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Chronik des Jahres 2000


7. 1. 2000 - 53. Jahreshauptversammlung:

Wer glaubte, dass die 45-minütige Chronik des neuen Chronisten schon der Höhepunkt dieser Veranstaltung gewesen sei, täuschte sich gewaltig.
Es folgten die ersten geheimen Wahlen, die so geheim waren, dass man sich im geheimen jeweils nur einen Kandidaten pro Funktion aussuchen konnte.
Jugendkapellmeister Daniel Steinhofer sprach sich dann in seiner bekannt charmanten und niveauvollen Art darüber aus, dass das Vereinsleben von einer 'Störenden Truppe' verstört werde und die Regierungsbank nichts dagegen unternehme. Abschießend an seine Laudatio sprach er der "Jasserrunde" für deren Geselligkeit ein dickes Lob aus.
Unser Ehrenrobert parodierte uns dann noch den Witz von den Spiegeleiern, denn der Reißverschluss an seiner schnittigen, neuen Lederjacke hatte sich verklemmt. Er zitierte den kleinen Huber vor seinen Bauch und meinte: "Hei Weni hilf mr, woscht i sich nid achi"

27. 2. 2000 - Vereinsschirennen - Sibratsgfäll :

Hoppichler Huber Werner hatte wieder mal beste Wetter- und Schneebedingungen organisiert und so konnte einem erfolgreichen Rennen nichts mehr im Wege stehen.
Sandra Hollenstein und Günti Fitz werden Vereinsmeister und beide können den Wanderpokal endgültig zu Hause konservieren. Die Gästeklasse entscheidet der Schäfer Reini für sich.
Dass Glücksspiele nichts für kleine Jungs sind, müssen Philip Hämmerle und Mätti Holzer am eigenen Leib erfahren, denn die beiden verlieren eine Wette gegen Martina und müssen in shortigen Unterhosen zu zweit auf einem Snowboard zu Tal fahren.
Wie es sich für ein internationales Rennen gehört, konnten die Ergebnisse natürlich auch im Internet nachgelesen werden.
Nicht nachzulesen war dort jedoch, dass der Pokal, der im Nussbaumer übrig blieb, unserer Hämmerle Judith gehörte.

5. 3. 2000 - Faschingsumzug Lustenau :
Der ganze Verein ist als Nikoläuse verkleidet - und ausgerechnet die Trompeter als Krampusse.
Schlagwerker Muggy war vom vielen Alkohol so erledigt, dass er sich beim Vereinsheim die vielen Schnäpse nochmals durch den Kopf gehen lässt und sich anschließend hinter einem Busch ein Ausnüchterungsschläfchen gönnt.
Als ihn seine zukünftigen Schwiegereltern wecken, um ihn in die warme Stube zu bringen, ist er sichtlich befremdet und er meint nur: "I stig nid in a främds Auto inn"
Unter Alkoholeinfluss wurde auch das Vereinsleben um zwei Pärchen bereichert: Daniel Graniti mit Eveline Hämmerle und Mätti Holzer mit Martina Hagen.

25. 3. 2000 - Ständchen 90 Jahre Frau Maria Blatter - Restaurant Rathaus:
Wir überraschen die sichtlich erfreute Jubilarin mit einigen Geburtstagsmärschen.
Überrascht ist auch Toni Vogelmann, wie flexibel die Vereinsmitglieder sein können. Denn obwohl Tags zuvor der Mantel angeordnet wurde, kommen bei diesen frühlingshaften Temperaturen alle nur in Uniform, sehr zur Freude des Vorstandes. Irene Walser ärgert sich dann noch, dass ihr Autoschlüssel bei ihrem blauen Seat nicht passt, muss aber nach längerem Probieren feststellen, dass es sich dabei um Hellars Auto handelt.

8. 4. 2000 - Ständchen 70 Jahre EM Ernst Hagen (Floris) - K&K:
Unter der zackigen Stabführung von Daniel Steinhofer bringen wir unserem Ehrenmitglied ein Überraschungsständchen - Ernst ist sichtlich erfreut und fast zu Tränen gerührt
Der kleine, weißhaarige, dicke Mann, der ihm dann einen roten Nikolaussack, gefüllt mit Geschenken überreicht, ist aber nicht der Nikolaus, sondern höchstens ein alter "Kloos", nämlich unser Ehrenrobert. Lieber Robert, der Nikolaus kommt am 6. Dezember. Im April kommt höchstens noch der Osterhase.

14. 4. 2000 - Einstand Sophie Heidegger:

Unsere neue Untermieterin und angehende Musi-Mama gibt ihren Einstand - ein Tisch voll gefüllter Brezel und zum Nachtisch ausgezeichnete Torten - wir lassen es uns schmecken.
Wir wünschen ihr und uns, dass das Mietverhältnis lange dauert und wir es lange miteinander aushalten.

16. 4. 2000 - Ständchen neuer, alter Bürgermeister HDG - Gasthof Krönele:
Nach einem erbittert geführten Wahlkampf können wir unserem neuen Bürgermeister Hans-Dieter Grabher mit einem Überraschungsständchen gratulieren.
Er ist sichtlich erleichtert und vor lauter Freude ladet er uns für mindestens jedes zweite Jahr zum Abschluss des Maiweckruf zu sich nach Hause ein.
Philipp Hämmerle merkt kurz vorher, dass er den Hut vergessen hat. Unter dem Motto "der Papa wird's schon richten", zeigt uns Papa Werner wie man "mit 66 Jahren" einen alten Diesel-Golf zum quietschen bringt, um seinem Sprößling das vergessene Stück noch rechtzeitig zu besorgen.
Gequietscht hat es auch noch bei Mäcki Grabher, denn als er sich bückt, reißt ihm die Hose vom Hosenladen bis zur hinteren Gürtelschlaufe - Dunkelblaue Unterwäsche wird empfohlen, dann fällt es nicht so auf!

24. 4. 2000 - Osterfrühschoppen - Reichshofsaal

Schon im Vorfeld passierte einiges: Da immer am Dienstag Annahmeschluss für die Blättli-Inserate ist, sah man am Mittwoch unseren Günti Fitz im Rathaus bittend vor einem Beamten knien, damit sein Inserat doch noch angenommen werde.
Sehr eifrig probten auch unsere Schlagwerker Mätti, Mäcki und Philipp - hatten sie doch heuer ein Kochlöffelsolo zu bewältigen. Nicht schlecht staunte unsere Sophie, als sie nach einer solchen Probe ca. 40 zerbrochene Kochlöffel und eine leere Kiste Bier im Musiheim vorfand. Gewundert hat sie sich auch über das riesige Brett, das unter einem Tisch herausragte - sie konnte ja nicht wissen, dass dies der Größenausgleich für den kleinen Mäcki war. Der fleißigste von den dreien war jedoch eindeutig Mätti, denn er übte sogar zu Hause am Küchentisch, den man dafür nach dem Osterkonzert neu abschleifen und lackieren musste.
Beim Konzert spielen wir dann wie im vorigen Jahr mit Jugendmusik, Bauernkapelle, Bigband und zum Schluss mit der ganzen Besetzung.
Musikalisch klappt alles zur vollsten Zufriedenheit unseres Kapellmeisters und das zahlreich erschienene Publikum hört die kleinen Fehler sowieso nicht. Dafür kann es bei der Bauernkappelle die unterschiedlichsten Socken bewundern: Thomas Grabher schwarz, Dachi Daniel grau, Daniel Fink braun, Peter Schelling weiß.
Als Draufgabe spielen wir den Marsch "Furchtlos und Treu". Ivo hatte schon vorher gewettet, dass jemand dreinhauen würde - und ausgerechnet die Studierten aus der ersten Reihe, Claus und Tanja, schafften dies. Als Wiedergutmachung werden sie uns bei Gelegenheit auf eine Jause einladen.
Nicht um einen Architekturwettbewerb über die Bestuhlung des Blauen Platzes handelte es sich bei dem Schlagwerkstuhl, der nach dem Konzert mutterseelenalleine dort stand. Unser Vorstand und Möbeläutelifahrer Toni hatte ihn nur auf der Fahrt ins Musiheim dort verloren.

