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Chronik des Musikverein Lustenau für das Jahr 2008 5.1. 61. Jahreshauptversammlung Bei der Vorankündigung zur JHV im Blättli werden der Bevölkerung Weihnachtsgrüße übermittelt. Sonst modern und zukunftsorientiert zeigt sich der MVL hier eher „altbacken“, wenn er im Inserat recht herzlich ein gesegnetes neues Jahr 2007 wünscht, wo doch dieses gerade zu Ende geht. Bei der Anwesenheitsliste lassen wir die erste Stelle frei für die Unterschrift des Vorstandes Daniel Steinhofer (Graniti) – dieser ist gerade mit Reden beschäftigt. Als die Liste zurück kommt, ist der Platz allerdings besetzt mit der Unterschrift von: Claus Grabher (Kutz). (Doch, biescht scho wichtig Claus!) Als Erinnerung an seinen Vater überreicht uns Kurt Fischer als Dank und Anerkennung für den Verein den Erstabdruck von neun Exemplaren einer Druckgrafik seines Vaters. Da die durchschnittliche Mitgliedschaftsdauer momentan bei 6,7 Jahren liegt, wird ab sofort ein Dienstjubiläum für 10jährige Mitgliedschaft eingeführt. Viele in unserem Verein werden für 10 bzw. 15 Jahre geehrt. 20.1. CD-Aufnahme in St. Anton Kpm. Josef Eberle meint bei der „Yiddishen Ragmusik“ zu den Flügelhörnern: „Ihr müsst spielen wie eine jiddische Frau auf einem Milchhof, die den Milchmännern bei der Arbeit zuschaut!“ – Wir intelligenten Chronistinnen sind leider nicht auf den tieferen Sinn dieser Aussage gekommen, zumal wir beide noch nie erlebt haben, dass Frauen irgendwelchen Männern bei irgendeiner Arbeit zuschauen – wohl eher umgekehrt. 4.2. Faschingsumzug in Lustenau Einige Störtrüppler treffen sich zum geselligen Schlagzeug-Ausfassen und marschieren dann zum Aufstellungsort, wo sie sich mit dem Rest der freiwilligen Musikanten treffen und in schöner Älplerkluft am Umzug teilnehmen. Anschließend spielt man den Turnern in der Widumturnhalle noch ein Ständchen und bekommt dafür eine Runde spendiert. 11.2. Funkensonntag Es ist bereits Tradition, dass ein Störtrupp des MVL die Hexe auf dem Hofstalder Funkenplatz willkommen heißt. So lassen wir es uns auch heuer nicht nehmen, die vom Kindergarten Rotkreuz entworfene Hexe musikalisch zu feiern. Die Hofstalder Funkenzunft, die auf unseren Festen stets anzutreffen ist, dankte unseren Einsatz mit einer fürstlichen Bewirtung. 1.3. Ständli 75 Jahre Rudi Hagen Wir treffen uns bei der Hagen-Mühle und spielen dann bei einer Saukälte vor versammelter Verwandtschaft des Jubilars einige verstimmte Märsche. Familie Hagen war nicht so „hauökli“ oder einfach nur nett mit uns und freut sich trotzdem. 24.3. Osterfrühschoppen Bei der Generalprobe rügt Markus Grabher (Cooper) mit erhobenem Zeigefinger Junghornistin Kathrin Fitz, ob sie denn ihr Instrument nach dem Spielen nicht putze. Diese antwortet völlig perplex: „Natürlich nicht!“. Mäki staunt nicht schlecht und fragt später bei Gaby König-Warenitsch nach, ob das stimme, dass Blechbläser ihre „Gugen“ nicht jedes Mal putzen müssen... Beim großen Auftritt glaubt Aushilfs-Schlagzeugerin Gaby König-Warenitsch ihre Paukennoten zuhause vergessen zu haben. Sie schickt ihren Göttergatten Ivo sie zu holen. Dieser sucht im Mähdle vergeblich und kommt gerade noch rechtzeitig zur Einspielprobe zurück in den Saal – allerdings ohne Noten. Gaby hat sie inzwischen in ihrer Mappe gefunden, wo sie sich ganz hinterlistig versteckt hatten. Das Register muss wohl abfärben... Auf dem Programm stehen unter anderem auch Solostücke und zwar: „Formation Flight“, bei dem unsere jungen Trompeteros Sebastian Hofer, Julia Konzett, Julian König und Emanuel Lutz brillieren. Bei „A Tribute to Lionel“ zeigt Mathias Hofer, was er auf dem Vibrafon kann. Dass auch eine Schreibmaschine als Instrument einsetzbar ist, beweist Anke Weiß beim Stück „Typewriter“ von Leroy Anderson. Kein Wunder, dass das Publikum hellauf begeistert ist. 30.3. Weißer Sonntag im Kirchdorf Die umstürzende Vereinsfahne erschlägt um ein Haar Fähnrich Hugo Eisele, Fahnenpate Kurt Grabher (Küblars) und Dirigent Josef Eberle. Der Verein versammelt sich um 8.30 Uhr beim Parkplatz Spar Brunner, obwohl man erst um 9.15 Uhr bei der Volksschule Kirchdorf sein muss. Man nützt die Zeit für eine kurze Marschprobe. 