| Jahreschronik 2005 |
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Chronik des Musikverein Lustenau für das Jahr 20058.1. 58. Jahreshauptversammlung Die drei kleinen Italiener Ivo, Gaby und Fiona Warenitsch lassen es sich nicht nehmen und reisen extra aus dem Piemont an, um beim Start ins neue Vereinsjahr dabei zu sein. Wie üblich schleicht sich auch heuer beim Becherrennen ein kleines Malheur ein: Diesmal sind zwar alle Becher da, aber Petra Holzer bekommt einen weißen statt einen blauen. 11.1. 1. Probe 4.3. Beerdigung unseres Ehrenmitglieds Hans Prantl „Dar Blau“ 28.3. Osterfrühschoppen Man merkt schon, dass das Publikum zur Fernsehgeneration gehört – die Hits sind allen bekannt und kommen sehr gut an. 1.4. Ständli 100 Jahre Stefanie Vogel 3.4. Erstkommunion St. Peter und Paul 21.4. Marschprobe 23.4. Ständli zur Eröffnung des Figurstudios „bellissima“ 1.5. Maiweckruf – die I. Hannah Fitz gesellt sich erst in dem Moment dazu, als der Verein an ihrem Haus vorbeimarschiert. Stabführer Stefan Hämmerle beweist nach der gelungenen Probe auch Nerven bei der ersten Ausrückung und befehligt die MVL-Truppe sensationell. Als Eva-Maria Dengg von der Abschlussstation bei Vogelmanns nach Hause möchte, wird sie kurzerhand in den Swimmingpool von Karin Heidegger geworfen. Ihr folgt im Verlauf des Tages nahezu der gesamte Verein – in Uniform versteht sich. Vielleicht weil er keine Schwimmuniform besitzt, zieht sich Nachbar und Lehrerobergewerkschafter Hermann Hämmerle „budlnacki“ aus, bevor er sich ins kühlende Nass begibt. Ariane Viller trinkt soviele Schnäpse, dass Claus Karitnig ihr androhen muss, sie nicht mehr mit nach Dornbirn zu nehmen. Erst in den späten Abendstunden bricht man bei Vogelmanns die Zelte ab. Mirjam Hagen und Stefan „Dachi“ Hämmerle flüstern sich nach längerem Hin und Her etwas in den Mund. Wer nicht weiß, was das bedeutet, soll sich einmal den Film „Harry und Sally“ anschauen. Als Stefan später eine eher abwehrende Haltung einnimmt - der Alkoholspiegel hat wohl langsam abgenommen – meint Mäki „Cooper“ Grabher, dass er die Welt nicht mehr verstehe. 4.5. Ständchen für Bürgermeister und Vizebürgermeister 5.5. Christi Himmelfahrt – Prozession (gleichzeitig Erstkommunion Hasenfeld) 14.5. Ständchen 60 Jahre Pfarrer Josef Drexel 15.5. Maiweckruf – die II. Es nieselt und die Stationen sind folgende: Im Vorach kehren wir bei Hellar (Helmut Holzer) ein. Beim Abmarsch merkt dieser nicht sofort, dass ihm ein paar gemeine Kollegen sein Marschbuch mit einer Hornstimme vertauscht haben. Danach gehts ins Binsenfeld zu Fonso Heinz (Heinz Hagen) und dann ins Mähdle zu unserem Saxofonisten Werner Huber. Als Abschluss besuchen wir nochmals den Pfarrer und spielen beim Kirchturm zur Pfingstagape. Beim Marsch „Zur Feier des Tages“ vergisst Graniti (Daniel Steinhofer) eine Wiederholung, worauf der halbe Verein mit ihm mitspielt, die andere Hälfte jedoch nicht. Am Schluss sind aber alle gleichzeitig fertig. Der Tag trudelt mit Barbecue beim Musiheim aus. 5.6. Bezirksmusikfest Feldkirch 12.6. Landesnachwuchswettbewerb Am Bach in Götzis 2.7. Landesfeuerwehrfest Lustenau 3.7. Pfarrfest St. Peter und Paul 10.7. Ständchen für Pfarrer Willi Schwärzler 23.8. 1. Probe nach der Sommerpause 28.8. 200 Jahre Gemeinde Au-Heerbrugg 3.9.- 8.9. JUMU-Lager in Oberbildstein Unter dem Motto „Der Schuh des Manitu“ werden ein Kinoabend, ein Aufführungsabend, eine Wasserrutsche, eine Spritzpistolenschlacht, eine Disco und vieles mehr gestaltet. Und geübt wird nebenher auch noch ein bisschen. 9.9. Hochzeit Angelika Wölk Und was machen wir inzwischen? Wir marschieren kurz entschlossen zu Heinz Hämmerle (Küblars) auf einen schnellen Aperitif vor dem Houozi-Ständli. 11.9. Kilbi Hasenfeld Das Wetter aber spielt leider nicht mit und das ganze muss in den Pfarrsaal verlegt werden. Der Besucherandrang ist nicht gerade berauschend und dementsprechend auch der Umsatz. Anschl. Abschlusskonzert der Junior-Musi und Jugendmusik Am frühen Abend gibt die Jugend im Musiheim zum besten, was sie im JUMU-Lager gelernt hat. Mittlerweile spielt das Wetter auch wieder mit und wir können viele Verwandte und Bekannte unseres Nachwuchses bewirten. 