30. 4. 2000 - Weißer Sonntag - Peter und Paul:
Wir treffen uns heuer beim Vereinsheim. Als wir endlich geschafft haben uns aufzustellen und Irina Grabher ihr Marschbuch, das sie beim zweiten Schritt verliert, aufgenommen hat, marschieren wir über die Jahnstraße zur Volksschule Kirchdorf, um dort die Erstkommunikanten abzuholen. Zurück geht's über die Schillerstraße und Kirchstraße, wo wir bei Sandra Hollensteins neuem Heim abrupt gebremst werden, um deren Schnapssortiment zu probieren - wir lassen uns nicht zweimal bitten.

1. 5. 2000 - Frühschoppen - Blauer Platz
Der Toni aus Lustenau hatte zu Gunsten der Kinderkrebshilfe einen Weltrekordversuch mit Eintrag ins Guinessbuch organisiert. Auch wir stellen uns in den Dienst der Guten Sache und spielen einen kostenlosen Frühschoppen. Die 10 Sportler, die die 10 km Feuerwehrschläuche ausrollen und wieder zusammenrollen, benötigen dafür, sehr zum Leidwesen unseres Chronisten, etwas länger, denn dieser hatte so blöd geparkt, dass er erst als der Rummel fertig war wieder wegfahren konnte.
Auch Irina Grabher wird langsam Guinessbuch-verdächtig, denn auf ihrer 3. Ausrückung sicherte sie sich den 3. Eintrag in die Chronik - sie hatte den Hosenladen sperrangelweit offen !

5. 5. 2000 - Dämmerschoppen - Blauer Platz
Wir eröffnen mit einem Platzkonzert die Sommersaison am Blauen Platz. Während die doch zahlreich erschienen Besucher unter kohlschwarzem Himmel vergeblich auf Regen warten, warten auch wir vergeblich auf unseren Thomas Grabher, der währenddessen selig zu Hause schläft. Zu unserer Stärkung darf dann noch jeder Musikant ein alkoholfreies Getränk auf Vereinskosten konsumieren.

7. 5. 2000 - Maiweckruf
Nach einem ausgiebigen Frühstück, gespendet von Wolfi Naier, ist an diesem wunderschönen Frühlingstag um 6.00 Abmarsch vom Vereinsheim.
Über Reichshofstraße und Grindelstraße kommen wir zum Kreisverkehr, wo wir eine Ehrenrunde drehen, damit sich Irene Walser, die dort mit verschlafenen Augen an der Ecke wartet, auch einordnen kann. Einige hundert Meter weiter heißen wir in der Büngenstraße dann auch noch unseren Wien-Legionär Jens Weber herzlich willkommen, so dass wir endlich komplett sind.
Die erste Station erreichen wir in der Königshofstasse bei Pfifars Hämmerle Reinhard. Angefangen von Kuchen und frischen Gipfeln mit Kaffee, bis hin zu Wurstbrötchen mit Limo oder kühlen Pfiff ist hier für jeden Geschmack etwas aufgetischt. Junghornist Daniel Fink zückt hier voll Stolz seine Alkohollizenz, die ihm seine Mutter vorsorglich ausgestellt hatte und kippt sich gleich ein Bierchen in den Hals.
Weiter geht's Richtung Flurstraße. Jedoch schon in der Büngenstraße stehen wir überraschend vor einer Straßensperre, die Bänker Erich Fitz mit Reservepfarrerin Annelies errichtet hat und erst als wir uns mit einigen Schnäpsen freigetrunken haben, wird die Schranke geöffnet.
Da unser Ehrenmitglied Rudi Hofer durch Abwesenheit glänzt, kommen wir ungehindert bis zum Küblergeto. Hier können wir uns noch mit erlesenen Bränden stärken, bevor wir uns beim Gemeindesekretär Reinhard und Karin Alge erneut von den Strapazen erholen können. Die Wienerle schmecken, aber auch für den Durst ist ausreichend gesorgt und nach dem opulenten Mahl können wir uns noch von den Schnapsbrennerqualitäten des Herrn Dr. Pju überzeugen.
Wie aufopfernd sich unser Vorstand für seine Vereinsmitglieder einsetzt, zeigt er uns dann in der Wiesenrainstraße. Stellvertretend für seine Kollegen will er als einziger einen der bunten Schnäpse, die bei Familie Otto Hofer für uns bereitgestellt sind, hinunterwürgen. Er muss aber erfreut feststellen, wie viele Funktionäre es in unserem Verein gibt, denn angefangen vom Vize bis hin zu 4 Klarinetten und 3. Flöten opfern sich fast alle für diese schwierige Aufgabe.
Eine Durstige Strecke erleben wir dann im Eigenheim und auch in der Reichenaustraße bleiben die Kehlen trocken.
Jedoch in der Negerlistraße bei Vorstands ist es wieder soweit. Marianne hatte sämtliche Familienmitglieder organisiert und wir lassen uns nach Herzen verwöhnen. Viele Küchen und ca. 300 Schinkengipfel warten auf uns.
Da Sonntag ist und wir nun mal nicht zum Gottesdienst können, meint unser neuer Wirtschafter Daniel Hämmerle, uns die Geschichte von der wundersamen Brotvermehrung erzählen zu müssen. Er will uns doch tatsächlich weismachen, dass, wenn Marianne 300 Schinkengipfel gebacken hat und wir 50 Leute sind, dass es jedem Musikanten dann mindestens 8 Gipfel treffen müsste. Nicht umsonst hat man ihn zum Wirtschafter gewählt.
Nachdem ein kleiner Störtrupp noch einen Erkundungsmarsch durch die Nachbarstraßen absolviert hat, wo es am hellen Vormittag unter den Bänken gedunkelt hat, marschieren wir über Schützengarten und Alpstasse weiter zur Bananensiedlung. Obwohl wir dort noch extra einen Marsch spielen, lässt sich niemand dazu hinreißen, unsere mittlerweile wieder trockenen Kehlen etwas anzufeuchten.
Wir schleichen uns deshalb über einen urigen Hohlweg von dannen, bis zur Grindelstraße, von wo wir zu Oskis neuer Würstelbude marschieren.
Hier stehen wir buchstäblich auf der Straße, denn wir müssen fast unter Lebensgefahr einige Märsche spielen, ehe eigens für uns einige Bänke aufgestellt werden. Dabei achtet man sehr darauf, dass wir uns nicht erkälten und stellt diese in die brütende Mittagssonne. Nichts desto trotz lassen wir uns dann vom reichhaltigen Angebot verwöhnen. Von Cörry-Mayo und Hamburger-Ananas-Käs-Zwiebelsoß bis Wienerschnitzel und Hännele wird alles geboten. Auch Durst müssen wir keinen mehr leiden. Als dann der Vorstand verkündet, dass wir Applaus auch in flüssiger Form annehmen, werden wir von Schnäpsen wahrlich überschüttet.
Dass nur Kühe wissen wenn sie genug haben, beweisen Oss Michl und Fux Erich, denn da die beiden ja keine Kühe sind, kommen sie nicht am Haus des Bürgermeisters, wo die Concordia am feiern ist, vorbei. Sie lassen sich zu einem Gemeinschaftskonzert mit den Dorfern hinreißen und erhalten die Gage dann in flüssiger Form.
Nochmals einen herzlichen Dank an alle Spender, aber auch an alle Vereinsmitglieder, nicht mehr zu trinken, als mit Gewalt hinunterging, sodass wir diesen Maiweckruf ohne Exzesse beenden konnten.