6.4. Erstkommunion im Hasenfeld Nach der Kirche spielt der Verein im Pfarrsaal – jedoch ohne Publikum. Das nützt nämlich die Regenpause und verschwindet ins Freie. Nachdem der Marsch „Zur Feier des Tages“ zweimal angefangen wurde, entscheidet auch Kpm. Josef Eberle, dass es besser sei, im Freien – beim Publikum zu spielen. Günti Fitz erscheint hinterher beim Einkehren im Cafe Diana – er hat aber ganz sicher nicht verschlafen, das würde man ihm sonst ja wohl ansehen. 4.5. Maiweckruf Aufgrund des schlechten Wetters am 1. Mai findet der Maiweckruf am Ausweichtermin statt. Judith Hämmerle (Küblars) entschuldigt sich pünktlich um 5.00 Uhr früh bei Petra Rossmanith, sie könne nicht kommen. Sie hat mal wieder bis in die Morgenstunden gefeiert und wollte dann zu Fuß nach Hause gehen, wobei sie von einem Motorrad angefahren wurde. Ihr erster Weg am Sonntag Morgen führt sie also nicht ins Musiheim sondern ins Spital. Kapellmeister Josef Eberle erscheint zur Feier des Tages in seiner neuen, blitzblanken Uniform – Sieht doch gleich besser aus! – Ab jetzt gehört er auch optisch zu uns. Wer früh genug dran ist, stärkt sich beim Frühstück, das von Nachbar Otto Hämmerle (Hitlar-Otto) spendiert wird. Um 6.00 Uhr marschieren wir dann los. Im Gegensatz zu Judith Hämmerle (Küblars) lässt Vorstand Daniel Steinhofer (Graniti) in punkto Sicherheit auf der Straße nichts anbrennen und steckt Fahnengöti Kurt Grabher (Küblars), sich selbst und Günti Fitz in eine Warnweste - manche nennen es auch Kindistreifen. Doch damit nicht genug: Elmar Moosbrugger begleitet uns als Schlusslicht mit seinem Sondertransport-Büsli. Wir wecken nacheinander die hocherfreuten Leute in der Gänslestraße, Jahnstraße, Raiffeisenstraße, Kaiser-Franz-Josef-Straße, Rathausstraße usw., bis wir bei Kurt Grabher (Küblars) in der Holzmühlestraße unseren brutalen Durst stillen können. Für Kathrin Fitz ist es der erste Maiweckruf. Da ist es nicht weiter schlimm, dass sie tapfer Marsch Nr. 3 tutet, während wir alle Marsch Nr. 2 spielen. Aber auch ihr Registerkollege Stefan Hämmerle (Dachi), an diesem Tag natürlich als Stabführer unterwegs, hat sich einmal vertan. Er sagt Marsch Nr. 11 an, was Ex-Kapellmeister Ivo Warenitsch etwas verwundert. Er meint, diesen Marsch habe man sicher seit 10 Jahren nicht mehr gespielt. Kapellmeister Josef Eberle aber beweist ein unerschütterliches Vertrauen in uns und will es trotzdem probieren. Nach einigen entsprechend klingenden Takten dreht sich Stefan während des Marschierens um und muss überrascht zugeben: „Tatsächli, dion Marsch känn i gär nö!“ Danach geht es über die Baustelle im Mühlefeld weiter bis ins Feldkreuz und von dort noch mitten ins Ried zu Familie Jäger. Dort machen wir quasi einen Hausbesuch und probieren dann eine kleine - oder war es eine große? - Wende um dann in einer langen Einserreihe an den Neuner abzubiegen, wo wir schon bei Fähnrich Hugo Eiseles Haus erwartet werden. Hier kommt jeder zu seinem Sonntagsei, welches Willi Hagen in einer großen Pfanne für alle brät. Anschließend an diese angenehme Unterbrechung geht es durchs Vorach und Brändle hinaus in die Binsenfeldstraße, wo wir schon von Heinz Hagen (Fons) erwartet werden. Damit wir es bis in die