Home Jahreschronik Jahreschronik 2005
Jahreschronik 2005 Drucken E-Mail

Chronik des Musikverein Lustenau für das Jahr 2005

8.1. 58. Jahreshauptversammlung
Erstmals präsentiert unser Vorstand Daniel Steinhofer während der ganzen Jahreshauptversammlung über Powerpoint Fotos vom Vereinsjahr. Es entbrennt eine große Diskussion, an der sich auch Ehrenmitglieder beteiligen, über den von einigen gewünschten Vereinsnamen „Cäcilia“. Die Abstimmung endet mit 15 Pro-Stimmen, 35 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen.

Die drei kleinen Italiener Ivo, Gaby und Fiona Warenitsch lassen es sich nicht nehmen und reisen extra aus dem Piemont an, um beim Start ins neue Vereinsjahr dabei zu sein.

Wie üblich schleicht sich auch heuer beim Becherrennen ein kleines Malheur ein: Diesmal sind zwar alle Becher da, aber Petra Holzer bekommt einen weißen statt einen blauen.

11.1. 1. Probe
Mäki Grabher (Cooper) fragt: „Was hoaßt ‚ad lib.‘?“ Als erfahrener Bläser antwortet Franz Winter: „Ad libido – Je nach Lust!“

4.3. Beerdigung unseres Ehrenmitglieds Hans Prantl „Dar Blau“
Wir spielen zum Abschied eines legendären Originals des Musikverein Lustenau in der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Günti Fitz an der Trompete merkt schon bei der 3. Strophe, dass er das falsche Lied spielt.

28.3. Osterfrühschoppen
Unter der Leitung von Claus Karitnig spielen wir Musik aus beliebten TV-Serien der letzten Jahrzehnte wie z.B. Dallas, Friends, Schwarzwaldklinik, Mission Impossible, Dornenvögel und andere. Claus hat nicht nur das Amt des Kapellmeisters übernommen, sondern auch dessen „Musischopen“, weil er aus seinem ein wenig entwachsen ist.

Man merkt schon, dass das Publikum zur Fernsehgeneration gehört – die Hits sind allen bekannt und kommen sehr gut an.

1.4. Ständli 100 Jahre Stefanie Vogel
Eine kleine Besetzung rückt aus und spielt im großen Festsaal des Altersheimes Schützengarten einige Märsche. Den Bewohnern werden vom anwesenden Pflegepersonal zärtlich die Ohren zugehalten.
Anschl. Ständli 75 Jahre EM Ernst Hagen (Flori’s). Diesmal tritt die ganze Besetzung an.

3.4. Erstkommunion St. Peter und Paul
Bei strahlendem Sonnenschein geleiten wir die Kommunikäntli von der Volksschule zur Kirche. Danach kehren wir bei Chrisi auf dem Blauen Platz ein.

21.4. Marschprobe
Unter unserem ersten Stabführer Stefan Hämmerle „Dachi“ radieren wir durchs Saeco-Gelände. Wir staunen über seine Fähigkeiten uns herumzukommandieren – er macht seine Sache ausgezeichnet.

23.4. Ständli zur Eröffnung des Figurstudios „bellissima“
Nicht trainieren, nur spielen muss eine kleine Abordnung des Musikverein Lustenau. Wobei da ausnahmsweise auch Männer zugelassen sind, sonst stemmen die Damen bei „bellissima“ die Gewichte nämlich ganz unter sich.

1.5. Maiweckruf – die I.
Das Frühstück spendet Nachbar Otto Hämmerle - besser bekannt als „Hitlar-Otto“ - mit anschließendem Schnaps vor seinem Haus. Weitere Stationen: Ecke Schützengarten/Alp-straße bei Germanö’s, bei Rosmarie Schreiber (Hellars Schwester), bei EM Rudi Hofer in der Flurstraße, bei Ex-Mitglied Erich Scheffknecht (Fux). Schnaps gibt es in den Blöcken „Untere Aue“, eine weitere Station bei Gaby Waibel in der Neubaustraße und zum Abschluss kehren wir bei EV Anton Vogelmann ein.

Hannah Fitz gesellt sich erst in dem Moment dazu, als der Verein an ihrem Haus vorbeimarschiert.