21. 5. 2000 - Kreismusiktage AU - SG:

Nachdem wir am Vormittag noch schnell eine zweite Marschprobe absolviert hatten, nehmen wir am Marschmusikwettbewerb teil. Auch Mäcki Grabher, der die Tschinellen in Lustenau vergessen hatte, schafft es Dank der Voglemännischen Fahrkünste auch noch rechtzeitig zu erschienen. Mit dem Bozner Bergsteiger marschieren wir dann an den Wertungsrichtern vorbei. Auf Grund unserer mangelnden Vorbereitung lassen wir uns nur still bewerten, dies hätten wir uns jedoch schenken können, denn auch ohne großes Proben hätten wir mit unserer Leistung den 5. Rang erzielt.
Anschließend spielen wir im Zelt auf und bringen die sonst an sich müden Schweizer in Stimmung.
Die letzten unserer Musikanten wurden spät in der Nacht immer noch am Festplatz gesehen.
Auch Ursula Kancz war dabei, denn sie traute sich in betrunkenem Zustand nicht nach Hause und musste deshalb auch so lange bleiben. Sie musste dann noch am eigenen Leib verspüren, dass, wer nicht mehr gerade gehen kann, schon gar nicht mehr Fahrradfahren kann. Aber es gibt ja noch hilfsbereite Musikkollegen, die einem wieder aufhelfen. Nach kurzer Nacht fuhr sie dann am Morgen extra zur Firma NägeleBau, um dort ihrem Arbeitgeber mitzuteilen, dass es ihr unmöglich sei, in ihrem Zustand zu arbeiten und außerdem musste sie ja ihre staubige Uniform wieder auf Hochglanz bringen.
Als Sandra Hollenstein gegen 1.00 zu Hause war und merkte, dass ihr Piccolo nicht mehr im Fahrradkorb war, machte sie sich auf die Suche, fuhr erneut mit dem Rad nach Au und fand es schließlich unversehrt auf der Schillerstraße.
Tage später erkundigte sich dann eine freundliche Frauenstimme telefonisch bei Reini, ob denn hier eine Musikantin Namens Sandra wohne. Sie hatte deren Musihut gefunden, den Frl. Hollenstein noch nicht mal vermisst hatte.

27. 5. 2000 - Fahnenweihe Musikverein Altach:

Wir gestalten den Festgottesdienst und marschieren anschließend zum Festzelt. Ivo hat extra den Hut zu Hause vergessen, um erstmals seine frischpolierte Glatze zu zeigen.
Im Festzelt werden wir von einem spendablen Raiffeisenbank-Festführer erwartet, der uns zeigt, wie großzügig man mit fremdem Geld umgehen kann.
Von der Lieblichkeit der altacher Fahnenpatin angetan, eröffnet uns dann Sandra Hollenstein, dass sie unsere nächste Fahnenpatin sein wolle. Es ist ihr wirklich ernst und sie erklärt uns, im Vollbesitz ihrer geistigen Fähigkeiten und vor allem auch nüchtern zu sein. Wir bedanken uns jetzt schon recht herzlich und freuen uns auf dieses Fest.

1. 6. 2000 - Christi-Himmelfahrts-Prozession - Hasenfeld

Gemeinsam mit den Erstkommunikanten marschieren wir bis zu den Alpblöcken und von dort über Spar Brunner zurück zur Guthirtenkirche.
Irene hatte sich schon vorher wieder verabschiedet, da ihr Instrument bei Hubers Werner war und der beim Blum 100%-ige Überstunden machte. Sie ging aber nicht nach Hause zum Kochen, sondern kochend nach Hause.

9. 6. 2000 - Gemeinsam mit der Trachtengruppe am Blauen Platz
Die Volkshoppler hatten dem Handorgler vom letzten Jahr gekündigt und deshalb kam ihre Musik aus der Konserve.
Wir hingegen spielen live und zwar fast das gesamte Marschbuch von vorne bis hinten. Als dann der 47er Regimentsmarsch angesagt wird, beginnt unser Hinkebein Hellar Holzer verzweifelt im Marschbuch zu blättern und zu suchen und stellt entsetzt fest, dass er nur 28 Märsche hat, aber nie und nimmer eine Nummer 47.
Anschließend werden wir beim Musiheim vom Mexar Virglar mit Kalbsbratwürsten vom Grill verwöhnt und zwar gratis. Neo-Wirtschftler Dachi hatte das organisiert, denn die gekauften Briende kommen bei ihm sonst immer so sau teuer.

17. 6. 2000 - Eröffnung HypoBank
Bei sommerlichen Temperaturen, umrahmen wir den Tag der offenen Tür der neuen HypoBank.

17. 6. 2000 - Hochzeit Winter Manfred und Barbara

Unser Bari-Saxer Manfred führt in Bludenz seine Barbara zum Traualtar und wir sind live dabei. Ein kleiner Störtrupp gestaltet die Messe und auch die Saxophonkollegen wollen mit einem Quintett einige Stückchen spielen. Julia Sperger hat sich aber etwas verspätet und schüchtern wie sie ist, traut sie sich nicht in die Kirche.
Mit viel Überredungskunst schaffen wir es schließlich doch, sie mit einer 'fürroten Birne' durch die Kirchenpforte zu ihren wartenden Registerkollegen zu schieben.
Zu spät kommt auch Daniel Hämmerle, der schnellste Musikant von Lustenau. Auf der Autobahn überholt der PS-Macho zwar alle und braust mit Volldampf Richtung Bludenz, dort weiß er aber den Weg nicht und so kommt er schließlich als Letzter zum Kapuzinerkloster.
Nach der Agape im Kapuzinergarten, wo Sekt, frische Brötchen und Kirschen, frisch vom Baum gereicht werden, geleiten wir das Brautpaar mit klingendem Spiel zum Abendessen.
Wir lassen uns in der Remise die Wienerschnitzel schmecken und erst danach kommen dann einige der Kirchenbläser drauf, dass sie eigentlich auch zum Hochzeitsmahl geladen gewesen wären.
Wir bedanken uns für die Einladung und wünschen unserem Brautpaar nochmals alles Gute und dass Gott gebe, dass es lange hebe.

22. 6. 2000 - Fronleichnamsprozession - Peter und Paul:
Bei wunderbarem Wetter prozessieren wir mit der Pfarrgemeinde über die Maria-Theresien-Strasse, Schmiedgasse, Pontenstrasse und Kirchstrasse unter's Suterlütti-Dach, wo wir noch einige Märsche spielen und uns dann bei der Agape ein zweites Frühstück gönnen.