Holzstraße zu Familie Oss schaffen, werden wir mit flüssigen Aufputschmitteln versorgt. Originell ist, dass keines der beiden aktiven Familienmitglieder Nadja und Michael am heutigen Sonntag dabei ist. Wie auch immer, wir lassen uns Limo, Prosecco und Bier schmecken und laden die Uniformjacken in den Begleitbus, da die Sonne schon ganz schön heizt. Von der Holzstraße geht es weiter über die Ludwigstraße ins Gasthaus Rose, wo uns die Familien Vogel und Salzinger mit kühlen und heißen Getränken bewirten. Zum Gaudium einer kleinen Runde um Vize-Vorstand Mäki Grabher (Cooper) liegt der Kiste Pfiff sozusagen ein Notenblatt bei, das eine Anleitung zum Fußballfanlied „Immer wieder, immer wieder ...“ beinhaltet. Und zwar auf Bierflaschen geblasen. Also macht sich Mäki ans Werk und versucht mit Hilfe der Anzeige auf dem Flaschenetikett die diversen Töne zu stimmen. Als er nicht mehr weiter weiß, bittet er Günti Fitz mit seinem legendär guten Gehör ihm dabei zu helfen. Es kommt, wie es kommen muss: Nichts stimmt mehr, und die Bierpfeifen fallen vor lauter Lachen fast unter den Tisch. Erst als Ivo Warenitsch sich des Flaschen-Orchesters annimmt, wird die Melodie erkennbar. Nachdem dies geschafft ist, können wir uns in der Kaiser-Franz-Josef-Straße verabschieden und uns auf den Weg zur Schlussstation machen. Über den Blauen Platz, die Schillerstraße, Kirchstraße und Reichshofstraße finden wir in die Jahnstraße zu Deurings Oski, wo wir mit Grillwürsten vom Grillchef Martin Deuring höchstpersönlich verwöhnt werden. Seine Schwester Chrisi lässt sich auch nicht lumpen und sorgt für reichhaltige Kuchenteller. Bei herrlichen Frühlingstemperaturen und Sonnenschein lassen wir den Maiweckruf in Oskis Garten ausklingen. Hier formiert sich auch wieder das Flaschen-Orchester und bringt eigene Arrangements, zB vom „Fuulo Hond“ zu Gehör. Wie jedes Jahr feiern ein paar Verwegene bis in die Abendstunden. 17.5. Wertungsspiele im Rahmen der Rheintalischen Kreismusiktage Diepoldsau-Schmitter Drei Proben vor dem großen Wettbewerb wird der Chef langsam nervös: Als Ulli Wölk nach dem Schlussakkord das Horn zu früh herunternimmt, platzt Josef Eberle heraus: „Mensch, I säg drs, lass jo des Horn domm, sus gib i dir a Schpritza!“ Was Ulli natürlich nur ein müdes Lächeln entlockt. Am 17.5. ist es dann soweit: Der Bus findet nach einem Abstecher nach Widnau doch noch den Wettbewerbsort Diepoldsau, wo wir uns planmäßig einspielen. Wir treten als Gastkapelle in der 1. Klasse mit dem Stück „El Camino Real“ von Alfred Reed an. Die Jury ist mit Pierre Kuijpers, Werner Horber und Tony Kurmann hochrangig besetzt. Trotz der zu lauten ersten Klarinetten erspielen wir uns die höchste Punktezahl in der höchsten Wertungsstufe, nämlich 277,5 von 300 möglichen Punkten. Für einmal ist sogar Kapellmeister Josef Eberle mit uns recht zufrieden. Im Anschluss wird der große Erfolg ein wenig in der Festhalle und noch mehr im Musiheim im Gänsle gefeiert. 22. – 24.5. Musifäscht Der Marsch zur Kirche mit den Fahnenabordnungen findet noch im Trockenen statt. Die Fronleichnamsprozession fällt heuer aber ins Wasser. Nach ein paar Märschen bei der Agape marschieren wir zum Vereinsheim. Dort haben etliche externe Helfer längst alles betriebsbereit gemacht. Der pünktliche Beginn des Frühschoppens wird durch das Wetter aber vereitelt. Erst später können wir starten. Zum Glück erweisen sich viele Festbesucher als wetterfest, vor allem Gönnerverein-Vize-Vorstand Josef Moosbrugger beweist Ausdauer. Er unterhält das Publikum quasi den ganzen Nachmittag mit seinem Akkordeon und ist auch am Abend noch zu sehen, kann aber vor Heiserkeit kaum noch reden. Bei der Weinverköstigung in der MV-Lounge, bei der heuer