Stabführer Stefan Hämmerle beweist nach der gelungenen Probe auch Nerven bei der ersten Ausrückung und befehligt die MVL-Truppe sensationell.

Als Eva-Maria Dengg von der Abschlussstation bei Vogelmanns nach Hause möchte, wird sie kurzerhand in den Swimmingpool von Karin Heidegger geworfen. Ihr folgt im Verlauf des Tages nahezu der gesamte Verein – in Uniform versteht sich. Vielleicht weil er keine Schwimmuniform besitzt, zieht sich Nachbar und Lehrerobergewerkschafter Hermann Hämmerle „budlnacki“ aus, bevor er sich ins kühlende Nass begibt.

Ariane Viller trinkt soviele Schnäpse, dass Claus Karitnig ihr androhen muss, sie nicht mehr mit nach Dornbirn zu nehmen.

Erst in den späten Abendstunden bricht man bei Vogelmanns die Zelte ab. Mirjam Hagen und Stefan „Dachi“ Hämmerle flüstern sich nach längerem Hin und Her etwas in den Mund. Wer nicht weiß, was das bedeutet, soll sich einmal den Film „Harry und Sally“ anschauen. Als Stefan später eine eher abwehrende Haltung einnimmt - der Alkoholspiegel hat wohl langsam abgenommen – meint Mäki „Cooper“ Grabher, dass er die Welt nicht mehr verstehe.

4.5. Ständchen für Bürgermeister und Vizebürgermeister
Nach einer spannenden Wahl dürfen wir dem alten/neuen Bürgermeister Hans-Dieter Grabher und Vizebürgermeister Kurt Fischer auf dem Blauen Platz musikalisch gratulieren.

5.5. Christi Himmelfahrt – Prozession (gleichzeitig Erstkommunion Hasenfeld)
... fällt ins Wasser.

14.5. Ständchen 60 Jahre Pfarrer Josef Drexel
Vor dem Pfarrhaus bringen wir unserem „Haus- und Hof-Pfarrer“ ein Ständchen. Er freut sich sehr, fühlt sich aber nicht kompetent genug, einen Marsch zu dirigieren.

15.5. Maiweckruf – die II.
Nach dem Frühstück im Musiheim marschieren wir um 6.00 Uhr ab. EV Anton Vogelmann kommt mit falschem Hut und muss noch mal nach Hause.

Es nieselt und die Stationen sind folgende: Im Vorach kehren wir bei Hellar (Helmut Holzer) ein. Beim Abmarsch merkt dieser nicht sofort, dass ihm ein paar gemeine Kollegen sein Marschbuch mit einer Hornstimme vertauscht haben. Danach gehts ins Binsenfeld zu Fonso Heinz (Heinz Hagen) und dann ins Mähdle zu unserem Saxofonisten Werner Huber. Als Abschluss besuchen wir nochmals den Pfarrer und spielen beim Kirchturm zur Pfingstagape. Beim Marsch „Zur Feier des Tages“ vergisst Graniti (Daniel Steinhofer) eine Wiederholung, worauf der halbe Verein mit ihm mitspielt, die andere Hälfte jedoch nicht. Am Schluss sind aber alle gleichzeitig fertig. Der Tag trudelt mit Barbecue beim Musiheim aus.

5.6. Bezirksmusikfest Feldkirch
In Erinnerung bleibt die freigiebige (nicht zu verwechseln mit freizügige) Festführerin Architektin DI Marion Rainer, der lange Umzug mit wenig Publikum und die zwei „hundsalten“ Festdamen.

12.6. Landesnachwuchswettbewerb Am Bach in Götzis
Unsere Jugendmusik erspielt sich unter der Leitung von Jugendkapellmeister Josef Eberle den ausgezeichneten 2. Platz und verbindet die Aufführung mit einem amüsanten Hallenbadbesuch. Die hohe erreichte Punktezahl qualifiziert unsere Jungen für die Teilnahme am Bundeswettbewerb West.

2.7. Landesfeuerwehrfest Lustenau
Wir spielen zur Siegerehrung. Danach gibt es anlässlich des Geburtstages unserer Aushilfstenorerin Ariane Viller Thüringer Bratwürste bei EV Anton Vogelmann. Ariane und Registerkollege Norbert Ritter lassen sich mit Blaulicht in einem uralten Bludenzer Feuerwehrauto chauffieren. Beim Autostopp musste sich Nore im Gebüsch verstecken, damit Ariane das „Taxi“ aufreißen konnte.

