vom Hinteregger aus Wolfurt mitbringt. Mäcki Grabher meint dann zum Dank, daß es bei Drums and Percussion in Lustenau die besseren gegeben hätte.

Einer dieser Schlagwerker ist eben auch Mäcki Grabher. Er erzählt im Lustenauer Hof einen Witz und erschießt dabei mit seinem Turnschuh fast unsern Ehrenvorstand. Bevor Robert jedoch den Ernst der Lage überrissen hat, hat sich Mäcki jedoch schon in aller Form entschuldigt und den Turnschuh wieder angezogen.

Bei solchen Aktionen ist es nicht verwunderlich, wenn sich Robert zwar wohlwollend über unsere vielen Jungen im Verein äußert, ihm jedoch beim Betrachten der Altersstruktur unseres Vereines das eigentliche Mittelalter, und dabei meint er Leute wie Konsum Werner, fehlen würde. (Anmerkung der Redaktion: Werner ist das älteste Mitglied des Vereines.)

Einer dieser mittelalterlichen Typen ist auch Winters Franz. Er weigert sich strikte, anläßlich seines 60. Geburtstages einen Marsch zu dirigieren, denn die würden bei uns am Schluß der Probe immer so furchtbar scheußlich klingen - ob dies der wahre Grund war?

Ganz kurzfristig spielt dann noch eine kleine Gruppe von Musikanten beim Empfang des Hundianer-Weltmeisters. Ehren-Robert gibt uns immer die Einsätze und wir spielen feierliche Stücke wie Taripolka, Steirischer Brauch, Wälderbähnle usw.
Zu späterer Stunde, nach etlichen kleinen Bieren, wetten Dachdecker Daniel und eben dieser Robert dann um einen Briend für d'Musi, daß es Daniel schaffen wird, eine der hübschen Hundianerinnen am folgenden Freitag zu einem Jass mit ins Musiheim zu bringen - Daniel schafft dies mit anscheinend viel Überredungskunst.
Zu unser aller Enttäuschung will Robert aber nichts mehr von dieser Wette wissen und bezahlt die Jause aus unserer eingespielten Gage. 'Hallo' - das ist aber nicht die feine Art."
Lieber Robert, falls Du ein schlechtes Gewissen hast, zahl den Briend und Du bist befreit von dieser Last ! "

Beim 'Lustenauer Schüblingschießen' nimmt auch eine Mannschaft unseres Verins teil. Martina Hagen, Wölk Angelika, Grabher Thomas und Erich Scheffknecht belegen dabei den sensationellen 2. Rang.
Aus den dabei erschossenen 43 Schüblingen gibt's auf der folgenden Probe Wurstsalat, was sonst.
Daniel Hämmerle bewahrheitet dabei wiedermal den Spruch, daß die Gier eine Sau ist, denn er schöpft dabei so saugierig, daß er seinen Teller nicht ausessen kann, während einige der hungrigen Vereinsmitglieder auf einen Nachschlag verzichten müssen.

Auf einer Probe im Herbst bewunderte Claus Karitnig den lässigen Pullover von Claudi Vetter. Einen ähnlichen hatte er auch mal gehabt, suchte diesen aber schon seit einigen Monaten. Claudi mußte schließlich eingestehen, daß sie diesen beim Sommerfest ausgeliehen hatte und mittlerweile in ihre Garderobe übernommen hatte. - Rambach's Fini läßt grüßen !

28. 8. 99 - Ständchen 60 Jahre Frau Bayer-Kartonagen:
Nach unserer Sommerpause bringen wir dort als Geburtstagsüberraschung ein längst bezahltes Ständchen.
Robert wartet währenddessen geduldig und geldgierig an der Seite des Juniorchefs auf die versprochene Gage. Er wartet aber umsonst und schaut etwas betrübt, als der ausgemachte Betrag dem anderen Scheffknecht in die Tasche geschoben wird.

3. 9. 99 - Eröffnung Unterlandbus - Blauer Platz
Wir umrahmen den Festakt und in unseren Pausen darf jedesmal einer der zahlreich erschienenen Prominenten aus Politik und Kirche eine Ansprache halten.
Ivo hätte dann fast das neue Bussystem in Anspruch nehmen müssen. Er hatte seinen Autoschlüssel an Judith Hämmerle verliehen, diese gab ihn weiter an Eva und diese gab ihn weiter an Klaus, der ihn schließlich in Judiths Auto liegenließ, mit dem anschließend Evas Bruder fortfuhr. Erst dank modernster Handytechnik konnte der in der Küblerdynastie verschollene Schlüssel schließlich wieder beschafft werden.
Ein anderer, wesentlich älterer Kübler namens Werner, fiel wieder einmal durch falsche Kleidung auf. Diesmal waren es zwar keine roten Socken, aber die Kordel hatte er trotzdem auf der falschen Seite.