nicht nur Weine aus dem Piemont, sondern auch aus dem Burgenland angeboten werden, tummeln sich leider recht wenige Besucher im Vereinsheim. Und das, obwohl Pianist Christof Waibel heuer sogar mit einem Schlagzeuger spielt, nämlich mit Vizevorstand Markus Grabher (Cooper). Am Freitag Abend unterhalten die „Tequila Sharks“ in gewohnter Manier. Samstag Mittag wird die Stadtmusik Wehr beim Vereinsheim empfangen. Der Bus parkiert vis-à-vis in der Reichshofstraße und verfehlt nur um Millimeter das angrenzende Haus und dessen Gartenmauer. Der Flurschaden am Rasen wird von Ehrenvorstand Anton Vogelmann im Schweiße seines Angesichts saniert. Nach einer kräftigen Mittagsjause fahren die Gäste mit Vizevorstand Markus Grabher (Cooper) und Jens Weber in die größte Schlucht Europas – die Rappenlochschlucht. Nachdem die ungeübten Wanderer sichtlich erschöpft wieder im Gütle ankommen, werden sie in einer eigens eingerichteten Notfallstation von Schriftführerin Julia Hagen und Vorstand Daniel Steinhofer mit kühlen Getränken erstversorgt. Anschließend fahren sie in ihre Unterkunft und besuchen auch noch das Cafe Diana im Altersheim im Hasenfeld. Dort beweisen sie ihren Humor, indem sie ihren Altvorsitzenden Rolf gleich im Altersheim und die Getränke schon mal auf sein Zimmer schreiben lassen wollen. Derweil findet im Vereinsheim der „Instrumentenspielplatz“ statt. Alle interessierten Kinder können die in einer Blaskapelle vorhandenen Instrumente nach Lust und Laune ausprobieren. Garniert wird das Ganze mit einem Konzert der Jugendmusik. Am Abend zwängen sich die Musikanten aus Deutschland auf die zu kleine Bühne und unterhalten dann die Besucher. Am nächsten Tag zaubern die Helfer ein großartiges Frühstück mit Dachis (Stefan Hämmerle) weltbekannten „Stierougo“. Im Laufe des Tages finden sich so viele Helfer ein, dass die Arbeiten schnell vonstatten gehen und für den Humor auch noch Platz ist. 6.6. Sommer am Platz Nachdem wir den Termin mit der Concordia getauscht haben, erben wir auch deren Wetter. Wenigstens ist es nicht allzu kalt, und die wenigen Zuschauer, die sich einfinden, entlohnen uns mit kräftigem Applaus. Fan Chrisi „Konditorei“ Deuring sieht man sogar mehrfach beim Ausführen einer Welle, allerdings alleine. Helmut Holzer (Hellar) findet mal wieder seine Brille nicht und muss auf eine Gleitsichtbrille zurückgreifen, die ihm allerdings Schwierigkeiten beim Notenlesen bereitet. Nach dem Konzert rückt noch ein Störtrupp zum 60. Geburtstag von Manfred Scheffknecht (Sticker, Kelleracker) aus, animiert Heinz Hämmerle wieder zum Trompeten und trinkt dem Jubilar alle Kellerbierfässer aus. Überrascht wirkt die Tochter des Jubilars, Kindergärtnerin Doris, als man beim „Wäldarbähnle“ die obligate Textänderung „Oh Marianna, bischt scho widor schwangar“ singt, und sie sich nicht erklären kann, wieso wir das schon wissen. 14.6. Zämmospiel Unter dem Motto „Zämmospiel“ gestalten die Lustenauer Kulturvereine die Vorabendmesse in der Kirche St. Peter und Paul sowie den anschließenden Abend im Reichshofsaal. Wir spielen mit der Concordia abwechselnd Märsche auf dem Blauen Platz, um den Besuchern die Zeit bis zum Beginn des Programms im Saal zu versüßen. Hier gibt es ein großes Hallo, weil der Musikverein Lustenau diesmal mit einer Frontfrau auftritt. Weil sowohl Kpm. Josef Eberle, Vize-Kpm. Claus Karitnig als auch Alt-Kpm. Ivo Warenitsch an diesem Abend verhindert sind, tritt Gaby König-Warenitsch in Aktion. Dann haben wir etwas Pause, bis wir im Hauptprogramm unseren Part zu bestreiten haben. Mittlerweile ist Gaby nervös geworden, da überraschend keine Posaunen zugegen sind – wir haben zwar mehrere Dirigenten, aber nur zwei Posaunisten. Wir fragen bei der Concordia an und nach einer kleinen Extraprobe mit unserem Aushilfsposaunisten kann der Auftritt kommen. Alles klappt bestens und die ausgewählten flotten Stücke kommen gut an. 21.6. 