| Jahreschronik 2006 |
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Chronik des Musikverein Lustenau für das Jahr 20067.1. 59. Jahreshauptversammlung Auch EM Rudi Hofer kann auf einen beträchtlichen Teil der Vereinsgeschichte zurückblicken und erzählt uns wie die Blasmusikvereine in Lustenau entstanden sind. Noch-Vize-Vorstand Nadja Oss schiebt ihm nach abgelaufener Redezeit dezent die Uhr hin. Aber Rudi lässt sich nicht hetzen und schildert uns noch die Anfänge der Jugendmusik, die landesweit die erste Vereinsjugendkapelle war. 13.1. 1. Probe 3.2. Kränzli unter dem Motto „Märchen“ 17.3. Ständli 95 Jahre Rosa Bösch 8.4. Fototermin 17.4. Osterfrühschoppen Es brillieren die Solisten Laura Hämmerle mit dem Fagott und Markus Grabher auf dem Schlagzeug. Er hat nicht nur als Solo-Pauker in Ängsten seine liebe Not, auch die Saaltechniker tun ein Übriges dazu und ruinieren ihm sein Privatkabel, indem sie ein Podest draufstellen. Radiostimme Claus Karitnig führt gekonnt durchs Programm. Die Mischung aus Wettbewerbsstücken, Solostücken und lockerer Unterhaltung kommt sehr gut an. Nach dem Konzert geht man in (s)Lokal essen und wer will, lässt den Frühschoppen im Musiheim bei Kuchen und Kaffee ausklingen. 23.4. Weißer Sonntag 7.5. Maiweckruf und Haflingerausstellung Wer aus Erfahrung eben darauf verzichtet hat, wird heuer eines besseren belehrt und muss mit leerem Magen marschieren. Angelika Wölk stellt jedenfalls fest, es sei das erste Mal, dass sie beim Maiweckruf Hunger leiden müsse. Bei traumhaftem Maiwetter marschieren wir zu EM Kurt Bösch (Isidörlar), wo wir bewirtet werden. Kurt Grabher lässt uns sogar zweimal seinen eigenen Schnaps kosten. Dann, als wir ungefähr zum dritten Mal die Mühlefeldstraße abmarschieren, wirken wir zwischendurch beim Umzug des Haflingerzuchtverbandes mit. EM Karl Keck will eigentlich nur auf die Erstkommunion seines Enkelkindes anstoßen, lässt es sich dann aber doch nicht nehmen, noch eine Flasche Cognac zu öffnen und mit uns zu teilen. Bei unserem Flügelhornist Thomas Grabher bleiben wir ebenfalls stehen und geben Graniti und Werner Huber die Möglichkeit diverse Langschläfer zu wecken. Vizebürgermeister Dr. Kurt Fischer und seine Gattin Beate tischen feine Brötchen, „Nussschneaggli“ und allerlei andere „Kleinigkeiten“ auf, sodass wir uns gestärkt auf den Weg zurück ins Vereinsheim machen können. Dort spendiert uns EM Hans Fitz den Abschlussbriond. Der harte Kern geht später noch mit zu Mäki Grabher (Cooper) auf einen Döner mit Bier – die Erinnerungen daran sind aber schon verblasst bzw. überhaupt nie vorhanden gewesen. 21.5. Landeswertungsspiele in Übersaxen Judith (Küblars) Hämmerle vermisst zwei Tage vor dem Wettbewerb plötzlich ihre Noten und verdächtigt ihren Sitznachbarn Jens Weber. Dieser beteuert seine Unschuld. Als sie einen Tag vor dem Wettbewerb immer noch fehlen, geht sie kopieren. Als sie wiederkommt, sind auch die Noten wieder aufgetaucht: Martina Hagen hatte sie versehentlich eingepackt. Sandra Waibel verschläft, wird per Telefon geweckt und erscheint mit kunstvoll geflochtenen Zöpfen, mit denen sie vermutlich schon am Abend zuvor ins Bett gegangen ist. Sandra Grabher verschläft auch, kommt und sucht ihr Instrument. Sandra Hollenstein verschläft nicht, Klein-Lucia weckt zuverlässig. Markus (Cooper) Grabher wird beim Schlagzeug-Verladen in den Transportbus gesperrt. Als Angelika Wölk vorbeikommt, hört sie Klopfen und „Hallo, kamma mi usalau?!!