23. - 26. 6. 2000 - Landesmusikfest Steiermark - Deutschlandsberg :
Pünktlich um 6.00 fahren wir von unserem Vereinsheim los. Wir kommen aber nicht sehr weit, genauer gesagt nur bis in Nachbars Gartenmauer. Dort legen wir schon die erste Pause ein, um die verschränzte Stoßstange unseres Busses zu begutachten
Dann kommen wir aber ungehindert bis ins Tirol, wo auf einem Rastplatz bei strömendem Regen frische Wurstbrötchen und saure Riesengurken gereicht werden. Kaum wieder eingestiegen hat Günti Fitz sichtlichen Stress, in einer seiner unzähligen Jackentaschen sein läutendes Handy zu finden. Aber auch während der Fahrt hat es der Presse-Manager sehr wichtig, denn allbott läutet es und dann führt er sehr wichtige Gespräche.
Eine kurze Kaffee-Pause legen wir dann noch bei Rosenbergers ein, wo unserem Vorstand eine erstaunliche Verjüngung widerfährt, denn unsere Kindsköpfe füllen für den nun 10-jährigen Toni aus Lustenau ein Preisrätsel aus, damit er einen bunten Kindernachmittag mit seinem Verein gewinnen möge - ob er gewonnen hat? - bis heute haben wir noch nichts gehört.
An einer eher schmuddeligen BP-Tankstelle nehmen wir dann unser Mittagessen zu uns und Ivo nützt diese Gelegenheit, den armen Kellner zur Sau zu machen und mit diesem über sein völlig unakzeptables Stück Fleisch, das in der Speisekarte irrtümlicherweise Filet genannt wurde, zu schimpfen.
Kaum wieder im Bus beweist uns unsere Judith Hämmerle dann ihre Menschenkenntnis. Völlig aufgelöst fuchtelt sie zum geschlossenen Fenster hinaus auf einen vorbeigehenden Herrn und schreit fast schon hysterisch "hey, diön do duss känn i - diön han i ou schö g'seöchö" - eh klar, es war ja unser Busfahrer!
Ohne gröbere Zwischenfälle kommen wir nach Trahütten, wo wir im tiefen Wald bei der Pension Ella erwartet werden.
Zur Quartierverteilung werden dann die Eheringe kontrolliert und nur wer einen gültigen solchen vorweisen kann, kommt auch in den Besitz eines der begehrten Doppelzimmer. Der Rest muss sich aus sittlichen und moralischen Gründen mit einem Mehrbettzimmer begnügen.
Beim Abendessen lernen wir dann die bekannte steirische Küche kennen und lassen uns Schweinsbraten und Forellen schmecken.
Das ein voller Bauch nicht gerne studiert, könnte der Grund gewesen sein, dass wir Mäcki Grabher und Phillip Hämmerle bei der anschließenden Fahrt nach Stainz in der Pension vergessen, eher wäre es aber möglich gewesen, dass sich die beiden absichtlich im Klo versteckten, um die beiden kranken Jungmusikantinnen Irina Grabher und Mirjam Hagen zu betreuen - es hat sich jedenfalls keiner der beiden darüber beschwert.
In Stainz besuchen wir das Kirchenkonzert der Kapelle Zwölfmalgreien aus Südtirol und anschließend werden wir von Frau Landeshauptmann Klassniz zu einem feudalen Buffet geladen und wir lassen uns nicht zweimal bitten.
Hier treffen wir auch Herrn Alfred Reed, der bereitwillig Autogramme verteilt und auch Dachi Daniel sichert sich ein solches, wahrscheinlich für sein Poesiealbum.
Den Abend lassen wir dann bei Ella ausklingen wo noch reichlich Schilcher fließt. Unsere Jungen hätten gerne noch auf dem Zimmer weitergefeiert, als jedoch Wirtin Ella im Nachthemd das Zimmer betritt und stimmgewaltig für Ruhe sorgt, legen sie sich kleinlaut nieder.
Nicht schlecht gestaunt hat dann noch Oldboy Hellar, als er durch lautes Stöhnen und Schnauben mitten in der Nacht erwacht. Er sieht einen, auf allen Vieren schlafwandelnd durchs Zimmer kriechenden Huber und erst als er dem kleinen Werni sagt, er solle doch wieder in seinen Stall gehen, kriecht dieser, laut Hellar wie ein Varan, was auch immer das sei, zurück in sein Bett und schläft weiter. (War das der Schilcher, du kleiner Pülcher?)
Jedenfalls treffen wir uns am nächsten Morgen alle wohlgelaunt und eher unausgeschlafen zum Frühstück.
Wir fahren nach St.GroßFlorian, wo wir vor dem Feuerwehrmuseum ein Platzkonzert mit Raketen und Sirenenklang bestreiten. Als Gage erhalten wir drei Kisten Bier und werden vom Bürgermeister beim Kirchenwirt zum Mittagessen eingeladen.
Am Nachmittag fahren wir in die Landeshauptstadt Graz und verbringen die Zeit mit Shopen und Bummeln.
Daniel Hämmerle, Thomas Grabher und Claudi Vetter geistern auch in der Stadt umher und finden den Eingang zu einer Geisterbahn. Man kauft ein Billett und besteigt erwartungsvoll die eher kleinen Wägelchen. In ihrer kindlichen Einfältigkeit merken sie aber zu spät, dass es sich nicht um eine Geisterbahn, sondern um eine Züglifahrt durchs Märchenland, für Kinder unter sechs Jahren handelt - aber, es soll ihnen trotzdem gut gefallen haben.
Als wir uns gegen Abend wieder beim Bus treffen, ist es auffallend, dass fast jeder Musikant mit einem Kastner&Öler-Sack daherkommt. Man hat allerlei eingekauft.
Am Abend besuchen wir ein Konzert in Deutschlandberg. Vogelfrau Marianne nützt diese Gelegenheit, um dort endlich mal gehörig auszuschlafen, um dann für den anschließenden Buschenschankbesuch wieder topfit zu sein und sie war auch topfit, jedoch nur bis Kassierfrau Gerti trocken meint, ihr VogelToni würde nicht so sau alt ausschauen, weil er schon über 40 Jahre Musikant sei und davon schon 28 Jahre Vorstand, nein, eher weil er schon 31 Jahre mit seiner Marianne verheiratet sei. Das hätte der Chronist nicht sagen dürfen, aber aufschreiben muss er's halt.
Beim Frühstück am Sonntagmorgen dann schon das gewohnte Bild: lauter gutgelaunte, aber müde Musikantengesichter. Bei strömenden Regen fahren wir dann zum Umzug nach Deutschlandberg. Wir sind nicht die einzigen, denn weit über hundert Busse wälzen sich in diese Richtung. Auch der ORF, der diese Großveranstaltung überträgt ist präsent und wird auf uns aufmerksam. Zuerst wird die hübsche Martina Hagen interviewt und dann tritt unser Senior Werner Hämmerle mit charmantem Grinsen vor die Kamera. Sein Gesicht wurde jedoch lang und länger als ihm der Reporter die erste Frage stellte, die da lautete: "Gibt es in Vorarlberg keine Altersbegrenzung für Blasmusiker?."
Als der Regen etwas nachlässt kann auch der Umzug mit 7852 Musikanten beginnen. Im Stadion, wo sich alle Musikkapellen zu einem Gemeinschaftskonzert aufstellen, stehen wir als Vorarlberger Vertretung in der vordersten Reihe, direkt im Regen vor der überdachten Ehrentribüne, wo die gesamte Prominenz wie BM Bartenstein und BM Schmid, sowie LH Klassniz und natürlich unsere vier Musikantenfrauen sitzen. Die Wartezeit überbrücken wir mit einigen Auswendigen und bringen so Stimmung auf die Tribüne. Dies geht soweit, dass wir sogar eine Einladung für kommendes Jahr erhalten.
Gegen Mittag ist dann diese Großveranstaltung beendet und wir fahren zu Ella zum Mittagessen und um unsere Uniformen zu Trocknen aufzuhängen.
Am Nachmittag fahren wir dann gemeinsam nach Semriach, um dort die Lurgrotte zu besichtigen. In dieser Grotte, in der es Sommer und Winter 8-9° hat, hängt der größte Stalaktit der Welt und eine Fledermaus. Als wir ca. 2 km im Bergesinnern sind, können wir dieses Wunderwerk aus Kalk bestaunen. Auch die Vogelfrau Marianne steht voll Bewunderung vor diesem Riesen-Ding und bemerkt voll Euphorie: "hui, deör goht jo gär nid bis an Bodö" worauf der kleine Huber trocken meint: "Jo Marianne, deis heat ar gad arklöört." - so bringt man auch eine Frau Vorstand zum Schweigen.
Am Abend sind wir dann im Buschenschank Resch angemeldet. Für 50.- pro Person lassen wir uns die Brettljausen schmecken und nur unsere Jungen schaffen es, auch wirklich aufzuessen, so üppig wird aufgetischt. Mit vollgefressenen Bäuchen kippen wir dann etliche Schilchermischungen in den Grind, dass der Wirt Mühe hat, die dazugehörenden Striche zu machen.
Zum Nachtisch serviert uns dann Konsum-Gerda in Schilcher eingelegte Bratenstreifen, die dem jeweiligen Opfer in den Mund gependelt werden - angeblich eine steirische Spezialität, oder doch nur eine Erfindung aus übermäßigem Alkoholkonsum ?
All dies erlebt unser Thomas Grabher aber leider nicht mehr. Er ist wirklich vom Pech verfolgt, denn nachdem er Tags zuvor wegen Übermüdung im Buschenschank ertschlafen war, muss er heute bereits am frühen Abend mit seiner Claudi wegen Überfüllung in den Bus zum ausnüchtern. Dies konnte aber unserer Mirjam Hagen nicht passieren, denn sie trinkt nix und fragt deshalb den Chronisten, ob man auch in die Chronik kommt, wenn man nix trinkt - aber sicher liebe Mirjam - wenn man so schön darum bittet.
Ein armer Hund ist auch Marco Hollenstein, er hat Tags zuvor einen Hut um 500.- Schilling gekauft und ist deshalb jetzt pleite. Arm sein heißt jedoch nicht dumm sein und er vermietet seinen Hut ganz einfach um 50.- pro Stunde an Gerda, denn die merkt's eh nicht mehr und ihm gibt's wieder ein paar G'spritzte.
Am nächsten Morgen geht's dann wieder nach Hause. Der ganze Verein beweist Kameradschaft, denn damit unser Günti am Abend rechtzeitig auf seine Bigband-Probe kommt, fahren wir extra eine Stunde früher - wir hoffen er lässt sich dafür mal was einfallen - odr Günti? Auf der Autobahn wird unser Bus dann immer langsamer und langsamer, bis er schließlich wirklich zum stehen kommt und keinen Naggler mehr macht. Gott sei Dank haben wir Stefan, er ist Bundesheersoldat und toller Typ, denn er bringt den alten Mayr-Bus wieder zum laufen, sodass wir ungehindert weiterfahren können bis uns Vogelfrau Marianne eine 10-minütige Pause genehmigt. Vogelmann beweist aber Durchsetzungsvermögen und macht eine halbe Stunde daraus - danke Toni.
Marco, immer noch Pleite musste irgendwie zu Geld kommen - warum nicht mit Kartenspiel? Er hat Glück, denn sein Partner ist der beste Jasser des Vereins, nämlich der schlaue Fux und dieser sollte ihn nicht enttäuschen. 120.- war der Lohn, dazu noch 100.- vom Vortag - damit konnte man sich ein anständiges Mittagessen leisten und dieses nahmen wir beim Rosenberger in Eben im Pongau ein.
Pünktlich um 19.00 erreichen wir dann unser Vereinsheim und beenden so unsere Konzertreise.