40 Jahre Werkstätte Lustenau – Lebenshilfe Eine kleine Besetzung sorgt für Stimmung beim gut gelaunten Publikum. Die hochsommerlichen Temperaturen heizen das kleine Zelt noch zusätzlich auf. Wir werden aber ausgezeichnet betreut und haben stets flüssigen Nachschub in Reichweite. 22.6. Bezirksmusikfest in Bildstein Auch heute überstehen wir das Sommerwetter nur mit viel, viel Flüssigkeit. Der Umzug ist relativ kurz und unser Kpm. Josef Eberle lässt es sich nicht nehmen, uns von der Ehrentribüne aus zu beobachten. Bei der Heimfahrt ist der Busfahrer nicht gerade erfreut, als etliche Musikanten ein kleines Bier quasi als „Reise-Achtele“ mit in den Bus nehmen. Als man sich schon wohlbehalten wieder zu Hause glaubt, touchiert der Fahrer noch ein Verkehrszeichen beim Vereinsheim und ruiniert damit den Bus. 29.6. Patrozinium St. Peter und Paul Wie schon seit Jahren üblich, hat der Pfarrer für diesen Tag im Himmel gutes Wetter bestellt und bekommen. Die Obfrau des Kirchenchors Lisa Drexel hat Geburtstag und darf einen Marsch dirigieren. Ihr eigener Dirigent Guntram Simma unterstützt sie tatkräftig dabei und kommt anschließend auch noch zum Handkuss. Die beiden bedanken sich mit einer Spende für den Verein. 6.7. Landesfeuerwehrfest in Fußach Trotz der Urlaubssaison hat sich eine stattliche Anzahl an Mitgliedern eingefunden und lässt sich mit dem Bus nach Fußach fahren. Die Startnummer 13 stellt sich als Glücksgriff heraus: Im herannahenden Sturm erreichen wir die Festhalle und kommen mit ein paar einzelnen Tropfen davon. Die restlichen 50 Gruppen haben es nicht so gut getroffen und können sich nach ihrer Ankunft in der Festhalle auswinden lassen. Bevor wir unser einstündiges Unterhaltungskonzert beginnen können, müssen wir noch die Percussion-Instrumente und die Notenmappen ins Zelt schaffen. Gut, dass der Busfahrer das Handy ausgeschaltet und sich unter das zahlreich erschienene Publikum gemischt hat. Die tapferen Schlagzeuger finden ihn schließlich doch und können ihre Arbeit tun. Nach dem Auftritt wird ordentlich gefeiert. Dabei tut sich besonders Daniela Hagen hervor, die mit einem Feuerwehrmann die Schulterabzeichen tauscht und dadurch zum Leutnant wird, gefolgt von Zugführerin Anita Eberle. Im weiteren Verlauf rekrutiert die Feuerwehr sämtliche jungen weiblichen Mitglieder des MVL zu Feuerwehrfrauen, sodass sie innert kürzester Zeit Löschzugstärke erreicht. In der Weinlaube findet dann eine sehr gesellige Löschprobe statt, über die man viel berichten könnte, zB … … wie das geschnitzte Weinlaubenschild nach Lustenau ins Musiheim kam.… warum die beiden Festdamen am nächsten Tag freinehmen mussten.… wer Emanuel Lutz’ Trompete mitgenommen, dafür ihn vergessen hat. Einige Musikanten nehmen das beim Bus abgestellte Oldtimer-Feuerwehrauto der Fußacher Feuerwehr in Beschlag und tuten kräftig mit dem Martinshorn. Aber jedes Fest hat einmal ein Ende und so nehmen wir am Schluss auch noch ein paar zurückgelassene Feuerwehrleute mit. Es sind dies Landesfeuerwehrinspektor Hubert Vetter und unser Haus- und Hoflieferant Christian Bodé. Bei der Heimfahrt wird Julia Hagen schlecht – vielleicht eine Folge des Weinlaubenbesuchs? – sie schafft es aber noch bis zu Nachbar Enders Gartenmauer. Aber auch anderen setzt diese Ausrückung zu, wie zB Daniel Steinhofer (Graniti), der – zuhause angekommen – ein ca. einstündiges Nickerchen auf dem Klo macht. 11./12.7. 