30.09. Ständli Austriamatch (Oktoberfest im Zeltdorf) 9.10. Luschnouar Kilbi Wie meistens sind bei dieser Ausrückung fast alle dabei, bloß Angelika Grabher (geb. Wölk) hat am Abend vorher beim Pizza-schneiden nicht nur die Pizza, sondern auch den Finger erwischt und ist dadurch außer Gefecht gesetzt. 15.10. Ständli 60 Jahre Gerda Hämmerle Auf eben diesem Fest ist den Chronistinnen folgendes zu Ohren gekommen: Unser Dachi Daniel Hämmerle isst so gerne die Spezialität aus dem Gasthaus Engel - nämlich den „Engeltoast“ - dass er ihn sogar im Restaurant Rathaus bestellt. Was wir nicht wissen, ist, ob er dort auch einen bekommen hat. 23.10. Bundesnachwuchswettbewerb West 5.11. Ständli „Goldene Hochzeit“ Walter Hämmerle und Landeshubertusfeier Dann muss die kleine Besetzung gleich weiter zu ihrem nächsten Einsatz: Im Reichshofsaal feiern die Jäger des ganzen Landes das Fest ihres Schutzpatrons. Wir umrahmen lange Reden über kapitale Hirsche – der diesjährige war ein ungerader 42-Ender, was laut Claus Karitnig nur ein Igel gewesen sein konnte - und bekommen nichts zu essen. Dafür dauert es fast bis 24.00 Uhr. Die Tatsache, dass sich der Abend finanziell gelohnt hat, tröstet über solche Kleinigkeiten jedoch schnell hinweg. 6.11. Gedenken an die Gefallenen Gut, dass unsere Klarinettistin Melanie Zünd so nah beim Rathaus wohnt, sonst hätte sie diesen Auftritt bestimmt nicht mehr rechtzeitig geschafft. Sie erscheint mit einer ramponierten Mütze, einer Klarinette ohne Blättli und dem Schlaf im Gesicht im letzten Moment bevor wir zum Spielen ansetzen. Anschließend geht es im Musiheim mit einer Probe fürs Herbstkonzert weiter. 26.11. Herbstkonzert Unser Programm steht diesmal unter dem Motto „aus dem Norden – aus dem Süden“. Im ersten Teil spielen wir Stücke, die thematisch zum Norden gehören. Wie zum Beispiel „Of Sailors And Whales“, bei dem Dr. Markus Hämmerle den Part des Sprechers übernimmt. Das Stück erzählt die Geschichte von Ahab und Moby Dick in fünf Sätzen, wobei wir in einem davon als Sänger brillieren dürfen. Da unsere langjährige Konzertansagerin Sandra Hollenstein anderweitige Verpflichtungen hat – ihre am 27.9. geborene Lucia stillen, wickeln etc. – wird Dr. Markus Hämmerle gleich auch fürs Ansagen der Stücke eingespannt. Wussten Sie übrigens, dass als Zahlungsmittel an der Abendkasse nicht nur Euro akzeptiert werden, sondern auch alte Sommerfest-Bons? Eine Dame kommt mit einem MVL-Schnitzelbon aus dem Jahre Schnee und finanziert sich damit einen schönen Konzertabend. Im zweiten Teil zeigt unser Kapellmeister Ivo Warenitsch allen, dass er vergangenes Jahr in Italien nicht nur gut gegessen und getrunken sondern auch ordentlich geübt hat. Zusammen mit seinem Professor Rocco Parisi spielt er ein Solostück des italienischen Komponisten Ponchielli für zwei Bassklarinetten. Wir geben unter der Stabführung von Claus Karitnig unser Bestes, die beiden nicht drauszubringen. Nach zwei weiteren Stücken „aus dem Süden“ werden wir frenetisch beklatscht – zu Recht, wie auch unser Kapellmeister später noch betont. Bis auf wenige Ausnahmen geht der ganze Verein danach ins Musiheim zum Schnitzli oder Nundla essen. Chefkoch Willi Hagen und seine Gehilfen verwöhnen uns mit Riesenportionen, die nach der erbrachten Leistung sogar von den zierlicheren Mitgliedern unseres Vereins vertilgt werden. Um Mitternacht feiert Dachi Daniel Hämmerle seinen Geburtstag und schenkt zu diesem Anlass ein bisschen Moscato (der Lieblingswein der jungen Musidamen) aus. Das Problem sind nur die passenden Gläser: Er soll halt nächstes mal gleich die richtigen Leute fragen, wo die Sektgläser sind! 3.12. Gedächtnisgottesdienst 20.12. Ständli 85 Jahre EM Karl Horeschy 24.12. Weihnachtsbläserei Auch im Hasenfeld sind Blechbläser zum Weihnachtslieder spielen eingeteilt: Hier ist eine große gemischte Gruppe im Einsatz: Die acht Jungmusikanten machen ihre Sache sehr gut und unterstützen die zahlenmäßig unterlegenen Alten unter Ivos Leitung.
