Chronik des Musikverein Lustenau für das Jahr 2002 5.1.2002 - 54. Jahreshauptversammlung - Vereinsheim Diese verläuft ruhig, wie fast immer. Dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt, demonstriert uns Familie Holzer, denn Petra wirft schon zu Beginn die Tagesordnung, anstatt des Wahlzettels in die Wahlurne. Der Heller hingegen wählt ordnungsgemäß, hat dies aber bis zum Ende der Versammlung vergessen und als Werner aufstehen will, um das Essen zu holen, meint Helmut zu ihm, er müsse noch warten, denn es werde jetzt noch abgestimmt.
Die Jasser halten es wie immer sehr lange aus und es ist 6.00 Früh, als es den kleinen Huber Werner auf dem spiegelglatt gefrorenen Vereinsheimplatz natürlich genau auf seine eh schon lädierte Nase haut. Auch Dachi Daniel nützt die Gunst der späten Stunde und sammelt in einem, wie er glaubt unbeobachtetem Augenblick, die Preise, die einige Mitglieder vergessen haben, zusammen und nimmt sie mit nach Hause. Einem aufmerksamen Chronisten entgeht dies aber nicht und deshalb bringt Daniel Tage später eine Sporttasche, diverse CD’s, eine Kappe, ein Maßband und ein Buch reumütig ins Vereinsheim zurück. 10.2.2002 - Faschingsumzug – Lustenau Unser Motto heuer lautet ‘Rot-Schwarz’ Besonders viel hat sich Petra Holzer angetan und kommt im ganz normalen schwarzen Häs. Um dem Motto schwarz-rot jedoch gerecht zu werden, hat sie sich immerhin die Backen rot angemalt. Auch Marco ist zwar rot-schwarz gekleidet, marschiert aber bei der Funkenzunft mit. 17.2.2002 - Vereinsschirennnen Unter keinem guten Stern steht auch heuer das Vereinsschirennen - Dachi wollte hoch hinaus und hat heuer extra die Pisten von Damüls reserviert, denn nach 27 Jahren Sibratsgfäll wollte man doch mal in einem Nobelschiort fahren. Gegen das Wetter kann aber auch er nichts machen und unseren ganz Jungen war’s eh recht, denn die hätte man sowieso nicht mitgelassen. Aber vielleicht klappt’s ja dann nächstes Jahr, denn aller Guten Dinge sind 3. 1.4.2002 - Osterfrühschoppen - Reichshofsaal Wir schreiben den ersten April des Jahres 2002 - eine Putzfrau namens Jens Weber fegt mit dem Staubsauger durch die unendlichen Weiten des Reichshofsaales, ehe wir ihn erlösen und mit klingendem Spiel auf die bis dahin noch leere Bühne einmarschieren. Beim Solostück für vier Staubsauger und großes Blasorchester kann Jens dann weistersaugen, jedoch nur bis die Sauger vor seinen Augen von Jägermeister Fux brutalst niedergeschossen werden. ‚Immer kleiner’ wird dann beim nächsten Stück die Klarinette von Gaby, die anscheinend noch auf den Zug sollte und dadurch ein stressiges Solostück zu bewältigen hat. Nach einem Abstecher zurück in die 30er Jahre, wo wir Melodien der ‚Comedien Harmonists’ zum Besten geben, spielen wir mit ‚Instant Concert’ eine Mixtur, zusammengesetzt aus über 30 bekannten Melodien, die wir mit vielen Showeinlagen untermalen. Und hier hätte sich fast ein Traum von Hannes Fitz erfüllt, denn er durfte seine hübsche Registerkollegin Vanessa Waibel heiraten und ihr ein Küsschen auf die Wangen drücken. Stück vorbei - Traum vorbei. Nach der Pause dürfen wir dann denn kanadischen Solosänger Kevin McDonald musikalisch begleiten. Dies war nicht wie viele Zuhörer glaubten, Ivos Bruder, aber die Beiden verwenden wahrscheinlich das selbe Poliertuch für ihre Glatzen. Nun kam auch unsere Bigband zum Einsatz und konnte mit fetzigen Rhythmen die Zuhörer begeistern. Nach der Büttenrede von Harry König, dem designierten Obmann seines neuen Gönnervereins, lief den Zuhörern im wahrsten Sinne des Wortes das Wasser im Mund zusammen, jedoch nur, weil ihnen Sandra zum Abschluss je ein riesiges Stück Ostertorte versprach und jedoch nur, bis sie merkten das dies leider ein Aprilscherz war. Beim anschließenden Essen im kleinen Saal bekamen dann ausgerechnet Vorstandfamilie Vogelmann und auch Graniti ihr Schnitzel erst zum Nachtisch. 