30. 6. 2000 - Ständchen 90 Jahre Maria Fitz - Ivo's Oma :
Wir treffen uns beim Glas Meusburger, um mit klingendem Spiel zu Ivos Elternhaus zu marschieren. Ivo's wie gewohnt zackiges Kommando zum Abmarsch lautete: "Habt acht, im Schritt " - Pflätsch ! - Franz hatte noch einige Liter Wasser aus Deutschlandsberg in seinem Bass gehabt.

1.7. 2000 - Sanderfest
Wir begeistern wie schon im Jahr zuvor das Publikum. Sogar unsere sonst eher müden Schlafzeuger hauen so drein, dass es ihnen eine Tschinelle umstülpt, dass sie ausschaut wie ein chinesischer Wok.
Natürlich haben wir einen Ruf zu verlieren und so können wir nach dem Spiel nicht gleich nach Hause gehen, sondern müssen noch die Bar besichtigen, die einige erst als Vorletzte wieder verlassen.
Irgendjemand hat dann noch festgestellt, dass die Concordia viel die strammeren Kerle hat, wir in unserem Verein aber dafür die viel hübscheren Mädchen hätten.
(Es gibt keine hässlichen Leute, nur zu wenig Alkohol)

2. 7. 2000 - Pfarrfest Peter und Paul:
Traditionsgemäß gestalten wir den Frühschoppen in Pfarrars Hoschtat. Nicht traditionsgemäß war jedoch die Hose, die zum Trocknen an Petras Notenständer hing. Die war ihr am Vortag beim Sanderfest nass geworden, denn die allerletzten Gäste hätte es anscheinend noch verregnet.

7. 7. 2000 - 3. Cup-Bewerb - Dart :
Wir bestreiten diesen Wettbewerb nach der Probe. Thomas Grabher stellt den Automaten zur Verfügung, weil er eh schon fast zwei Jahre im Vereinsheim geparkt ist.
Fetz Martin gewinnt von Oss Michael und Warenitsch Ivo.
Anschließend lädt uns Kassier Franz Winter auf einen Briend ein, weil er so froh ist, seinen Manfred endlich unter der Haube zu haben und wir dieses Fest musikalisch umrahmt haben.

8. 7. 2000 - Musikantenfussballturnier - Dornbirn Haselstauden:
Es schüttet in Strömen und trotzdem nehmen wir mit zwei Mannschaften an diesem Turnier teil, während andere Vereine nicht mal eine zustande bringen.
Wie schon gewohnt haben wir ausreichend trainiert und kommen trotzdem nicht über den drittletzten Platz mit den Alten und den letzten Platz mit den Jungen hinaus.
Besondere Attraktion sind natürlich wieder unsere Cheerleader - sie veranstalten in ihren hautengen Leibchen eine Wet-T-Shirt-Show und da es nicht nur nass ist, sondern auch noch saukalt ist, kommen ihre Reize besonders gut zur Geltung.

9. 7. 2000 - Bezirksmusikfest Dornbirn Haselstauden:
Wir fahren mit dem Bus nach Haselstauden und nehmen nur am Umzug teil. Anke Weiss wird schon vorher schlecht - schwanger? - nei nö!
Im Zelt werden wir dann von Festführer Dr. Böckle mit Hennele und Halsstücken verwöhnt und auch für Getränke, um den Staub im Zelt hinunterzuspülen wird ausreichend gesorgt. Um 18.00 treibt uns dann unser Vorstand in unseren staubgrauen Uniformen zum Bus. Leider hat er übersehen, dass wir auf unsere Aushilfe Peter, der aber wiederum bei seinen Buchern aushilft, warten müssen. Um uns die Wartezeit im Bus etwas zu erleichtern, lädt uns Toni auf ein Freigetränk auf Vereinskosten ein. Mit fremdem Geld ist leicht spendabel sein.
Endlich beim Vereinsheim angekommen, wartet die Vogelfrau schon auf ihren Vogelmann, um ihn abzuholen. Er sieht sie aber nicht und telefoniert nach Hause, damit sie ihn abhole. Da sie aber natürlich nicht zu Hause ist, ruft er seine Tochter Karin an und bestellt diese zum Vereinsheim. Doppelt genäht hält eben besser. Dafür muss er sich von seiner Marianne anhören, dass er jetzt glich a ‚Lappi' sei.

14. - 16. 7. 2000 - 12. Sommerfest im Hasenfeld - zum Ersten:
Aufgrund der schlechten Wetterprognosen verschieben wir das Fest im wahrsten Sinne des Wortes einstimmig, denn nur unser Vorstand ist dagegen.