125 Jahre Feuerwehr Lustenau Die Feierlichkeiten beginnen mit einem Umzug vom Feuerwehrgerätehaus auf den Kirchplatz. Kaum hat sich unsere urlaubsbedingt kleine Gruppe in Bewegung gesetzt, beginnt es zu regnen, was dazu führt, dass unsere Uniformhemden binnen kurzem durchsichtig sind. Nachdem kein Dirigent anwesend ist, die Feuerwehr aber spontan einen Choral und die Landeshymne bestellt hat, proben wir mit unserem Vorstand Daniel Steinhofer (Graniti) die zwei Stücke. Das geht sich locker aus, während sich die Festbesucher in der Kirche befinden. Danach wird das neue Fahrzeug geweiht. Am nächsten Tag proben wir die Landeshymne noch einmal, diesmal mit Chefdirigent Josef Eberle. Anschließend marschieren wir zum Festplatz und umrahmen die Siegerehrung. Jetzt endlich verabschieden wir uns in die Sommerpause. Doch nicht alle haben schon genug von Blasmusik: Trotz strömenden Regens fahren noch einige Unverbesserliche auf das Wälder Bezirksmusikfest in Hittisau, wo sie auf einer Matschwiese parken dürfen. Als man spät nachts das Auto aus dem Dreck ziehen muss, ist jeder froh, dass er noch die Uniform anhat. 15.8. Alpmesse Schöner Mann Wie letztes Jahr gestaltet ein Störtrupp die Alpmesse des Seniorenbundes Lustenau. Als „special guest“ spielt diesmal EM Toni Huber mit. Der Aufstieg nimmt einige Störtruppmitglieder ziemlich mit. So dreht sich Werni Huber nach der ärgsten Steigung um und meint zu Daniel Steinhofer (Graniti): „Jetz han i gmuont as töü a Norikar kau!“ Der Pfarrer ist wohl auch nicht so gut zu Fuß, denn auf den wartet die Gesellschaft ca. eine Stunde bis die Messe endlich beginnen kann. Anschließend unterhalten wir mit Auswendigen. 22.8. Probenbeginn Wie wir schon seit ca. einem halben Jahr wissen, werden wir beim diesjährigen Herbstkonzert das großartigste, ultimative, sensationell packende, unglaublich schwere, verdammt viel zu probende (…) Stück „Der Herr der Ringe“ von Johan de Meij aufführen. Deswegen legt Kpm. Josef Eberle auch gleich mit Vollgas los: Er ist fast jeden Tag im Vereinsheim anzutreffen, wo er eine Registerprobe leitet. 3. – 7.9. Jugendmusiklager in Oberbildstein Jugendreferentin Martina Hagen und ihr Assistent Ivo Warenitsch verbringen ein paar schöne Urlaubstage mit unserer Jugend in Oberbildstein. Für das leibliche Wohl sorgen die vereinseigenen Köchinnen Judith Hämmerle (Küblars), Judith Hämmerle (geb. Fitz) und Petra Rossmanith. 10.9. Einladung zum Essen durch die Gemeinde Für unsere Mitwirkung beim gemeinsamen Abend der Kulturvereine am 14.6. („Zämmospiel“) werden wir von der Marktgemeinde Lustenau in den Reichshofsaal zum Essen eingeladen. Obwohl sich einige angemeldet haben, findet sich schließlich nur ein kleines Häufchen ein, um dann auch wirklich daran teilzunehmen. 13.9. Firma Häusle - Tag der Offenen Tür Den Festakt umrahmt das Holzbläserensemble „No Brass“. Danach unterhält eine kleine Besetzung die zahlreich erschienen Besucher, während es draußen in Strömen regnet. Dass genau bei der Firma Häusle, welche eine Müllverbrennungsanlage betreibt, das Dirigentenpult vergessen wurde, ist reiner Zufall. Franz Winter rettet es vor der Einäscherung und so tut es – Gott sei Dank! – weiterhin seinen Dienst. 28.9. Stundenlauf der Lebenshilfe Auch heuer stellen wir uns in den Dienst der guten Sache. Nachdem wir eine Runde mitmarschiert sind, unterhalten wir das Publikum auf dem Blauen Platz. Dafür erhalten wir von der Lebenshilfe Lustenau und ihrer Obfrau Ellengard Rhomberg zwei kleine „Fresspakete“. 8.10. Bezirksversammlung Die Bezirksversammlung des Blasmusikbezirks Dornbirn findet in unserem Vereinsheim statt. In diesem schönen Rahmen wird unser Vorstand Daniel Steinhofer einstimmig zum neuen Bezirksobmann gewählt. Musikalisch abgerundet wird die Veranstaltung vom Holzbläserensemble „No Brass“, das heute mit mehr Aushilfen als Mitgliedern auftritt. Aushilfsflötistin Sandra Schäfer wird zur Belohnung von Ivo Warenitsch im Kiki in die Regina transportiert, wo sich die Musikanten einen Drink genehmigen. 