17.4.2002 - Ständchen EM Hermann Grabher - Küblers Mandy Wir treffen uns bei unserem Fähnrich und schleichen uns von dort zum Haus des Jubilars, denn dort wartet Mandy auf seine Tochter, die ihn zum Essen einladen soll. Stattdessen kommen wir - er ist völlig überrascht. Mit klingendem Spiel marschieren wir zurück zu Kurts neuem Domizil, wo wir von einem reichhaltigen Buffet erwartet werden. Viel lernen muss noch unser Schlagwerker Florian König, denn er merkt nicht, dass seine weißen Socken nicht zu seinen roten Schulterpolstern passen. Passen tut dafür die Vereinsfahne genau ins Stiegenloch. Kurt hatte sie, wie er versichert, ganz vorsichtig dorthin gelegt und es sah nur so aus, als hätte er sie in großer Eile einfach da hinunter geschmissen. Auf der nächsten Probe werden dann ein übriggebliebenes Mundstück von Hellar Holzer und das Marschbuch von Toni Vogelmann abgegeben. Unsere Jungpensionisten - Alzheimer lässt grüßen. 28.4.2002 - Tag der Blasmusik Nach einem ausgiebigen Frühstück, gespendet und organisiert von Sophie machen wir uns mit unseren Aushilfen Mäthi Holzer, Mäcki Grabher, PeterSchelling, Reini Schäfer und Johannes Alge auf den Weg. Julia Sperger trägt ihre Haare heute offen, damit man den Knutschfleck an ihrem Hals nicht sehen kann. Mit durstiger Kehle marschieren wir durch Kirchstrasse, Kneippstrasse, Schillerstrasse, Reichsstrasse, Rudolfstrasse, Goethestrasse, Roseggerstrasse, Felderstrasse, Schillerstrasse, Pontenstrasse, bis es endlich bei Ehrenmitglied Cooper die erste Station gibt. Und auch hier können wir von Glück sprechen, dass es was zu essen gibt, denn von den zwei Brezeln die er beim Aicher bestellt hatte, war diesem schon in den frühen Morgenstunden einer davon geklaut worden. Erst als Vorstand Vogelmann stressig zum Abmarsch drängt, marschieren wir weiter über die Radetzkystrasse, wo bei Isidors unsere Jause in finanzieller Form an Ehrenvorstand Robert übergeben wird. Beim Spiess gibt es dann nur was zu trinken, aber das dafür reichlich. Weiter geht’s durch die verwinkelten Gassen des Mühlefeldes, wo wir bei Familie Hämmerle Markus und Martha eine nicht gerade klassische Gerstensuppe, die den Vergleich mit einer dünnen Gemüsesuppe nicht zu scheuen brauchte, serviert bekommen. Wir bedanken uns mit einigen Auswendigen. Groß aufgetischt ist bei Horeschy’s - mit Grillspeck, Leberkäse und frischen Brötchen, Kaffee und Kuchen, Limo, Wein und Bier werden wir verwöhnt und zum Nachtisch dürfen wir die Privatbrennerei von Sohn Harti besichtigen. Am Blauen Platz läuft uns dann noch der Dornbirner Musikschuldirektor Simma über den Weg. Natürlich darf der Chef unseres Ivo sofort einen Marsch dirigieren und will uns dafür bei Chrisi auf eine Runde einladen. Ivo wehrt dankend ab - dies sei zu teuer, er soll nur mal eine Runde im Heim bezahlen Ob wir auch so lange darauf warten werden, wie seinerzeit bei einem anderen Musikschuldirektor? Beim Vereinsheim bedanken wir uns bei Sophie fürs Frühstück mit einem Marsch und machen uns umgehend auf zu Vogelmanns, wo wir zum Abschluss der Oma zum Geburtstag aufspielen. Graniti spielt erst später mit, denn er hatte beim Blank einen Radunfall und dort sein Mundstück verloren. Beobachtet wurde dies alles von einem alternden Herrn mit Fahrrad, der die ganze Strecke hinter uns