21. - 23. 7. 2000 - 12. Sommerfest im Hasenfeld - zum Zweiten:
Wir beginnen mit dem Aufbau erst ab Mittwoch und trotzdem sind wir nach einiger Hektik am Freitagabend fertig und das Fest kann beginnen.
Wie nicht anders zu erwarten, hatte sich Familie Vorstand wunderbarstes Urlaubswetter ausgesucht und so haben auch wir traumhaftes Festwetter.
Das zahlreich erschienene Publikum tobt, als DJ Wolfi seine CD's auflegt, aber leider nicht vor Begeisterung. Viele besuchen deshalb unsere Weihnachtsbar und geben sich dort weihnachtlichen Klängen hin und lassen sich von Barchefin Sandra und deren Gehilfinnen eine schöne Bescherung bereiten.
Auch Ehrenrobert schnappt sich schon traditionsgemäß die Musifrauen und macht mit ihnen einen Barbesuch. Dabei erweist er sich als Kavalier der alten Schule und lässt seine Frau Ella einfach auf dem Festplatz sitzen.
Dafür kann sie dann beobachten, wie Junghornist Daniel Fink während er lässig mit seinem Handy telefoniert, in einen Bändel rennt und dabei fast stranguliert wird. Ähnlich ergeht es dem Chronisten, der zwar kein Handy hat, dafür aber zwei hübschen jungen Mädchen zuwinkt und deshalb seine beiden gläsersammelnden Kinder mit seinem Einkaufswägeli zusammenfährt.
Nicht sehen konnten wir jedoch, wie es unser kleiner Mäcki Grabher geschafft hat, eine Gruppe randalierender Gastarbeiter zu beruhigen, denn alle, die um ihn herumstanden waren mindestens zwei Köpfe größer als er und deshalb konnte man ihn gar nicht sehen.
Einen ‚Bunten Abend' im wahrsten Sinne des Wortes muss unsere Julia Sperger erlebt haben, denn sie ist so blau, dass sie sich am nächsten Morgen nicht mehr erinnern kann, wie die roten Knutschflecken an ihrem weißen Hals und die grünen Grasmasen auf ihre gelben Hosen gekommen sind.
Am Samstag dann wieder wunderbares Festwetter und der Platz füllt sich so schnell, dass bereits um 20.30 die restlichen Garnituren aufgestellt werden müssen. Mit den 'Vorarlberger Spatzen' haben wir einen Glücksgriff getan, denn sie spielen den ganzen Abend zur vollsten Zufriedenheit des Publikums. Zum Dank für diese gelungene Darbietung setzt sich dann Irene Walser lautstark dafür ein, dass nach 1.00 der bereits geputzte Grill extra nochmals angeheizt wird und für die beiden Musikanten noch eine Wurst gegrillt wird.
Am Sonntagmorgen zelebriert Pfarrer Willi Schwärzler den Festgottesdienst, der von einer kleinen Besetzung umrahmt wird. Das Wetter ist zweifelhaft und genau so zweifelhaft ist, ob Irene, die zu dieser Zeit noch zu Hause mit unseren Fürbitten im Bett liegt und wahrscheinlich von gegrillten Mitternachtswürsten träumt, noch rechtzeitig erscheinen wird. Sie schafft es fast, und als wir unsere, auf die Schnelle improvisierten Fürbitten heruntergeleiert haben, tritt auch sie noch auf die Bühne und liest mit rauer Stimme, struber Frisur und tiefem Einblick ins aufgeknöpfte Musihemd, was vermuten lässt, dass sie den Grawatt vergessen hat, auch noch eine Bitte.
Ein Platzregen ist, wenn es auf einem Platz regnet und genau das müssen wir kurz vor Ende der Messe erfahren. Es geht drunter und drüber, aber wir sind immer Herr der Lage. In aller Eile werden in der Aula Tische und Bänke aufgestellt und so überbrücken wir die halbe Stunde bis der Regen aufhört. Bis zum Mittag kommt sogar die Sonne wieder zum Vorschein und auch der Festplatz ist mit Besuchern gut gefüllt, sodass auch Werner vom Konsum keine Angst mehr haben muss, auf seinen 250 panierten Schnitzeln sitzen zu bleiben - im Gegenteil.
Auch Ehrenrobert, der mit Unwissenheit gestraft wurde und die Verschiebung des Festes aus dem Gemeindeblatt entnommen hatte und sich drei Tage lang gewundert hatte, wo denn unser Vorstand sei, ist mittlerweile beruhigt und äußert sich bewundernd über die gute Stimmung und den Zusammenhalt in seinem jungen Verein. Ob dieser großen Freude wird er uns zu unserer Freude im Herbst einen Briend spendieren.
Seine Bewährungsprobe hat auch das neu gestaltete Kaffeezelt bestanden, das von unseren jungen Mädchen in Eigenregie geplant, gebaut und auch betrieben wurde. Nachdem anfängliche Bedenken der Frau Vorstand, wie Wasserzuleitung, Abwasser, Abwaschgelegenheit, Kühlschrank mit Glastüre bravourös gelöst wurden und zu guter letzt unsere Serviertöchter auch noch bewiesen, dass sie in der Lage waren, die Torten während des Gottesdienstes ohne Verursachung der geringsten Geräusche zu zerschneiden, konnte einem vollen Erfolg nichts mehr im Wege stehen - und das war es dann auch wirklich.
Um die österreichische Bundespost zu testen, schicken wir unserem Vorstand noch eine Karte in sein Urlaubsdomizil Steiermark. Und siehe da, es wird wirklich alles befördert, was frankiert und adressiert ist, auch fettige, mit Senf verschmierte Wurstdeckel, auf dem alle unterschreiben haben.
Als es dann gegen 19.00 zu regnen beginnt, sind wir alle froh, dass auch die letzten Besucher das Fest verlassen und wir es noch bei einem gemütlichen Hock ausklingen lassen können.
Am Montag wird abgeräumt und wir können zufrieden, aber müde auf drei schöne Festtage zurückblicken.
Zum Dank für den reibungslosen Ablauf, den tollen Zusammenhalt und den überwältigenden Arbeitseinsatz trifft sich zu guter letzt die Abbruchmannschaft als Festabschluss zu einem Briend beim Vize, wo das Fest wirklich beendet wird.

Die nun beginnende Sommerpause möchte ich wiederum dazu nützen um einige Anekdoten aus dem Vereinsleben zu erzählen, die zwar nirgends dazu passen, aber einfach so passiert sind:

EhrenRobert bezahlt als Dank für die vielen rühmlichen und unrühmlichen Erwähnungen in der letzen Chronik eine Jause. Der neue Wirtschafter Daniel Hämmerle schafft es dabei, aus den erhaltenen 500.- eine Jause in Höhe von 1500.- zu kaufen. Geschmeckt hat es jedenfalls.

Dass die Geschmäcker verschieden sind, beweisen Vogelfrau Marianne und Vize Erich.
Vogelmann Marianne meint, dass ihr eine Bewerberin nicht gefalle, worauf Erich bemerkt, dass sie ihr ja auch nicht gefallen müsse, daran findet wiederum Marianne gar kein Gefallen und meint, das lasse sie sich nicht gefallen.

Mülltourist Winter Franz will Zeitungen von Hard nach Lustenau bringen. Merkt aber beim Altersheim in Lustenau, dass der Kofferraum leer ist - Alzheimer lässt grüßen.

Dass er als Kassier nicht nur eine Ahnung vom Geldwaschen hat, beweist er uns ein andermal, als er uns einen Vortrag über das Waschen von Hemdschlaufen mit bleichmittelfreiem Waschmittel hält, der unsere Haufrauen erblassen lässt. Lieber Franz, wärst du eine Frau mit Waschmaschine, wär' dein Name Klementine.

Viel von Instrumentenpflege hält Anita Eberle, denn sie spielt eine halbe Probe lang mit dem Putzfetzen im Instrument ohne es zu merken. Ihr liebenswürdiger Registerkollege Werner hatte ihn hineingeschoppt.

Und genau dieser kleine Huber war es auch, der Sprüche machte, dass er vor lauter Großzügigkeit der Concordia Schlumpfenmusik einen Briend bezahlt habe - Auch Deine Vereinsmitglieder würden sich darüber einmal sehr freuen.
Viele von uns haben sich dann noch gefragt, was Ivo wohl damit meint, als jemand auf der Probe gähnt und er dann fragt: ‚Was heöscht, I komm ou vöm schaffa' - und das als Musi-Lehrer.
Gefragt haben sich auch einige Vereinsmitglieder was ausgerechnet er damit meint, wenn er sagt, dass es haarsträubend sei, wie wir musizieren.

Irgendwann hat Ivo dann einen langen Brief von Claudi aus England bekommen, was ihn ganz besonders freut als ihm Thomas sagt, dass er nur eine Ansichtskarte bekommen hat.

Einen hochroten Kopf und sichtlichen Stress hat Irina Grabher, als auf ihrer allerersten Probe beim großen Haufen ihr Handy läutet.

Auf einer Marschprobe - Ivo zu Hornist Fink Daniel : "Du loufscht Noochschläg".

'No sports' meinte schon Churchill - Oldboy Hellar Holzer reißt auf einem Musi-Fußballtraining die Achilles-Sehne - Sport ist Mord.

Ein Andermal als er Ivo auf der Probe nicht richtig versteht, lupft er seine Brille um zu fragen: "wach heöscht gseit, i han di nid ghöurt ?" Eine taube Nuss muss noch lange nicht blind sein.

Sein Nebenmann und Starflügelhornist Werner vom Konsum meint dann noch irgendwann, dass es bei ihm mit der Trompete viel pfiffiger klingen würde.

Als auf einer Probe alle Schlagwerker fehlen und dies von Ivo des Langen und Breiten begründet wird, schwätzt unser stets auf Ruhe und Ordnung bedachter Vorstand währenddessen mit Eva und fragt im nächsten Satz: "Wo sind eigentle hüt d'Schlagzügar?" Vorstände sind eben auch nur Menschen.

Anlässlich des Abschlusskonzertes der ‚Hänschenklein-Musi' bewies uns unser Neo-Wirtschafter Daniel Dachdecker wiedermal sein überragendes Organisationstalent. Er bestellte für die 25 Musikäntchen und deren Eltern 100 Paar Wienerle und 120 Pärle.
Zum Trinken gab's aber nur 60 Limonaden und für die durstigen Väter eine Kiste Pfiff.
So war es auch nicht verwunderlich, dass 60 Paar Wienerle und ein Haufen Brot übrigblieben, denn mit was sollte man die Dinger hinunterspülen.
Aus dem Spot gelernt hat er dann bei der Jugend-Weihnachtsfeier, denn hier hatte er genügend Getränke bereitgestellt, trotzdem blieben ca. 20kg Lebenskäse, 10 Kilo Kartoffelsalat und ein Haufen Brot übrig - es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen - vielleicht klappt's ja beim nächsten Mal ?