5. 9. 99 - Kilbi Hasenfeld
Bei wunderbarem Wetter spielen wir den Frühschoppen auf dem Hasenfelder Kirchplatz. Nach den vorangegangenen Rücktrittsdrohungen unseres Kapellers war es auffallend, wie alles klappte und wie diszipliniert unser Haufen plötzlich sein konnte. Jedenfalls eine schlechte Ausrückung für den Chronisten - es gab keine erwähnenswerten Besonderheiten.

25. 9. 99 - Vereinsminigolf:
Der dritte Cup-Wettbewerb muß auf Grund des schlechten Wetters kurzfristig von MiniGolf auf MiniPfeil umdisponiert werden.
Thomas Grabher bringt einen Dart-Automaten ins Musiheim und schon kann's losgehen. Ivo Warenitsch gewinnt vor Sandra Hollenstein und Jungmusikant Johannes Hämmerle.
Günt Fitz, beim Pfeilwerfen eher unterdurchschnittlich, glaubt sich dann beim anschließenden Jaß eher überdurchschnittlich. Auf alle Fälle will er, so wörtlich zitiert unserem Thomas das 1x1 des Jassens beibringen. 2x20 ist schlußendlich aber 40 und so viele Schillinge bezahlen die beiden 1x1 Jasser auch an Erich und Eike.

10. 10. 99 - Kilbi Lustenau :
An diesem strahlenden Kilbisonntag versucht Bürgermeister Hans-Dieter Grabher verzweifelt das Bierfaß anzustechen. Daß dies erst nach einigen Versuchen glückt, führt er auf den gefrorenen Gummi an der Pipe zurück. Ob die Zeugung unseres Eike seinerzeit auf den selben Umstand zurückzuführen war, läßt dessen nordischer Name vermuten.
Das anschließende Frühschoppenkonzert absolvieren wir mit Bravour, wobei sich einige der zig tausend Besucher sogar zu einem Applaus hinreißen lassen.
Einige dieser Besucher müssen geglaubt haben, daß wir eine gelbe, schlitzäugige Aushilfe auf der Bühne hätten, es war jedoch nur unser Huber Werner, vom vortägigen 40er-Fest unseres Fähnrichs noch etwas blaß und mit schlaflos zugeschwollenen Augen.
Auch Sperger Julia wirkte mit ihrer selbstgemachten Frisur etwas befremdend, hatte sie ja doch mehr Spängeli als Haare auf ihrem wirren Kopf.
Sehr zum guten Ruf ihres Registers trugen Philipp und Florian bei. Denn während der ganze Verein half, die Schlagzeugutensilien ins Vereinsheim zu schaffen, radelten die beiden seelenruhig und mit leeren Händen an den Scherpas vorbei. (Wer die Arbeit kennt und sich nicht drückt, der ist verrückt.)
Eine Woche später wurden dann vier Marschbücher und eine kleine Mappe beim Vorstand abgegeben - von welchem Register läßt sich unschwer erraten.

22. 10 - 25. 10. 99 - Bläserwochenende Damüls :
Schon fast traditionsgemäß verbringen 35 Musikanten ein Intensivwochenende im Hause Tscharanti in Damüls.
Nach intensivem Proben, wurde dann am Abend auch so intensiv Geselligkeit betrieben, daß am Sonntag neues Bier importiert werden mußte.
Intensiv waren auch die Gase von Hausherr Daniel. Er wollte unsern Köchinnen schmeicheln und meinte, daß es in der Küche nach vielen wohlduftenden Parfüms schmecke. Petra meinte jedoch nur: "Abr dins steönkt am meischtö!"
Ob dieser Abfuhr machte er den Jassern das Leben oder eigentlich die Nase schwer, daß diese nicht mehr klar denken konnten. So auf jeden Fall Claudi Vetter, denn sie rief plötzlich sehr aufgeregt: "o'jeh, jetz han i dö Wies vergeösso, abr i het eh nid könnö."
Als dann einige unserer alten Jungen einen Abendspaziergang unternehmen und sich dabei durch alte Kopftücher und Mützen gegen die Kälte schützen, werden sie von einem Damülser Bauern für Mitglieder einer Schlepperbande gehalten.
Wie deutsche Touristen müssen sich am folgenden Tag Sandra, Judith, Martina und Jens benommen haben, denn als einer von ihnen bei der Besteigung des Portlahorns in ein Sumpfloch watet, tappen die anderen drei wie Kühe hinterher, so daß schließlich alle vier bis zu den Knien im Sumpf stecken und sich nasse Haxen holen.
Nochmals ein aufrichtiger Dank an den Tscharanti-Clan, mit der gleichzeitigen Bitte für eine Wiederholung im nächsten Jahr.