3.7. Pfarrfest St. Peter und Paul
Wie immer bei Kaiserwetter und Hitze beschallen wir Pfarrars Hoschtat. Nach uns spielt ein Alleinunterhalter mit eingeschlafenem Gesicht.

10.7. Ständchen für Pfarrer Willi Schwärzler
Wir spielen zur Verabschiedung von Pfarrer Willi Schwärzler im Hasenfeld. Bei kirchlichen Ausrückungen spielt oft das Glück mit – es regnet erst am Nachmittag, als das Fest schon vorbei ist.

23.8. 1. Probe nach der Sommerpause
Wir treffen uns übehungrig nach einem langen musikalischen Sommerloch zur ersten Probe mit unserem „alten“ Kapellmeister Ivo Warenitsch. Es fällt auf, dass er von seinem Italienaufenthalt eine gewisse Lockerheit mitgebracht hat. La dolce vita hat ihm jedenfalls nicht geschadet.

28.8. 200 Jahre Gemeinde Au-Heerbrugg
Wir wollen es wieder einmal nicht versäumen und treffen uns schon um 13.00 Uhr in Au ud müssen eine Stunde auf den Umzugsbeginn warten. Viele schaffen den Grenzübertritt ins gelobte Land mit dem Fahrrad teils wegen des schönen Wetters, teils wegen Führerscheinlosigkeit. Beim Umzugende drehen wir noch eine Ehrenrunde durch die Auer Pampas und staunen nicht schlecht, als am Schluss kein Festzelt auf uns wartet, sondern ein gähnend leeres Zeltdorf. Wir entscheiden uns für das Zelt der Boxer.

3.9.- 8.9. JUMU-Lager in Oberbildstein
Heuer dürfen wir zum ersten Mal die Küche aus eigenen Reihen genießen. Judith Hämmerle (geb. Fitz), Mirjam und Julia Hagen beweisen Hausfrauen-Großfamilien-Qualitäten und führen uns kulinarisch super durch die Woche.

Unter dem Motto „Der Schuh des Manitu“ werden ein Kinoabend, ein Aufführungsabend, eine Wasserrutsche, eine Spritzpistolenschlacht, eine Disco und vieles mehr gestaltet. Und geübt wird nebenher auch noch ein bisschen.

9.9. Hochzeit Angelika Wölk
In der Antoniuskapelle gibt unsere Klarinettistin Angelika Wölk ihrem langjährigen Freund Stefan Grabher das Ja-Wort. Das heißt, sie würde gern, muss sich aber etwa eine halbe Stunde länger gedulden als geplant, weil dem Bräutigam so schlecht ist, dass er sich außerstande sieht, die Hochzeitsmesse zu beginnen.

Und was machen wir inzwischen? Wir marschieren kurz entschlossen zu Heinz Hämmerle (Küblars) auf einen schnellen Aperitif vor dem Houozi-Ständli.

11.9. Kilbi Hasenfeld
Wir reanimieren das ausgestorbene Fest und übernehmen Messgestaltung und Wirtschaft. Aufbau ist bereits um 7.00 Uhr, damit die Kirchgänger durch die Arbeitenden nicht belästigt werden. Naturgemäß heißt es danach wieder einmal: Warten! Außer für das Holzbläserquintett „No brass“ – die spielen nämlich zur Umrahmung in der Kirche.

Das Wetter aber spielt leider nicht mit und das ganze muss in den Pfarrsaal verlegt werden. Der Besucherandrang ist nicht gerade berauschend und dementsprechend auch der Umsatz.

Anschl. Abschlusskonzert der Junior-Musi und Jugendmusik

Am frühen Abend gibt die Jugend im Musiheim zum besten, was sie im JUMU-Lager gelernt hat. Mittlerweile spielt das Wetter auch wieder mit und wir können viele Verwandte und Bekannte unseres Nachwuchses bewirten.