hergeradelt war - früher waren dies Sailers Helmut und Küblers Hermann - ihr Nachfolger heißt nun Kübler Heinz. Graniti Steinhofer wurde nachher noch bei Tamara Holzer gesehen. Da er da aber anscheinend nicht zu Zuge kam, ging man unter dem Motto ‘Alte Liebe rostet nicht’ anschießend noch zu Eveline Hämmerle auf ein Ständchen. Nicht vergessen möchte ich einige Anekdötchenen, die einfach so passiert sind, nirgends dazupassen, aber doch erwähnenswert sind: Dachi Daniel hat nach einer Probe um 23.00 beim Jassen schon soviel verloren, dass er entrüstet die Karten niederlegt und nach Hause fährt. Klaus Karitnig und Eike Grabher wollen aber noch nicht aufhören und fahren ihm nach in die Negrellistraße. Vor lauter Gastfreundschaft lässt er die beiden aber nicht in seine Wohnung, weil angeblich seine Freundin schon im Negligee wartet und knallt ihnen die Türe vor der Nase zu. Als Parkgenie erweist sich Petra Holzer, sie schafft es auf dem Vereinsheimplatz so zu parken, dass ca. 20 Autos auf einmal eingesperrt sind. Vanessa Waibel und Marco Hollenstein kommen mit vertauschten Trompeten auf die Probe - ob sie wohl zusammen geübt haben ? Dass es noch Mitglieder gibt, die mit allen Mitteln versuchen die zeitweise gedrückte Stimmung auf den Proben zu heben, beweist Tanja Vetter. Ihr aufreizender, schwarzer Stringtanga ist unter ihrer Hüfthose so gut sichtbar, dass die beiden dahintersitzenden Junggesellen Claus und Jens ihre Notenständer in die Höhe stellen müssen, um nicht abgelenkt zu werden und ihre Gedanken bei der Sache zu halten. Nach dem ich nun meine aktive Laufbahn beim Musikverein beendet habe, bleibt mir nur noch, euch allen für die vielen kameradschaftlichen und geselligen Jahre, die ich mit euch zusammen verbringen konnte, zu danken und euch viel Glück und Freude in eurem Musikverein Lustenau für die Zukunft zu wünschen. Euer langjähriges Mitglied und Chronist der letzen Jahre Erich Scheffknecht Nachdem sich Fux so schön von euch verabschiedet hat, wollen wir nun dasselbe tun – nein nicht verabschieden! – euch genauso schön begrüßen: Hoi mitonand! 5.5.2002 - Erstkommunion St. Peter und Paul – anschl. Rhema in Au/Heerbrugg Nachdem wir die Erstkommunikanten wie üblich von der Volksschule Kirchdorf bis zur Kirche geleitet haben, geht es zu den Eidgenossen, um die nachbarlichen Beziehungen zu pflegen. Wir spielen im Zelt auf und machen ordentlich Stimmung, die jedoch bald wieder sinkt – angesichts der horrenden Preise für die Verpflegung. Die meisten von uns gehen hungrig nach Hause und sehen, was der eigene Kühlschrank bietet. 9.5.2002 - Erstkommunion Hasenfeld und Prozession Wie schon öfters festgestellt, bereitet uns das langsame Marschieren in Anbetracht unseres jugendlichen Elans große Mühe, wobei die ebenfalls saujungen Schlagzeuger keine große Hilfe sind. Die einzige Actionszene bei dieser Ausrückung ist die Live-Bestrafung eines Motorradfahrers. Selbiger war ohne Helm und natürlich zu schnell unterwegs und dem Prozessionspolizisten ins Netz gegangen. 30.5.2002 - Fronleichnamsprozession Schon wieder prozessieren wir, diesmal im Kirchdorf! 14.6.2002 - Feuerwerksmusik am Blauen Platz Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100jährigen Jubiläum der Marktgemeinde Lustenau gestalten wir das Programm am Blauen Platz. Bei wahrhaft kaiserlichem Wetter spielen wir eine Stunde Unterhaltungsmusik als Vorgruppe zur Jugendmusik. Der Sänger und Pianist Kevin McDonald, welcher sich schon beim Osterfrühschoppen bewährt hat, steht diesmal allein auf der Bühne und beschert uns dadurch noch eine Stunde Erholungspause vor dem großen Auftritt. Imposanter Höhepunkt des Abends ist zweifellos die Aufführung der „Music for the Royal Fireworks“ von G. F. Händel vor inzwischen 5000 Zuschauern. Ein perfekt auf die Musik abgestimmtes Feuerwerk begeistert die Masse. Originalton eines ehemaligen Concordianers: „Das war das schönste, was ich seit langem gesehen und gehört habe.