Als Verpackungskünstlerin der besonderen Art erweist sich Vogelmann Marianne, denn sie lässt die Einkaufsgutscheine, die wir unserem Hellar zu seinem 60. Geburtstag schenken, bei Krea zum Preis von sagenhaften 570.- verpacken.

Ein eigenes Kapitel sind ja unsere Schlagerker. Bei einer Marschprobe auf dem Saeco-Gelände hat keiner von ihnen ein Instrument dabei - wer braucht denn schon zum Laufen lernen ein Instrument?
Dass man nie auslernt beweist uns auch Andi Vetter, der heuer zum erstenmal hört, dass man auch Pauken stimmen muss. Erfinderisch ist er dafür, wenn es um Ausreden geht, denn als er wiedermal seine Noten nicht findet, meint er trocken, dass man sie kurz vor dem Konzert eingesammelt hätte.

Günti Fitz, Pressereferent und Trompeter aus Leidenschaft, war eine Woche in England und kommt am Freitag gerade rechtzeitig zurück, um auf die Probe zu prässieren. Doch siehe da, er steht vor einem leeren Vereinsheim. Laut Probenplan ist die nächste Probe am Sonntag und er probiert's dann halt noch einmal. Und siehe da, wieder kein Mensch dort. Er konnte ja nicht wissen, dass wir diese zwei Proben in der Musikschule in Dornbirn abgehalten haben.

26. - 27. 9. 2000 - Internationale Trachtentage Lustenau
Als Lustenauer Verein übernehmen wir bereits am Samstag einen Bier- und einen Wurststand. Jungmusikant Fink Daniel nahm dabei seinen Job am Bierstand so ernst, dass er zum Schluss nur noch im Sitzen ausschenken konnte. Auch der Chronist wusste am nächsten Tag nicht mehr, wo seine Frau, die ihn spätabends abgeschleppt hatte, ihr Auto geparkt hatte, dafür hing sein Fahrrad immer noch am Maschendrahtzaun.
Beim Frühschoppenkonzert am Sonntagmorgen war er dafür der einzige vom ganzen Verein, der pflichtbewusst im Hemd auf der Bühne saß. Das Publikum jedoch wusste nicht, das dies so vom Vorstand angeordnet worden war und dachte wahrscheinlich er hätte den Schopen vergessen, denn alle anderen hatten einen angezogen.
Interessiert hätte dann noch viele unserer Vereinsmitglieder, was ausgerechnet der Heller auf der Bühne während dem Spielen wichtiges mit dem Händy zu telefonieren hatte.
Als Entschädigung, dass wir mit unserer Uniform nicht am Trachtenumzug teilnehmen durften, wurde uns Festführer Geusler Mario zugeteilt, der sich in gewohnter Manier nicht lumpen ließ.

8. - 10. 9. 2000 - Kirmess in Maissau - Niederösterreich
Pünktlich um 7.00 fahren wir mit Udo Mayr und seinem neuen Bus Richtung München, wo wir die erste Rast machen. Schon fast traditionsgemäß werden frische Wurstbrötchen und saure Riesengurken serviert. Mittagessen ist im Wienerwald, aber in Salzburg. Da auch Oberösterreich einen Wienerwald hat, machen wir hier noch eine Kaffeepause. Und dort ist es dann soweit: unser Vorstand Toni merkt zum ersten Mal in seiner langen Amtszeit und das sind immerhin schon 28 Jahre, dass er als Reiseleiter bei jeder Raststätte gratis konsumieren kann. Bei manchen dauert's eben etwas länger.
Gegen 18.00 kommen wir dann in Maissau an. Beim Aussteigen hören wir den Kommentar einer Maissauer Musikantin, der da lautete : "na seawas" . Was auch immer das bedeuten sollte, wir werden herzlich empfangen und die in Rotwein eingelegten Wienerschnitzel, die von Erich glaubwürdig als Wildschweinschnitzel angepriesen werden, schmecken ausgezeichnet. Auch der erste Kontakt mit wachauer Gspritzten verläuft durchaus positiv.
Anschließend ist Quartierverteilung. Alle sind bestens untergebracht - es gibt keinerlei Beschwerden. Im Gegenteil, einige, wie z.B. Muggy Vetter, Hannes Fitz und Daniel Graniti wohnen bei einem Weinbauern und müssen schon am frühen Abend den edlen Rebensaft verkosten. Graniti, immer auf Ruhe und Disziplin bedacht, nimmt den Spruch unseres Vorstandes, dass die Älteren Vorbilder sein sollten, sehr wörtlich und demonstriert, wie man es nicht machen sollte, denn wer zu viel trinkt, dem wird schlecht und wer viel zu viel trinkt, dem wird sau schlecht und das ist zum Kotzen und das gleich mehrmals.
Etwas falsch verstanden haben, muss auch unser Kassier Franz diesen Ausspruch, denn er war der Letzte im Disco-Zelt und das um 4.00 morgens. Zur Strafe wurde er dann am folgenden Morgen von unserem Vorstand zwei Stunden zu früh zum Frühstück geweckt.
Am Samstagvormittag besichtigen wir dann die Rosenburg, wo auch eine Greifvogelshow geboten wird.
Nach dem Mittagessen in Maissau, dann ein kultureller Pflichtbesuch im Gottfried von Einem Museum. Wesentlich interessanter war dann aber doch die anschließende Kellereibesichtigung bei Ehrenvorstand Gilly. Einen Ehrenvorstand mit eigenem Weinkeller müsste man eben haben.
Am Abend spielen wir dann eine Stunde Konzert aus der Kleinen Mappe unter der Stabführung unseres Kapellmeisters Ivo Wukovic. Der Maissauer Vorstand begrüßt und begrüßt so ziemlich jeden im Saal, außer unseren Busfahrer Udo.
Ob Judith Fitz vom Hornregister dann bei Solostellen immer alleine aufsteht, weil ihre beiden Registerkollegen Daniel Fink und Peter Naier so schlecht blasen oder nicht mehr stehen können, ist die Frage.
Thomas Grabher bekommt plötzlich glasige Augen, als er seine, in England geglaubte Claudia im Publikum sitzen sieht. Es war aber keine Fatahmorgana sondern nur eine Doppelgängerin und was für eine - gell Thomas.
Danach widmen wir uns dem gemütlicheren Teil des Abends und kosten uns durch das Wein-Angebot.
Auf die Kahlköpfigkeit unseres Ivo angesprochen, schaffen es dann Peter Schelling und der Chronist Erich auf sehr glaubwürdige und überzeugende Weise zu erklären, dass wir ihn nur aus sozialen Gründen aus der deutschen Skin-Szene in unserem Verein aufgenommen hätten und mit ihm jetzt ein Resozialisierungsprogramm durchführten.
Er, der normalerweise Lederjacke und Springerstiefel trägt, sei äußerst unmusikalisch und spiele natürlich kein Instrument, deshalb ließen wir ihn dirigieren, denn das kann ja jeder.
Um 4.00 morgens will Erich der Fux dann mit seinem Zimmerkumpanen Dachi Daniel nach Hause, doch dieser ist spurlos verschwunden. Man macht sich ernsthafte Sorgen und ist erst wieder beruhigt als er um 6.00 ganz unschuldig im Bett liegt und schnarcht. Wo warst Du?
Am Sonntag morgen treffen wir uns bereits um 8.45 zu einer Probe. Der Vorstand hat aber abends nicht aufgepasst und Franz hat das Pech mit ihm im Quartier zu sein und kommt deshalb ebenfalls eine halbe Stunde zu früh zum Festplatz. Eine halbe Stunde, die er sich nach der zweiten durchzechten Nacht sicherlich noch gerne gegönnt hätte.
Wir marschieren zur Kirche und gestalten dort den Gottesdienst. Leider haben wir nicht soviel Platz wie die Familie des Grafen, die kurz vor Gottesdienstbeginn ihr Oratorium beziehen um dann auf uns herunterzuschauen, wie eng wir in den Altarraum gepfercht dastehen. Anschließend gestalten wir den Frühschoppen, und werden mit Doppellitern wahrlich überhäuft.
Nach dem Mittagessen bereiten wir uns langsam auf die Heimreise vor. Uwe Ritter, der wahrscheinlich sehr gerne Bus fährt, nützt einen unbeobachteten Augenblick und lässt sich im Bus einsperren. So kann er eine ganze lange Stunde, ganz alleine im Bus verbringen und alle Hebel und Knöpfe ausprobieren. Leider müssen wir ihn dann stören, denn wir wollen ja die Heimreise antreten und die verläuft dann ruhig und verschlafen. Sogar von den Jassern hört man nichts, denn Muggi Vetter ist zu betrunken und Thomas Kutz zu nüchtern, deshalb geraten sich die beiden so in die Haare, dass ausgejasst ist. Die Leidtragenden sind jedoch der Bucher Peter und der Vize, die jetzt keine Partner mehr haben und sich deshalb wie alle anderen auch mit Fernsehen und Schlafen die Zeit vertreiben müssen.
Bei einer Rast im Pongau genießen wir nochmals die wunderbare Aussicht übers Salzburgerland und stärken uns, ehe wir gemütlich nach Hause fahren, wo wir gegen Mitternacht ankommen.