“ Claus Karitnig befindet sich bereits abreisefertig im Bus, als er von seiner Gattin Cilli gefragt wird, wo denn seine Klarinette sei. Gott-sei-Dank, denn sonst wäre Claus ohne Instrument zum Wettbewerb gefahren. Michael Hofer fährt in Unterhosen nach Übersaxen, während seine Töchter Susanna und Konstanze auf dem Rücksitz seine Musihosen hinaufnähen. Auch Petra Holzer näht – jedoch bereits in Übersaxen auf dem Klo – die geplatzte Naht. Julia Sperger muss noch einmal zurück in den Einspielraum, um ihre Noten zu holen, weil sie kurz vor unserem Auftritt draufkommt, dass sie mit den Piccolo-Noten ihrer Cousine Martina Hagen nicht viel anfangen kann. Nach dem gelungenen Wettbewerb verwöhnt uns der Gönnerverein bei einem gemütlichen Grillfest mit Würsten und Zack-Zack. Gaby König-Warenitsch entwickelt zu ihrem 30. Geburtstag hauswirtschaftlichen Ehrgeiz und bringt Kuchen für die ganze Meute. Die gewonnene Trophäe überlebt nicht einmal ihren ersten Tag und landet ramponiert bei Resi (Bocks) Jussel zuhause. Warum, weiß eigentlich keiner. 25.5. Erstkommunion Hasenfeld 15. – 18.6. Fronleichnamsprozession und Jubiläumsfest 120 Jahre Obwohl nach der Fronleichnamsprozession der Pfarrer vergisst unseren Frühschoppen anzukündigen und das eiligst herbeigeschleppte Mikrofon kläglich versagt, kommen recht viele Leute zum Musiheim. Am Freitagabend beginnt es mal wieder pünktlich um 20.00 Uhr zu regnen, was unserem Fest einen schleppenden Anfang beschert. Allerdings strömen gegen 23.00 Uhr vom Blauen Platz die „Sommer-am-Platz“-Besucher zu uns und sorgen für einen heißen Abend. Auch die aufwändig gestaltete MV-Lounge kommt bestens an. Samstagabend: wieder pünktlich um 20.15 Uhr – ein erfrischender Regenschauer. Am Sonntag schwitzen die Besucher und Mitwirkenden des Gitarrenfests der Musikschule, welches im Rahmen der Musikschul-Jubiläumskonzerte in unserem Vereinsheim veranstaltet wird. Anschließend stärkt man sich bei unserer Festwirtschaft und lässt dann das Festwochenende langsam ausdudeln. 25.6. Bezirksmusikfest Schwarzach Unser Vorstand wird fieberhaft gesucht, da die Überreichung der Ehrengeschenke gleich beginnt. Schlussendlich geht halt Mirjam hin. Wir bekommen eine Ehrentafel und eine 5-L-Flasche Wein. Anschließend spielen alle Kapellen einen Marsch im Zelt, nur der MVL weiß nichts davon und shakt geschlossen in der Bar ab. Beim Verabschieden des Festführers fliegt Resi aufgrund der Temperaturen kerzengerade rückwärts um und täscht sich ein Loch in den Kopf – man ist halt auch nicht mehr 20! Der ihr zu Hilfe eilende Fähnrich Hugo Eisele übersieht in seinem Sprint Richtung Unfallort die daneben stehende 5-L-Guttor und rennt sie über den Haufen. Während Bocks Resi im Wein schwimmt, spielt unsere Musi seelenruhig weiter. Sie bekommt einen hübschen Verband um die schöne Frisur, welchen sie sich aber gleich wieder wegmacht und sich im „verblüteten“ Dirndl lieber einen Schnaps gönnt. Aushilfstschinnällar Matthias Holzer ist bei der Rückfahrt so froh über den Busfahrer, dass er ihm doch glatt unser gutes Paar Tschinellen überlässt. 29.6. Schulfest Hauptschule Kirchdorf 1.7. Dreifach-Ausrückung Bildstöckli-Einweihung: Im Vorbeirennen weiht man noch schnell das St. Florian-Bildstöckli am Neuner ein. Ständli 70 Jahre EM Franz (Diesar) Hagen: Unser Ehrenmitglied feiert mit einer großen Gesellschaft seinen Geburtstag im Musiheim. Nach unserer musikalischen Darbietung spielt ihm auch der Musikverein Diepoldsau ein Ständchen, unter anderem eine flotte Polka. Da stellt sich Günti Fitz wieder einmal als profunder Kenner der traditionellen Blasmusik heraus, als er meint: „Dien MARSCH hom meor ou im Marschbuoch, wela ischt as jetzga?“ 2.7. Patrozinium St. Peter und Paul 8.7. – 10.7. Konzertreise nach Montabone (Piemont)/Casa Re Günti Fitz fährt mit dem Schlagzeug-Bus mit und erfindet am Zoll eine Instrumentenliste mit dazugehörigen Seriennummern, um die Zöllner zufriedenzustellen. Julia Sperger gibt vor Martina Hagen an: „Woascht, i han i fümf Minuta packat!