7. 11. 99 - Seelensonntag :
Wir gestalten den kompletten Gottesdienst. Pfarrer Drexel beweist dabei Standfestigkeit, denn er läßt sich auch von den völlig deplazierten Stimmtönen, die ihm Daniel Steinhofer vom Chor her entgegen schmettert, nicht dazu verleiten, die Predigt zu singen.
Anschließend umrahmen wir die Kriegerehrung vor dem Kriegerdenkmal. Der Wettergott meinte es gut mit uns, so daß wir bei halbwegs annehmbaren Temperaturen die Ansprache von HS-Lehrer i.R. Josef Grabher gut überstehen, denn eigentlich wäre nur Eike mit seinen strahlend weißen, langen Unterhosen für schlechteres Wetter gerüstet gewesen.

13. 11. 99 - Ständchen 70 Jahre EM Hermann Vetter:
Wir marschieren mit klingendem Spiel zum Hause unseres ehemaligen Hornisten, Geusler's Hermann, Speichenwirt zu Lustenau, um ihm musikalisch zu seinem runden Geburtstag zu gratulieren. Eva, unsere rechte Flügelfrau in der ersten Reihe wollte wahrscheinlich zum Nachbar, denn als der ganze Verein links abbog, marschierte sie einfach geradeaus weiter. Eigentlich müßte man sich ja nach rechts ausrichten, aber dann wären wir nie zum Geusler gekommen. Gewundert hat sich anschließend auch Geuslersohn Mario, denn der ganze Verein hatte nur 10 Pfiff aus den bereitgestellten zwei Kisten getrunken und das waren weit weniger als normalerweise die beiden Sammler, die jährlich bei ihm vorbeikommen, zu zweit vertilgen.

20. 11. 99 - Probennachmittag mit anschließendem Vereinskegeln:
Nach intensiver Proberei unterbrochen durch eine Kaffeepause und anschließendem Abendessen in Vereinsheim, gespendet von EM Hermann Vetter, absolvieren wir im überfüllten Sporthotel unseren 4. Cup-Bewerb - das Kegeln.
Es gewinnt Thomas Grabher vor Ivo Warenitsch und Klaus Hämmerle.

27. 11. 99 - Herbstkonzert:
Nach einer anstrengenden Vorbereitungszeit absolvieren wir unseren Jahreshöhepunkt, das Herbstkonzert, im ausverkauften Reichshofsaal vor einem begeisterten Publikum.
Große Hochachtung muß man den Schlagwerkern entgegenbringen, denn sie ließen ihre Trommelschlegel nicht etwa während eines Stückes zu Boden prasseln, sondern warteten damit bis zum Ende eines Stückes. Auf diese Weise konnte es aber wenigstens jeder im Saal hören.
Nach dem Konzert stärkten wir uns mit Knoblauch und Konsorten, ehe wir in Ivo's fast fertigem Rohbau zu Dachdecker Daniels Geburtstagsparty eingeladen waren. Das Geburtstagskind mußte seiner Party jedoch wegen Trunkenheit fernbleiben. Dies hinderte jedoch die größten und kleinsten Trommler, es waren Mätti, Salzi und Mäcki, nicht, zu sehr später Stunde vorbeizuschauen um dann noch sämtliche Pfannen auszuessen - ca. 10 Portinen. - Sperrstunde war um 6.00.

28. 11. 99 - Gedächnisgottesdienst:
In der Kathedrale zu Peter und Paul gedenken wir der verstorbenen Mitglieder unseres Vereines.
Zur Großen Freude und Verwunderung aller erscheint auch Thomas Grabher und sichert sich damit die Chancen für eine weitere Null-Runde. Dachi lädt anschließend in den Sticker um die Schmach vom Vortag wieder gutzumachen.

24. 12. 99 - Mette
Zwei kleine Gruppen von Blechbläsern spielen vor und nach der Heiligen Mette jeiweils in der Pfarre Peter und Paul und in der Pfarre zum Guten Hirten Hasenfeld, wo auch noch die Heilige Mette gestaltet wird.

In der Hoffnung, niemanden vergessen oder gar beleidigt zu haben, schließe ich hiermit meine Aufzeichnungen über das abgelaufene Vereinsjahr.

Lustenau, 31.12.1999
Der Chronist - Erich Scheffknecht