“ Auch für viele von uns war dies einer der berührendsten Momente im Musikantendasein. 15.6.2002 - Der ORF ruft, wir kommen Wir werfen uns in Schale sprich Uniform, verschwitzen diese augenblicklich, warten eine halbe Stunde, marschieren dann unter Anleitung von zwei sonnenbebrillten Tussis einmal quer über den Blauen Platz und sind schlussendlich drei (!!!) stolze Sekunden im Fernsehen zu sehen. Und das alles für einen Bericht, in dem nur alte Zöpfe von politisch gefärbten Vereinen wieder aufgewärmt werden. 16.6.2002 - Bezirksmusikfest in Lauterach Wir sind die Festmusik, das heißt, dass man als erste ins Zelt marschiert und natürlich ein gutes Bild machen muss. Wobei das pünktliche Erscheinen der 1. Flügelhörner unbedingt erforderlich ist – gell, Dachi! Unser Festführer Karl-Heinz Rüdisser hat eine besondere Beziehung zur Blasmusik, denn sein Sohn spielt Waldhorn bei der Bürgermusik Lauterach. Wie die beiden vorherigen Tage ist auch der Sonntag von einer Mörderhitze geprägt, was dazu führt, dass sich einige in der Bar Abkühlung verschaffen. Kein Gerücht ist, dass diesmal Unmengen von Wasser im Spiel waren – allerdings mehr in der äußerlichen Anwendung. 24.6.2002 - Auftritt am Mozarteum in Salzburg Unter dem Motto „hm-ta-ta“ bringt eine Abordnung des MVL den Akademikern die Blasmusik näher, was eine Professorin mit den Worten kommentiert: „Solche Töne hat dieses Haus noch nie vernommen.“ Dies alles geschieht im Rahmen der Diplomprüfung unseres Mitgliedes Gaby König, welche dafür einen Einser bekommt, weil wir so super waren. Die tollen Programme hat übrigens der Dachi gemacht. Dem Mineralwasser von Petra Holzer waren sie jedoch nicht gewachsen, sodass sie am Tag der Prüfung nocheinmal aus dem Ländle „eingeflogen“ werden mussten. 29.6.2002 - Hofsteigerfest in Bildstein Wir absolvieren einen Sternaufmarsch, was im Hochgebirge kein leichtes Unterfangen ist und stehen uns anschließend die Füße platt – aber nicht im Sperrbezirk, sondern auf dem einzigen ebenen Platz in Bildstein vor der Kirche. Was ziemlich lange dauert, weil zuerst eine Rasenshow geboten wird und die Militärmusik Vorarlberg noch den „Traum eines österreichischen Reservisten“ aufführt. Es ist uns heute noch nicht klar, warum ausgerechnet Graniti, der es sonst kaum erwarten kann, den ersten Schluck zu trinken, gleich das ganze Bier über Ulli Wölk und ihr Horn schüttete. 30.6.2002 - Pfarrars Hoschtat – Patrozinium St. Peter und Paul Der Sondervertrag zwischen Pfarrer und Petrus gilt auch dieses Jahr – wir schwitzen also erneut. Mit unserer Darbietung müssen wir zeitig aufhören, denn das Fußball-WM-Finale ruft und kann im Theresienheim auf Großbildschirm mitverfolgt werden. Wer den Ausgang und die Torschützen wissen will, soll sich bei Fußballprofi Jens Weber erkundigen. 7.7.2002 - Bezirksmusikfest in Egg Das Motto „Musik & Tracht“ macht beide „Dächi“ selig, weil dadurch soviele „Juppowibor“ herumspringen. Beim Umzug bleiben wir direkt vor der Fernsehkamera stehen, die den Dachi-Daniel in Großaufnahme filmt. Das veranlasst diesen dazu, zum ersten Mal einen Marsch ohne Ansatzpause durchzuspielen, was aber umsonst war, denn diese Szene wird später gar nicht gesendet. Der Festführer Herr Feldkircher lässt sich nicht lumpen und zeigt sich spendabel, wie es sich für ein ordentliches „Wäldarfäscht“ gehört. 