“ Ja, liebe Julia, das ist keine Kunst, wenn man dann die Hälfte vergisst! Angeblich fehlten Unterhosen, ein weißer BH, Rasierer, Zahnbürste, schwarze Schuhe und das weiße Röcklein musste man gleich am Ferienort waschen lassen. Da war allerdings Hellar (Helmut Holzer) froh, so konnte er sein Musihämp gleich auch mit in die Maschine stopfen. Beim Konzert im Schatten kommen zwar wenig Leute, aber denen gefällt’s. Bei Günti Fitz ist es nun schon soweit, dass er einen persönlichen Betreuer hat, der ihm beim ABBA-Solo den Dämpfer herausnimmt, damit man ihn auch hört. Man kann nicht alles gleichzeitig machen. Anschließend folgt eine Einladung in die Pizzeria. Franz Winter: „Is des Spaghetti bolognese pasta asciutta? Jo? Dann nimm i des!“ Am Sonntag besuchen manche den Markt, die anderen das überteuerte Freibad in Acqui Terme. Einige vergnügen sich dann noch im Garten der Casa Re mit dem Rasensprenger. Nach der Siesta heißt es fertigmachen für die echt italienische Prozession mit Büßern und Riesenkreuz. Sogar der einbalsamierte Bischof wird durch die Stadt getragen. Der noch lebende Dompfarrer ist auch nicht mehr der Jüngste und wird mit dem Rotkreuz-Auto rundum kutschiert, von wo aus er per Mikrofon die Betanweisungen gibt. In Anbetracht der Tatsache, dass das Fußball-WM-Finale mit italienischer Beteiligung bereits um 20.00 Uhr beginnt, fällt die Prozession heuer eher kurz aus. Danach geht es im Eiltempo zurück ins Quartier, wo die Leinwand mit dem wichtigsten Fußballmatch des Jahres bereits wartet. Natürlich gewinnen die Italiener, und das Hallo bei uns und unseren Kollegen vom Corpo Bandistico Aquese ist groß. Einige lassen sich die Chance nicht entgehen und fahren nochmals in die Stadt, um echten italienischen Siegestaumel live zu erleben. Andere lassen sich Bratwürste und Bier aus dem Ländle schmecken. Unsere Youngsters Simon Fitz, Marc Dengg, Sebastian und Mathias Hofer können nicht so gut „tschutta“ wie die Italiener und schießen eine Scheibe im Casa Re ein. 19.7. JUMU: Volksempfang in Bregenz Eigentlich ist man hinterher zum Büffet eingeladen, welches aber vom „Volk“ schon restlos verspeist worden ist. Als Wiedergutmachung sponsert die Landesregierung einen Beitrag zum Jugendlager. 4.8. Szene Open-Air 12.8. Hochzeit Claus und Cäcilia Karitnig Wir empfangen also das frisch vermählte Paar mit gepflegter Marschmusik und erfreuen die Hochzeitsgäste. Schließlich übernimmt die Braut den Taktstock und wir – inklusive Bräutigam – tanzen nach ihrer Pfeife. Wenn das kein Zeichen für die Ehe ist! Wir wünschen dem Brautpaar von Herzen alles Gute. 18.8. Beerdigung Helmut Eisele 20.8. Alpmesse „Schöner Mann“ 2.9. – 7.9. Jugendmusiklager in Oberbildstein Der Fluch der Karibik reicht bis in die Küche: Die Köchinnen Mirjam Hagen und Küblars Judith (Hämmerle, Fagott) meinen es bei der Kratzat gut mit dem Salz. Es kommt ihnen nicht verdächtig vor, dass in dem Rezept 70 dag Salz angegeben sind. Schlussendlich muss die gesamte Speise fortgeworfen werden und hudl-rupf Spaghetti gekocht werden. Warum aber Klein-Fiona (Warenitsch) beim Riebel noch etwas Salz verlangt hat, weiß niemand so recht. 10.9. Hasenfelder Kilbi 14.10. Jugendmusik-Konzert auf dem Blauen Platz 20.10. Konzert der Jugendkapellen – 60 Jahre Rheintalische Musikschule Lustenau 9.11. Totenwache EM Julius Ott 11.11. Faschingseröffnung Rhinzigünar 25.11. Herbstkonzert Im zweiten Teil präsentieren wir uns als modernes Orchester mit Tradition anhand einer facettenreichen Collage. Diese besteht aus Chroniktexten, aus alten und neuen Fotos, aus Videosequenzen und Originalaufnahmen des Vereins. Dazu spielen wir ausschließlich Stücke, die von ehemaligen Vereinsmitgliedern komponiert wurden. Als krönenden Abschluss führen wir das Stück „Feuer-Flamme-Los“ von unserer erst 15jährigen Oboistin Konstanze Hofer auf. Sie hat es uns nicht leicht gemacht mit ihrer rhythmischen Vorstellungskraft, aber unser Bemühen hat sich rentiert: Wir werden mit tosendem Applaus belohnt. 