Und da war noch ... ... Hellars (Helmut Holzer) Rat an Jessica (Waibel), die nicht weiß, wie sie die Becken dämpfen soll: „Wüorf d’Herzor druuf!“ ... Küblars Judith (Judith Hämmerle), der ihr jugendliches Aussehen zum Verhängnis wurde. Sie wollte alkoholische Getränke kaufen und musste einen Ausweis zeigen. Anmerkung der Chronistinnen: Judith ist Jahrgang 78 oder mit anderen Worten 27 (!) Jahre alt. ... Kurzzeitkapellmeister Claus Karitnig, der seinen Augen nicht zu trauen glaubt, als er Jessica (Waibel) auf der Probe ertappt, wie sie am Handy herumspielt. Zum Glück hat er das angebissene Kuchenstück in ihrer anderen Hand nicht entdeckt! ... Eva (Schwendner): Die bringt im Zuge der „Inventuramnestie“ Onkel Heinz’s (Heinz Hämmerle, „Küblars“) Privat-Trompete ins Musiheim zurück. Gott sei Dank ist Judith (Hämmerle) eine aufmerksame Tochter und kennt „das Küforli“ ganz genau. Auch gut, weil Ivo das gute Stück schon für einen Nachwuchsbläser hergerichtet hat. ... Coopers Mäki (Markus Grabher), der auf der Kilbi den Mischpult-Bediener anweist, er brauche dringend mehr Kapellmeister auf seinem Monitor. Dieser beginnt zu suchen und wird einfach nicht fündig, bis ihm der zündende Gedanke kommt, Mäki könnte ihn vielleicht verar...t haben. Kapellmeister haben es nämlich so an sich, dass sie für die Musikanten sicht- aber nicht hörbar sind – ob mit oder ohne Monitor. ... einmal Hellar (Helmut Holzer), dem es auf der Probe gelegentlich passiert, dass er das falsche Stück aufgelegt hat. Um dem vorzubeugen fragt er jetzt: „Vo wou tuot ma welas?“ Grad, dass er nicht fragt: „Wou bion i?“ ... Eva-Maria Dengg, die auf der Generalprobe fürs Herbstkonzert das Handy eingeschaltet vor sich liegen hat. Ihre Registerkollegin Magdalena Milicevic stellt sie auch gleich zur Rede, was das denn soll? Eva gibt zur Antwort, ihr kleiner Bruder Marc sei allein zu Hause. sie müsse das Handy eingeschaltet haben, für den Fall, dass er sich fürchte und sie anrufe. Dabei übersieht Eva, dass ihr ach so kleiner, furchtsamer Bruder sein Debüt bei der großen Musi gibt und selbst auf der Generalprobe anwesend ist. ... Ivo (Warenitsch), der sagt, bei der „Maske des Zorro“ müsse man machomäßig spielen. Wir geben uns alle Mühe, aber Schlagzeuger Flo (Florian König) kann nur eins der beiden Schütteleier finden. Worauf Ivo zugibt, mit nur einem Ei sei es natürlich schwierig, den Macho zu spielen. ...Anton Vogelmann, der, als der Regenlärmpegel während einer Probe ziemlich laut wird, mitteilt, dass er das laute Regenrauschen auf dem Dach gar nicht hört. Darauf meint Daniel Dachi Hämmerle, dass es in Toni’s Alter halt schon immerwährend rauscht. ... einmal Coopers Mäki (Markus Grabher), der seinen Lehrling gebeten hat, ihm einen Brief an seine Jungmusikanten durchzulesen. Eifrig macht sich die junge Dame an die Arbeit, bis sie stutzt: „Mann Mäki, shoppen schreibt man mit sh, nicht mit sch – das kommt ja von „shopping“! Worauf Mäki angestrengt und laut nachdenkt: „Wo bitte habe ich „shoppen“ drinnenstehen?“ – „Na hier: Osterfrühschoppen!“ Wie ihr seht, war es wieder ein ereignisreiches Vereinsjahr. Auch in Sachen Nachwuchsbeschaffung wurde fleißig gearbeitet: Wir gratulieren den frischgebackenen Müttern Sandra Hollenstein und Tanja Schneider herzlich zu ihren Kindern Lucia (geb. am 27.9.) und Jannik (geb. am 31.12). In diesem Rhythmus von ca. 2 – 3 Monaten Abstand werden wir auch kommendes Jahr weitermachen, wenn Gaby König-Warenitsch im März und Werner Hubers Daniela im Mai jeweils ihr zweites Kind erwarten. Bleibt nur noch die Frage offen, wer sich als nächstes meldet? Wir Chronistinnen sind jedenfalls froh, dass wir zu zweit sind, denn so können wir wunderbar „umanand omi kendla“. Wir wünschen euch ein schönes, neues Vereinsjahr 2006 mit vielen einladenden Fettnäpfchen, von denen ihr keines auslassen solltet. Alles Liebeeure Chronistinnen |