24.10. Hochzeit Nadja Oss und Wolfgang Naier Juhu – ein „Musihouozi“! Wir bringen dem Hochzeitspaar, das sich nach 13 Jahre dauernder Prüfung und reiflicher Überlegung zu diesem Schritt entschlossen hat, ein Ständchen. Nach der kirchlichen Trauung in der Kirche St. Peter und Paul spielen wir zur Agape. 26.10. Volksfest der Firma Vision Studios In Balgach spielen wir mit kleiner Besetzung in einer viel zu kleinen Halle. Getreu dem Motto „Schweiz – Österreich“ dirigieren unsere EM Hermann Hagen (Dieser) und Franz Hagen (Dieser) den MV Lustenau und MV Diepoldsau-Schmitter gemeinsam – man spielt zusammen den Bozner Bergsteiger Marsch und „Dem Land Tirol die Treue“. 8.11. VBV Generalversammlung Die Generalversammlung des VBV findet heuer im Reichshofsaal statt. Die Concordia empfängt die Gäste auf dem Blauen Platz und wir spielen zur Umrahmung im Saal. Dabei spielt sich bei den Vorbereitungen folgende Szene ab: Daniel Steinhofer (Graniti) fragt Markus Grabher (Cooper), wo denn Stefan Hämmerle (Dachi) sei. Der müsste schon seit einer halben Stunde da sein. Mäki verneint: „Nein, der ist gerade mit mir gekommen.“ Woraufhin sich Graniti wundert: „Hm, ich könnte schwören, dass die Unterhaltungsmappe vom Hornregister schon seit einer halben Stunde da liegt.“ Das Rätsel löst dann Lothar Wiederin vom Saalteam: „Die Mappe ist schon ein Jahr hier, ich habe sie vor einer halben Stunde da hingelegt, damit ihr sie nicht wieder vergesst!“ Die besagte Mappe gehört eigentlich Michael Oss. Laut Stefan Hämmerle (Dachi) könne man Michl fünf Marschbücher geben und nach einem Jahr habe er sieben verloren! Nach der VBV-Generalversammlung sind wir aber noch nicht entlassen, es folgen noch Proben fürs Herbstkonzert im Vereinsheim. Weil die Musikantinnen und ihre Partner auch dieses Jahr fleißig für Nachwuchs sorgen, hat Josef ein entsprechendes Verbot ausgesprochen. Da es vor allem das Klarinettenregister betreffe, sei so eine Vorgehensweise notwendig, meint er. Und: Ausnahmegenehmigungen könne man nur über ihn bekommen. Die Regelung der Ausnahmeregelung musste aber gleich wieder anders geregelt werden, weil er bis spät in die Nacht mit diesbezüglichen SMS-Anfragen geplagt wurde. 15.11. Patrozinium Loretokapelle Eine kleine Besetzung umrahmt das alljährliche, sehr familiäre Patrozinium im Loreto-Kappili. Anschließend unterhalten die Störtrüppler das Publikum, das sich an belegten Broten und Glühwein labt. 22.11. Herbstkonzert Die Jugendmusik spielt diesmal zur Begrüßung im Foyer, was bei den Gästen sehr gut ankommt, da man sich dann nebenbei mit einem Gläschen für den bevorstehenden Konzertabend in Stimmung bringen kann. Dann treten wir auf und spielen zur Begrüßung „Evolutions“ von Alfred Reed. Aber nun geht es ans Eingemachte: Wie werden wir uns bewähren bei einem so langen Stück? Als erster Verein in Vorarlberg führen wir das gesamte Werk „Der Herr der Ringe“ von Johan de Meij mit allen fünf Sätzen auf. Wir geben unser Bestes und ernten dafür Beifall und Bravorufe. Unser Publikum belohnt uns für die anstrengenden Proben und beweist wieder einmal seine Offenheit für mutige Programme. Sogar Kpm. Josef Eberle muss nach eingehender Prüfung der CD-Aufnahme zugeben, dass wir uns ganz gut gemacht haben. Natürlich mit Hilfe seiner gnadenlosen Probenarbeit, für die ihm Sandra Schäfer eine Superman-Unterhose überreicht. Im zweiten Teil überraschen wir mit zwei jungen Gesangssolistinnen aus den eigenen Reihen: Theresa Fitz lässt mit „Ich gehör nur mir“ aus dem Musical „Elisabeth“ den halben Saal dahinschmelzen, und Melanie Zünd begeistert mit der Bigband-Nummer „I feel a Song coming on“. 