31.8. – 5.9.2002 - Jugendmusiklager in Oberbildstein Das bewährte Kochteam Renate und Imbert Böhler verwöhnt Kinder und Betreuer mit kulinarischen Schmankerln wie zB Senfbuchteln. Trotz schlechtem Wetter verbringen wir ein tolles Lager – in musikalischer sowie menschlicher Hinsicht. Jens alias „dar Buur“ geht als Kinderschreck in die Lagergeschichte ein. 8.9. - Dornbirner Herbstmesse Im Lustenau-Zelt spielen die Jugendmusik und die Großen zur Unterhaltung auf. Seit diesem Auftritt vermisst Dachi-Stefan seinen „Musi-Schopen“. Sachdienliche Hinweise werden erbeten. 13.9.– 15.9.2002 - 1. Herbstfest Da im Sommer die Festtermine seit einigen Jahren immer dichter besetzt sind, weichen wir heuer zum ersten Mal auf einen Herbsttermin aus. Als besondere Attraktion haben wir am Freitagabend die Gruppen Fleisch&Fleisch und Mnozil Brass eingeladen. Dass an so einem Konzertabend Eintritt verlangt wird, stößt manchen Exmitgliedern natürlich auf – alle übrigen sind von diesem Abend hellauf begeistert, wie die zahlreichen Fotos beweisen. Die Bar ist heuer passend zu unserem Vorhaben „Vereinsheimumbau“ als Baustelle dekoriert. Ursula plündert ihren Arbeitgeber Nägelebau – Herzlichen Dank! Die Quartiereinteilung bereitet Sandra Hollenstein einiges Kopfzerbrechen, was vergeblich war, denn die Maissauer werfen die ganze Ordnung über den Haufen und machen sowieso was sie wollen. Am besten kommt dann eh noch Julia Sperger davon, die mit Otto einen tollen Hecht an Land gezogen hat. Etwas weniger Glück hat Jens, denn seine zwei Maissauer Mädels sperren ihn kurzerhand aus der eigenen Wohnung aus – warum wohl? Am Samstagabend sorgen die Stadtmusik Maissau und unsere kleine Besetzung für Stimmung im Zelt. Die aufwändig dekorierte Weinlaube mit einer Weinkarte, die sich sogar bei Kennern sehen lassen kann, ist auch heute wieder gut besucht. Wir danken dem Gönnerverein, der die Organisation übernommen hat. Die Feldmesse am Sonntag ist nur spärlich besucht, was entweder auf den zunehmenden Glaubenszerfall oder auf diverse Konkurrenzveranstaltungen zurückzuführen ist. Trotzdem klingt das Fest gemütlich aus. Abbauresümee beim Abschlussbriond von Vorstand Toni Vogelmann: Auf dem Fest gab es drei „Fast-Tote“ – der 1. sei er selbst gewesen, der 2. war Küblars Heinz und der 3. der Herr vom Zeltverleih, welcher mitsamt der Leiter umgefallen ist. Hellars Kommentar: „Deina ischt wänigschtons vrsichorat!“ Übrigens wurde noch einer gesichtet, der sich knapp am Tod vorbeigesoffen hat: Tscharantis Ernst, der nach seinem Barbesuch zuhause beim Zähneputzen eingeschlafen ist. Es ist noch nicht ganz sicher, ob wir ins Guinnessbuch der Rekorde aufgenommen werden, weil wir die jüngste und weiblichste Zeltaufbau- (und –abbau-)mannschaft sind. Der Herr vom Zeltverleih meinte: „Sind do blos Wibor bi dera Musig?“ – Wer ist von der Leiter gefallen, Herr Zeltverleiher? 30.11. - Herbstkonzert Bis auf kleine Hoppalas geht das Herbstkonzert unter dem Motto „Krieg und Frieden“ gut über die Bühne. So steht zB Marco passend zum Motto mit seinem Dämpfer auf Kriegsfuß – Wene will wieder einmal als Solist brillieren, diesmal indem er sein Instrument auf das Mikrofon wirft. Zur Verwunderung des Publikums setzen wir uns auch noch als Chor in Szene, und zwar bei der letzten Zugabe „As donklat ondro Bänka“. Dass unserem Kapeallar auch immer wieder etwas Neues einfällt ... Auch das gedruckte Programm ist diesmal etwas ganz besonderes, wie Instrumentendoktor Franz Straub aus Deutschland wohlwollend bemerkt - eine Meinung, die nicht alle teilen. Vorstand Anton Vogelmann werden die neuen Programme erst vorgeführt, nachdem er schon alle Kuverts im falschen Format beschriftet hat. Für diesen und andere mühevolle Verdienste in seiner 30jährigen Tätigkeit als Vorstand des MVL bekommt er auf dem Herbstkonzert den Ehrenring verliehen. Unser Vize Graniti hält eine gebührende Laudatio und Toni ist sehr erfreut über diese gelungene Überraschung. Wie immer führte das erfolgreiche Herbstkonzert zu diversen Nachfesten – eines beim Vorstand, eines beim Kapellmeister. Nachdem man dort vergeblich auf Hellars Erscheinen gewartet hatte, machte Sandra Hollenstein ihr Versprechen wahr und wackelte gemeinsam mit Wene als letzte nach Hause. 7.12. - Gedächtnisgottesdienst in der Kirche St. Peter und Paul Nach dem alljährlichen Gedächtnisgottesdienst sind heuer einige Vereinsmitglieder noch beim Lustenauer Advent im Einsatz. Es sind dies das Holzbläserquintett „No brass“ und das Blechbläserquintett „Noise to the world“. 14.12. - Fest der älteren Mitbürger Ganz sicher eine der größten Herausforderungen im musikalischen Jahr des MVL ist die Unterhaltung der älteren Mitbürger – mit kleinstmöglicher Besetzung üben wir uns im Pianissimo-Spiel. Gassenhauer wie die Tango-Souvenirs oder La Paloma dürfen dabei nicht fehlen. Einige von uns wagen sich anschließend noch aufs Glatteis in der Rheinhalle, wo sie beim 2. Skateathon des EHC Lustenau mitwirken. Fast so gut wie beim Eislaufen geht es mit den Auswendigen danach. 24.12. - S’Chrischtkendli kunnt Verschiedene Bläsergruppen unseres Vereins erfreuen die Christmettenbesucher im Kirchdorf und im Hasenfeld mit Weihnachtsliedern. 31.12.2002 - 1.1.2003 - Silvesterfest Im Musiheim rutschen viele vor allem jugendliche Musikanten unseres Vereins wohlbehalten ins neue Jahr. Ursula sorgt mit ihren Silvestergames für Spiel, Spaß und Spannung. Um den dafür erforderlichen Alkoholpegel zu erreichen, ist die Bowle mit ihren in purem Obstler eingelegten Früchten bestens geeignet. Und da war noch ... ... Vanessa Waibel, die davon überzeugt war, dass die beiden Dachi-Brüder Zwillinge sind. Fragt sich, für welchen von beiden das jetzt ein Kompliment ist. ... Günti Fitz, den es ein paar mal ganz blöd erwischt hat – er schaffte es, drei Proben hintereinander zu versäumen, obwohl er Zeit, Willen und Möglichkeit hatte zu kommen und zudem kein einziger Berg nach ihm rief. In der Hoffnung unserem Vorgänger Fux einigermaßen gerecht zu werden wünschen wir euch ein gutes neues (Vereins-)Jahr Eure ins kalte Wasser geworfenen Chronistinnen Sandra und Gaby Who is who beim MVL: | "No brass" | Martina Hagen – Querflöte Petra Holzer – Klarinette Denise Bösch – Klarinette Mirjam Hagen – Fagott Judith Hämmerle – Fagott | | "Noise to the world" | Daniel Steinhofer – Trompete Johannes Fitz – Trompete Stefan Hämmerle – Horn Ursula Kancz – Posaune Sandra Hollenstein – Tuba | | Hellar | Helmut Holzer (Flügelhorn) | | Dachi Daniel | Daniel Hämmerle (Flügelhorn) | | Dachi Stefan | Stefan Hämmerle (Horn) | | Petra | Petra Holzer (Klarinette) | | Marco | Marco Hollenstein (Trompete) | | Gaby | Gaby König (Klarinette, Schlagzeug) | | Kurt | Kurt Grabher (Fähnrich) | | Sophie | Sophie Heidegger (Musimama) | | Cooper | Walter Grabher (ehemals Saxofon) | | Graniti | Daniel Steinhofer (Trompete) | | Küblars Heinz | Heinz Hämmerle (ehemals Trompete) | | Ursula | Ursula Kancz (Posaune) | | Tscharantis Ernst | Ernst Hämmerle (Dachdecker und dipl. Schnauzpfleger) | | Wene | Werner Huber (Saxofon) |
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