2.12. Gedächtnisgottesdienst 7.12. Nikolausfeier Jugendmusik 16.12. Fest der älteren Mitbürger 24.12. Weihnachtsblasen Auch verschiedenste andere Anlässe, wie z. B. Eröffnung der Krippenausstellung, Weihnachtsmarkt VS Lustenau Kirchdorf, Lustenauer Advent, Weihnachtsfeier der Austria Lustenau und viele mehr werden immer wieder von Ensembles unseres Vereins umrahmt. Und da war noch ... … Mäki (Cooper) Grabher, der fragt, ob der Nikolaus auch Tschick im Ausverkauf habe. Er meint damit den „Vikoslar“, der seine Pforten schließt. … Jens Weber, der dringend noch vor 12.00 Uhr das Geld für das Visum auf der Hypobank überweisen muss. Fast hätte er verschlafen, doch glücklicherweise schafft er es zerzausten Haares gerade noch zur rechten Zeit an Mirjam Hagens Schalter. Diese weist dezent darauf hin, dass aus seiner Hose hinten ein Handtuch heraushängt. Vielleicht haben deshalb alle Leute so blöd geglotzt. … Manfred Winter, der so unglücklich über seinen Saxofonkoffer stolpert, dass er sich dabei zwei Rippen anknackst. Böse Zungen behaupten, dass das Saxofon von Glück reden kann, dass es nicht in einem Soft-Bag gelegen hat. … Helmut (Hellar) Holzer, der von Jung-Trompeter Sebastian Hofer ganz entzückt ist: „Ar ischt guot, ar woaß all wou ma ischt.“ … Markus (Cooper) Grabher, Jens Weber, Daniel (Graniti) Steinhofer, die bei einem Karaoke-Auftritt Musikschullehrerin Edith Hagen so begeistern, dass sie vom Fleck weg für das Musikschul-Musical „Das rote U“ engagiert werden. … Marcel Grabher, dem die Wiener Küche anscheinend so gut schmeckt, dass ihm die Musihos ein bisschen zu eng wird und prompt beim Einspielen zum Osterfrühschoppen eine Naht platzt. … Günti Fitz, der nach dem Wettbewerb am 21.5.2006 vor dem Vereinsheim steht und sich und die Umstehenden fragt, wann eigentlich die Eröffnung des Vereinsheimes stattfinde. Günti, wo warst du 2004??? ... Sofie Heidegger, die dem Fähnrich seinen Schlüssel bereithalten sollte und ihm diesen dann auch schlaftrunken übergibt. Einige Zeit später ruft sie mit Herzklopfen unseren Vorstand an: „Daniel, mir ischt fascht schleacht, dr Schlüssol ischt furt und i find’n einfach nid!“ Unsere Sofie hatte so tief geschlafen, dass sie sich an die Schlüsselübergabe nicht mehr erinnern konnte. ... Claus Karitnig, der den Jungmusikanten den Unterschied zwischen Dur und Moll anhand von Beispielen erklären will. Moll sei das weiche, weibliche Prinzip – siehe Zewa Moll. Dur jedoch verkörpere das harte Männliche. Als überraschend Jens Weber im Theoriekurs vorbeischaut, wird dieser nach einem Beispiel für Dur gefragt und hat auch prompt eines parat: Durex! … Schriftführerin Martina Hagen, die ihre Protokolle von den Vereinsleitungssitzungen zeitweise wieder von Hand schreibt, weil sie das Netzkabel vom Laptop vergessen hat. … Mirjam Hagen, die unseren Verein auf der Bezirksversammlung vertreten soll und von Graniti beinahe in Uniform hingeschickt worden wäre. Er hat sie dann aber doch noch vor dieser peinlichen Situation gerettet. … Emanuel Lutz, der einigen Vereinsmitgliedern zum Einstand die eigenwillige Kombination von Blutwürsten mit italienischem Salat kredenzt hat. … die Fahnenweihe beim Musikverein Dornbirn Rohrbach, die von unserer Abordnung Hugo Eisele, Kurt Grabher und Jens Weber besucht wird. Bei der Hinfahrt sei er nur eine halbe Minute zu spät am Treffpunkt gewesen, sagt Jens Weber. Aber das reicht aus, dass Hugo ohne ihn losfährt.
Wir wünschen euch ein schönes, neues Vereinsjahr 2007 mit vielen einladenden Fettnäpfchen, von denen ihr keines auslassen solltet. Alles Liebe eure Chronistinnen |