27.11. „Ma hilft“ Spendengala Unsere Jugendmusik spielt wieder im Foyer – diesmal aber im Bregenzer Festspielhaus und zur Einstimmung der Gäste für die „Ma hilft – Spendengala“. 29.11. Gedächtnisgottesdienst Wir gestalten den Gedächtnisgottesdienst für die Verstorbenen der Turnerschaft Lustenau und unseres Vereins. 20.12. Fest der älteren Mitbürger Eine kleine Besetzung spielt Hits wie „La Paloma“ oder „Tango-Souvenirs“. 24.12. Weihnachtsblasen Alle Jahre wieder erfreuen Bläser unseres Vereins die Christmettenbesucher im Kirchdorf und im Hasenfeld mit weihnachtlicher Musik. Und da war noch … ... Johannes Hämmerle (Posaune), der Noten in seinem vermeintlichen Fach sucht. Notenarchivar und Adlerauge Franz Winter belehrt ihn auf ca. 10 m Entfernung, dass sein Fach genau 5 Fächer weiter links liege. ... Josef Eberle, der den Posaunen rät, mehr mit dem Brustkorb zu spielen, worauf Johannes Hämmerle (Posaune) spontan seiner Registerkollegin Nadja Oss – in die Augen schaut. ... Johannes Vogel (Rosenwirts), der während der Probe via SMS Fiona Hämmerle (Küblars) die sinnige Frage stellt: „Was machst du gerade?“ Blöd, dass ihr der Vorstand Daniel Steinhofer (Graniti) beim Lesen das Handy wegnimmt. ... Kontrabassist Michael Hofer, dessen Vibratoton für Kpm. Josef Eberle nicht gut genug ist. Um den Chef zufriedenzustellen, hat Michael die Idee: Er verwendet einfach einen Milchschäumer. … Mäki Grabher (Cooper), der seine gesammelten Aufzeichnungen zur Chronik vorschnell an die vermeintliche Chronistin Sandra Hollenstein geschickt hat. Diese meldet sich aber gleich bei ihm, sie sei wohl verwechselt worden, denn sie sei von der Hatlar Musig. Lieber Mäki, unsere Sandra heißt schon seit längerem Schäfer und nicht mehr Hollenstein. … Werni Huber, der sich von Franz Winter den Trick verraten lässt, wie man Gelegenheitsraucher bleibt. Man dürfe nur keine Zigaretten mit nach Hause nehmen, dann sei das kein Problem. Daraufhin meint Werni: „Ach so ist das – ja, stell dir vor, ich würde die Noten mit nach Hause nehmen!“ … unsere Sängerinnen Theresa und Melly, die beim Herbstkonzert hinter der Bühne munter mit der Musi mitträllern, bis sie merken, dass das On-Lämpchen beim Mikrofon leuchtet. Erschrocken werfen sie einen Blick ins Publikum, aber dieses scheint nichts bemerkt zu haben. … Michael Oss, der zwei Wochen vor dem Herbstkonzert Mäki Grabher anruft und fragt, ob er auch in der Anzughose spielen könne, weil er noch „Dreackklattora“ von der letzten Ausrückung an der Musihose habe. Laut Auskunft von Vize-Vorstand Mäki war Michls letzte Ausrückung in Uniform der bereits ausführlich beschriebene Ausflug aufs Hittisauer Musifäscht. Schließlich kann doch noch Entwarnung gegeben werden, die Reinigung schafft es, die Hose bis zum 22. November sauber zu bekommen. … Notenarchivar Franz Winter, der etwas „sidi“ auf das freundliche „Tschau Franz!“ von Melly Zünd reagiert. Er schnauzt zurück: „Brauchst Noten oda wos?“ Wir bedanken uns bei unseren Heinzelmännchen Mäki und Graniti, die für uns immer wieder die besten Geschichten sammeln und aufschreiben, damit sie nicht verloren gehen und möchten an dieser Stelle betonen, dass auch alle anderen sich aktiv an der Chronik beteiligen können – sei es als Fettnäpfchentreter oder Weitererzähler. Wir wünschen euch ein schönes, neues Vereinsjahr. Alles Liebe eure Chronistinnen Wir gratulieren unseren Vereinsmitgliedern, die Nachwuchs bekommen haben, zu ihren Kindern: 18.1. Jonah Schäfer 16.3. Benjamin Felix Steinhofer 2.11. Julian Grabher 7.11. Ronja Marina Holzer
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