30.09. Ständli Austriamatch (Oktoberfest im Zeltdorf)
Ein zusammengewürfelter Störtrupp heizt dem Oktoberfest ordentlich ein. Gaby Waibel ist so entzückt, dass sie die Ausrückenden mit Kellerbier versorgt. Anfangs will man die nachfolgende Probe noch sausen lassen, als sich aber EV Anton Vogelmann verräterisch aus dem Staub macht, folgen die anderen langsam und schweren Herzens nach.

9.10. Luschnouar Kilbi
Die Oktobersonne lacht schon am frühen Morgen golden vom Himmel und sorgt damit zur Abwechslung einmal für einen pünktlichen Flugstart. So kann auch die Kilbi samt Fallschirmsprung zeitgerecht beginnen.

Wie meistens sind bei dieser Ausrückung fast alle dabei, bloß Angelika Grabher (geb. Wölk) hat am Abend vorher beim Pizza-schneiden nicht nur die Pizza, sondern auch den Finger erwischt und ist dadurch außer Gefecht gesetzt.

15.10. Ständli 60 Jahre Gerda Hämmerle
Die Frau von unserem Ehrenringträger Werner Hämmerle (Küblars, Konsum) feiert im Musiheim ihren 60er. Zu den geladenen Gästen gesellt sich ein kleiner Störtrupp, der ihr ein Geburtstagsständchen bringt.

Auf eben diesem Fest ist den Chronistinnen folgendes zu Ohren gekommen: Unser Dachi Daniel Hämmerle isst so gerne die Spezialität aus dem Gasthaus Engel - nämlich den „Engeltoast“ - dass er ihn sogar im Restaurant Rathaus bestellt. Was wir nicht wissen, ist, ob er dort auch einen bekommen hat.

23.10. Bundesnachwuchswettbewerb West
In der Kulturbühne Am Bach (Götzis) erspielt unsere Jugendmusik unter Josef Eberle erneut ein ausgezeichnetes Resultat, nämlich den 3. Rang in ihrer Wertungsgruppe.

5.11. Ständli „Goldene Hochzeit“ Walter Hämmerle und Landeshubertusfeier
Zuerst trifft sich die kleine Besetzung im Gasthaus Engel und ständlat Küblars Walter und seiner seit 50 Jahren Angetrauten Susanne. Die Überraschung ist gelungen und erfreut Jubilare und Gesellschaft sehr.

Dann muss die kleine Besetzung gleich weiter zu ihrem nächsten Einsatz: Im Reichshofsaal feiern die Jäger des ganzen Landes das Fest ihres Schutzpatrons. Wir umrahmen lange Reden über kapitale Hirsche – der diesjährige war ein ungerader 42-Ender, was laut Claus Karitnig nur ein Igel gewesen sein konnte - und bekommen nichts zu essen. Dafür dauert es fast bis 24.00 Uhr. Die Tatsache, dass sich der Abend finanziell gelohnt hat, tröstet über solche Kleinigkeiten jedoch schnell hinweg.

6.11. Gedenken an die Gefallenen
Die Ära „Pudding“ geht zu Ende: Nun hält der Gemeindearchivar Dr. Wolfgang Scheffknecht die Rede, die in angemessener Weise der Opfer der Weltkriege gedenkt und trotzdem den Krieg an sich kritisch beleuchtet.

Gut, dass unsere Klarinettistin Melanie Zünd so nah beim Rathaus wohnt, sonst hätte sie diesen Auftritt bestimmt nicht mehr rechtzeitig geschafft. Sie erscheint mit einer ramponierten Mütze, einer Klarinette ohne Blättli und dem Schlaf im Gesicht im letzten Moment bevor wir zum Spielen ansetzen. Anschließend geht es im Musiheim mit einer Probe fürs Herbstkonzert weiter.

26.11. Herbstkonzert
Nach einem begeisternden Auftritt der Jugendmusik sind wir dran.

Unser Programm steht diesmal unter dem Motto „aus dem Norden – aus dem Süden“. Im ersten Teil spielen wir Stücke, die thematisch zum Norden gehören. Wie zum Beispiel „Of Sailors And Whales“, bei dem Dr. Markus Hämmerle den Part des Sprechers übernimmt. Das Stück erzählt die Geschichte von Ahab und Moby Dick in fünf Sätzen, wobei wir in einem davon als Sänger brillieren dürfen.