23. 9. 2000 - 3. Cup-Bewerb - Schießen:
Wie gewohnt, findet dieser Bewerb am Schießstand beim Kobler statt und wir lassen uns dort vom Team der Schützengilde betreuen und verwöhnen - Danke dafür.
Es gewinnt schon zum dritten Mal in Folge unser Hobbyjäger und Fallensteller Erich der Fux vor Jungmusikantin Daniela Hagen, ebenfalls einer passionierten Jägerin und Petra Holzer, unserer Klarinettistin.

26. - 28. 10. 2000 - Probenwochenende - Damüls
Schon traditionsgemäß verbringen wir ein Intensiv-Wochenende im Haus der Dachdecker-Sippe in Damüls. Es wird eifrig geprobt, aber auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz.
Jedoch tragen Gulasch, Chili, 'Sura Käs' und 40l Süßmost dazu bei, dass wir ein, im wahrsten Sinne des Wortes ‚verschissenes' Wochenende verbringen. Besonders Gastgeber Daniel hat seinen Verdauungsapparat nicht unter Kontrolle und sorgt mit seinen raumfüllenden Faulgasen für schlechtes Raumklima.
Trotzdem kann es nicht so schlecht gewesen sein, denn z.B. Uli Wölk beschließt ganz kurzfristig ihren Aufenthalt zu verlängern und zeigt uns, wie man in dieser Zeit aus dem Hornkoffer leben kann, denn sonst hat sie ja nichts mit.
Auch die sonst stille und schüchterne Anke Weiss, wächst beim Trivial-Persuit-Spiel aus sich heraus und sorgt für Stimmung in der Runde. Unser aus Wien angereister Jens und Salzburglegionär Stefan warten dann die ganze Nacht vergeblich auf das Frühstück und sind somit das Letzte.
Nochmals einen herzlichen Dank an alle Dachdecker, besonders aber an Dachi Ernst, der uns 2 ½ Tage bekochte und verwöhnte und auch klare Medizin bereitstellte und dadurch unsere Verdauungsprobleme in Grenzen hielt.

11. 10. 2000 - Intensiv-Proben-Nachmittag, Ständchen Keck Karl, 4. Cup-Bewerb Kegeln
Wir treffen uns bereits nach dem Mittagessen im Musiheim zu Kaffee und Kuchen. Vorher und nachher müssen wir jedoch noch eine Probe über uns ergehen lassen.
Um 19.00 gratulieren wir dann unserem Ehrenmitglied Karl Keck beim Meindl mit einem Ständchen zu seinem 70er. Er lässt es sich nicht nehmen, auch noch zur Posaune zu greifen und uns eine Kostprobe seines ehemaligen Könnens zu geben.
Gut Holz wünschen wir uns dann anschließend im Sporthotel, wo wir unseren Cup-Bewerb Kegeln durchführen. Es gewinnt unser Senior Hellar Holzer vor Erich Scheffknecht und Muggy Vetter. Aber auch die anderen, weniger guten Kegelbrüder lassen sich die Pizzas, die der Verein sponsert, schmecken und so lassen wir einen anstrengenden Tag gemütlich ausklingen.

25. 11. 2000 - Herbstkonzert
Nach langer, intensiver und nervenaufreibender Probentätigkeit und einer miserablen Generalprobe läuft es an diesem Abend wie am Schnürchen.
Unsere 40-köpfige Jugendmusik unter Daniel Steinhofer leitet das Konzert ein und auch Ivo kann vor ausverkauftem Saal stolz auf seinen großen Haufen sein.
Nach der Pause werden dann noch unsere Senioren Helmut Holzer und Toni Vogelmann für 40 Jahre Blasmusik geehrt. Chronist und Vize Erich beweist dabei bei seinem ersten öffentlichen Auftritt, dass man auch trockene Statistiken und Laudatien humorvoll unters Volk bringen kann.
Mit der 'Rhapsodie in Blue' waren wir dann gefordert, den grandiosen Klaviervirtuosen Ferenc zu begleiten. Auf der Hitliste des Publikums ganz oben stand aber auch unser Dinosaurierstück und hier auch ganz besonders die kunstvollen Hintergrundgemälde unserer Jugendmusik. Auch die Flugsaurier aus Pappmachee, denen unser Hellar im überfluteten Schulkeller das Schwimmen gelernt hatte, konnten wieder so zurecht- gepappt werden, dass sie zu einer beeindruckenden Dekoration beitrugen.
Gefordert war anschließend auch Küche und Personal vom Restaurant Rathaus, denn dass alle innerhalb von zwei Stunden ein Essen serviert bekamen, hätte schon einiger Organisation bedurft. Schneller ging es dann bei Ivo zu Hause, wo wir anschließend noch geladen waren und wir diesen Abend bis in den frühen Morgen hinein ausklingen ließen.

3. 12. 2000 - Gedächtnisgottesdienst - Ständchen 70 Jahre EM Ernst David :
Wir gedenken der Verstorbenen aus unserer Vereinsfamilie und gestalten den Gottesdienst in der Kathedrale zu Peter und Paul.
Vize Erich, der von den Vorarlberger Nachrichten abgesetzt und durch Günti Fitz ersetzt wurde, erweist sich flexibel und betätigt sich nun als Reservefähnrich.
Anschließend bringen wir unserem Ehrenmitglied und Hobbykomponisten Ernst David zu seinem 70. Geburtstag ein Ständchen und werden dafür anschließend im Vereinsheim zu einem Gulasch eingeladen, das einige wie z.B. Holzer Helmut anschließend auf dem Uniformhemd wiederfinden. Gefreut hat sich dann noch seine Tochter Petra, ihre Klarinette wiederzuhaben, denn sie hatte nur den leeren Instrumentenkoffer mitgenommen.

10. 12. 2000 - Weltrekord-Gala-Abend - Reichshofsaal
Vor überraschend gut gefülltem Saal lassen wir diesen Galaabend, den der Anton aus Lustenau organisiert hatte, mit einer kleineren Besetzung ausklingen.

16. 12. 2000 - Seniorennachmittag - Reichshofsaal :
Wir gestalten ebenfalls mit einer kleinen Gruppe das Fest der alten Mitbürger von Lustenau.
Aus Erfahrung wissen wir, dass hier leise und dezente Musik gefragt ist. Das machen wir so gut, dass das zahlreich erschienene Publikum im zweiten Teil sicher nicht merkt, dass wir schon wieder angefangen haben, obwohl sich unsere Holzbläser mit "Rentier Rudolf" mächtig ins Zeug legen.
Es fällt auch niemandem im Saal auf, dass unsere einzige Posaune Ursula erst in der Mitte des zweiten Teiles wieder auf die Bühne zu uns schleicht, eine längere Sitzung im Keller hatte sie davon abgehalten, mit uns zu spielen.

Natürlich spielen unsere Blechbläser am 24. Dezember dann schon traditionsgemäß Weihnachtslieder bei unseren beiden Pfarreien, um die Herzen der verfrorenen Christmette-Besucher anschießend zu erwärmen.

In der Hoffnung, niemanden vergessen zu haben, möchte ich mich abschließend bei allen bedanken, die durch ihr Benehmen so freundlich waren, mir das Schreiben der Chronik wieder sehr leicht zu machen und gleichzeitig versichern, dass es sich bei diesem Bericht um die reine Wahrheit und nichts als die reine Wahrheit handelt.

Lustenau, 31. 12. 2000
Der Chronist - Erich Scheffknecht