Da unsere langjährige Konzertansagerin Sandra Hollenstein anderweitige Verpflichtungen hat – ihre am 27.9. geborene Lucia stillen, wickeln etc. – wird Dr. Markus Hämmerle gleich auch fürs Ansagen der Stücke eingespannt.

Wussten Sie übrigens, dass als Zahlungsmittel an der Abendkasse nicht nur Euro akzeptiert werden, sondern auch alte Sommerfest-Bons? Eine Dame kommt mit einem MVL-Schnitzelbon aus dem Jahre Schnee und finanziert sich damit einen schönen Konzertabend.

Im zweiten Teil zeigt unser Kapellmeister Ivo Warenitsch allen, dass er vergangenes Jahr in Italien nicht nur gut gegessen und getrunken sondern auch ordentlich geübt hat. Zusammen mit seinem Professor Rocco Parisi spielt er ein Solostück des italienischen Komponisten Ponchielli für zwei Bassklarinetten. Wir geben unter der Stabführung von Claus Karitnig unser Bestes, die beiden nicht drauszubringen.

Nach zwei weiteren Stücken „aus dem Süden“ werden wir frenetisch beklatscht – zu Recht, wie auch unser Kapellmeister später noch betont.

Bis auf wenige Ausnahmen geht der ganze Verein danach ins Musiheim zum Schnitzli oder Nundla essen. Chefkoch Willi Hagen und seine Gehilfen verwöhnen uns mit Riesenportionen, die nach der erbrachten Leistung sogar von den zierlicheren Mitgliedern unseres Vereins vertilgt werden.

Um Mitternacht feiert Dachi Daniel Hämmerle seinen Geburtstag und schenkt zu diesem Anlass ein bisschen Moscato (der Lieblingswein der jungen Musidamen) aus. Das Problem sind nur die passenden Gläser: Er soll halt nächstes mal gleich die richtigen Leute fragen, wo die Sektgläser sind!

3.12. Gedächtnisgottesdienst
Wir spielen zum Gedenken der verstorbenen Mitglieder unseres Vereins und der Turnerschaft Lustenau in der Vorabendmesse - wie immer in der Pfarrkirche St. Peter und Paul.

20.12. Ständli 85 Jahre EM Karl Horeschy
Bei diesen Temperaturen gibt sogar Kapellmeister Ivo Warenitsch zu, dass Stimmen nicht viel Sinn macht. Wir spielen also halt in Winterstimmung drei Märsche bevor wir in die geheizte Festhalle des Jubilars eingelassen werden, wo wärmende Getränke auf uns warten.

24.12. Weihnachtsbläserei
In der Pfarrkirche St. Peter und Paul spielt ein Holzbläserensemble zur Einstimmung auf die Mette. Hinterher erfreuen fünf Blechbläser die Kirchgänger mit Weihnachtsliedern. Graniti (Daniel Steinhofer), der wieder einmal nicht im Gottesdienst ist, kommt in allerletzter Minute, als die meisten Kirchgänger bereits auf dem Blauen Platz warten. Das ist nicht weiter schlimm, bringt er doch für alle die Noten und –ständer mit.

Auch im Hasenfeld sind Blechbläser zum Weihnachtslieder spielen eingeteilt: Hier ist eine große gemischte Gruppe im Einsatz: Die acht Jungmusikanten machen ihre Sache sehr gut und unterstützen die zahlenmäßig unterlegenen Alten unter Ivos Leitung.

 

Und da war noch ...

... Hellars (Helmut Holzer) Rat an Jessica (Waibel), die nicht weiß, wie sie die Becken dämpfen soll: „Wüorf d’Herzor druuf!“

... Küblars Judith (Judith Hämmerle), der ihr jugendliches Aussehen zum Verhängnis wurde. Sie wollte alkoholische Getränke kaufen und musste einen Ausweis zeigen. Anmerkung der Chronistinnen: Judith ist Jahrgang 78 oder mit anderen Worten 27 (!) Jahre alt.

... Kurzzeitkapellmeister Claus Karitnig, der seinen Augen nicht zu trauen glaubt, als er Jessica (Waibel) auf der Probe ertappt, wie sie am Handy herumspielt. Zum Glück hat er das angebissene Kuchenstück in ihrer anderen Hand nicht entdeckt!

... Eva (Schwendner): Die bringt im Zuge der „Inventuramnestie“ Onkel Heinz’s (Heinz Hämmerle, „Küblars“) Privat-Trompete ins Musiheim zurück. Gott sei Dank ist Judith (Hämmerle) eine aufmerksame Tochter und kennt „das Küforli“ ganz genau. Auch gut, weil Ivo das gute Stück schon für einen Nachwuchsbläser hergerichtet hat.

... Coopers Mäki (Markus Grabher), der auf der Kilbi den Mischpult-Bediener anweist, er brauche dringend mehr Kapellmeister auf seinem Monitor. Dieser beginnt zu suchen und wird einfach nicht fündig, bis ihm der zündende Gedanke kommt, Mäki könnte ihn vielleicht verar...t haben. Kapellmeister haben es nämlich so an sich, dass sie für die Musikanten sicht- aber nicht hörbar sind – ob mit oder ohne Monitor.

... einmal Hellar (Helmut Holzer), dem es auf der Probe gelegentlich passiert, dass er das falsche Stück aufgelegt hat. Um dem vorzubeugen fragt er jetzt: „Vo wou tuot ma welas?“ Grad, dass er nicht fragt: „Wou bion i?“

... Eva-Maria Dengg, die auf der Generalprobe fürs Herbstkonzert das Handy eingeschaltet vor sich liegen hat. Ihre Registerkollegin Magdalena Milicevic stellt sie auch gleich zur Rede, was das denn soll? Eva gibt zur Antwort, ihr kleiner Bruder Marc sei allein zu Hause. sie müsse das Handy eingeschaltet haben, für den Fall, dass er sich fürchte und sie anrufe. Dabei übersieht Eva, dass ihr ach so kleiner, furchtsamer Bruder sein Debüt bei der großen Musi gibt und selbst auf der Generalprobe anwesend ist.

... Ivo (Warenitsch), der sagt, bei der „Maske des Zorro“ müsse man machomäßig spielen. Wir geben uns alle Mühe, aber Schlagzeuger Flo (Florian König) kann nur eins der beiden Schütteleier finden. Worauf Ivo zugibt, mit nur einem Ei sei es natürlich schwierig, den Macho zu spielen.

...Anton Vogelmann, der, als der Regenlärmpegel während einer Probe ziemlich laut wird, mitteilt, dass er das laute Regenrauschen auf dem Dach gar nicht hört. Darauf meint Daniel Dachi Hämmerle, dass es in Toni’s Alter halt schon immerwährend rauscht.

... einmal Coopers Mäki (Markus Grabher), der seinen Lehrling gebeten hat, ihm einen Brief an seine Jungmusikanten durchzulesen. Eifrig macht sich die junge Dame an die Arbeit, bis sie stutzt: „Mann Mäki, shoppen schreibt man mit sh, nicht mit sch – das kommt ja von „shopping“! Worauf Mäki angestrengt und laut nachdenkt: „Wo bitte habe ich „shoppen“ drinnenstehen?“ – „Na hier: Osterfrühschoppen!“

Wie ihr seht, war es wieder ein ereignisreiches Vereinsjahr. Auch in Sachen Nachwuchsbeschaffung wurde fleißig gearbeitet: Wir gratulieren den frischgebackenen Müttern Sandra Hollenstein und Tanja Schneider herzlich zu ihren Kindern Lucia (geb. am 27.9.) und Jannik (geb. am 31.12).

In diesem Rhythmus von ca. 2 – 3 Monaten Abstand werden wir auch kommendes Jahr weitermachen, wenn Gaby König-Warenitsch im März und Werner Hubers Daniela im Mai jeweils ihr zweites Kind erwarten. Bleibt nur noch die Frage offen, wer sich als nächstes meldet?

Wir Chronistinnen sind jedenfalls froh, dass wir zu zweit sind, denn so können wir wunderbar „umanand omi kendla“.

Wir wünschen euch ein schönes, neues Vereinsjahr 2006 mit vielen einladenden Fettnäpfchen, von denen ihr keines auslassen solltet.

Alles Liebe
eure Chronistinnen